{ "object": "vector_store.file_content.page", "data": [ { "type": "text", "text": "\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\nPolizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2008\n\n\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n\nPolizeiliche Kriminalstatistik \nBerlin 2024 \n\n \n \n\nKurzbericht mit ausgewählten Delikten und \n\nergänzenden Informationen im Überblick \n\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n\n\n\n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \n \nHerausgeber \nPolizei Berlin \nPlatz der Luftbrücke 6 \n12101 Berlin \nTelefon (030) 46 64 - 90 20 90 \nE-Mail pressestelle@polizei.berlin.de \nHomepage http://www.polizei.berlin.de \n \n \nRedaktionelle Bearbeitung \nLandeskriminalamt Berlin \nLKA St 14 \n \n \nDruck und Verarbeitung \nLKA KTI 54 \n \n \n \n \n \n\nNachdruck und sonstige \n\nVervielfältigungen - auch \n\nauszugsweise - nur mit \n\nQuellenangabe gestattet \n\nmailto:pressestelle@polizei.berlin.de\nhttp://www.polizei.berlin.de/\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 3 - \n\nInhaltsverzeichnis \n\n \n\n1. Kernaussagen zur Kriminalität in Berlin 2024 ............................................................4 \n\n2. Allgemeine Entwicklungen (Fallzahlen, Häufigkeitszahl, Aufklärungsquote) ..........6 \n\n3. Ausgewählte deliktische Entwicklungen .................................................................. 10 \n\nMord und Totschlag ............................................................................................10 \n\nStraftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ................................................11 \n\nRaub insgesamt ..................................................................................................13 \n\nKörperverletzung insgesamt ................................................................................14 \n\nStraftaten gegen die persönliche Freiheit ............................................................15 \n\nKinderschutzdelikte .............................................................................................16 \n\nWiderstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und \ngleichstehende Personen §§ 113 - 115 StGB......................................................17 \n\nDiebstahl insgesamt ............................................................................................19 \n\nWohnraumeinbruchdiebstahl (Wohnungen und Einfamilienhäuser) ....................20 \n\nKellereinbruch .....................................................................................................21 \n\nDiebstahl an/aus Kraftfahrzeugen .......................................................................22 \n\nDiebstahl von Kraftwagen ...................................................................................23 \n\nBetrug (insgesamt) ..............................................................................................24 \n\nWaren- und Warenkreditbetrug ...........................................................................26 \n\nTatmittel Internet und/oder IT-Geräte ..................................................................27 \n\nVorsätzliche Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr .........................29 \n\nRauschgiftdelikte .................................................................................................30 \n\nStraftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz/EU ...............31 \n\nStraftaten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) .....................................32 \n\n4. Tatverdächtige............................................................................................................ 33 \n\n5. Opfer ........................................................................................................................... 35 \n\n6. Messerangriff ............................................................................................................. 37 \n\n7. Schaden ...................................................................................................................... 38 \n\n8. Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderung .................................................. 39 \n\n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 4 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\n1. Kernaussagen zur Kriminalität in Berlin 2024 \n \n\n \n\n Zunahme der Straftaten insgesamt um 0,4% auf 539.049 Fälle (+2.352 Fälle). \n \nDelikte mit dem größten Einfluss auf die Entwicklung der Gesamtfallzahl: \n\n \n \n\n Die Aufklärungsquote (AQ) liegt wie im Vorjahr bei 45,5%. \n\n Verringerung der Häufigkeitszahl (HZ) für Straftaten insgesamt (Straftaten/100.000 \nEinwohnende) von 14.773 auf 14.719 (Änderung nach Zensus 2022, siehe S. 8). \n\n Es wurden 143.534 Tatverdächtige (TV) und damit 2.914 mehr als 2023 ermittelt; der \nAnteil der in Berlin wohnenden TV lag bei 69,9% (Vorjahr: 72,7%). Der Anteil der TV \nunter 21 Jahren an allen TV verringerte sich von 18,4% auf 18,1% (26.026 TV unter 21 \nJahren). \n\n Der Anteil der nichtdeutschen TV an allen TV zu Straftaten ohne ausländerrechtliche \nVerstöße hat sich von 43,2% auf 43,9% erhöht. \n\n Die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ; TV/100.000 Einwohnende) verringerte \nsich gegenüber dem Vorjahr von 3.045 auf 2.958 (Änderung Vorjahreswert siehe S. 34). \n\n Zunahme der Jugendgruppengewalt um 354 auf 2.410 Fälle (+17,2%). \n\n Die Anzahl der registrierten Opfer erhöhte sich um 6.802 auf 113.473 (+6,4%). \n\n Die Bevölkerungsgefährdungszahl (BGZ, Zahl der erfassten Opfer je 100.000 Ein-\nwohnende) erhöhte sich von 2.936 auf 3.098 (Änderung Vorjahreswert siehe S. 36). \n\n Die Anzahl der Opfer von Delikten mit Gewaltcharakter in Partnerschaft und Familie \nerhöhte sich um 429 auf 19.213 (+2,3%). \n\n Die Anzahl der Polizeivollzugskräfte, die Opfer einer Gewalttat wurden, erhöhte sich \num 981 auf 10.584 (+10,2%), die der Feuerwehr- und sonstiger Rettungskräfte \nverringerte sich um 50 auf 326 (-13,3%). \n\n Abnahme des erfassten Schadens um rund 80 Millionen auf gut 900 Millionen Euro. \n\n 3.412 Messerangriffe; 70 weniger als im Vorjahr (-2,0%). \n\n In 303 Fällen wurde mit einer Schusswaffe gedroht (Vorjahr: 340), in 363 Fällen wurde \ngeschossen (Vorjahr: 364). \n\n \n\nKeller-/Bodeneinbruch +5.717 Fälle\n\nStraftaten gg. das Aufenthalts-, Asyl- u. Freizügigkeitsgesetz/EU +3.234 Fälle\n\nKörperverletzung +2.384 Fälle\n\n-3.056 Fälle Rauschgiftdelikte\n\n-3.724 Fälle Ladendiebstahl\n\n-4.781 Fälle sonstiger Warenkreditbetrug\n\n-6.000 -4.000 -2.000 0 2.000 4.000 6.000\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 5 - \n\nTabellarische Kurzübersicht zur Fallzahlenentwicklung: \n \n\n \n\n2023 2024\n\nn n n % Tendenz\n\nStraftaten insgesamt ------ 536.697 539.049 2.352 0,4 \n\nGesamt AQ (%) 45,5 45,5 \n\nStraftaten gegen das Leben darunter 000000 130 175 45 34,6 \n\nMord und \nTotschlag 892500 77 117 40 51,9 \n\n100000 7.282 7.475 193 2,7 \n\n111000\n\n112100\n1.879 2.013 134 7,1 \n\nSexueller Missbrauch von Kindern 131000 911 1.058 147 16,1 \n\nVerbreitung pornographischer Schriften 143000 2.499 2.041 -458 -18,3 \n\nRohheitsdelikte darunter 200000 77.908 81.460 3.552 4,6 \n\nRaub 210000 5.389 5.121 -268 -5,0 \n\nKörperverletzung darunter 220000 48.254 50.638 2.384 4,9 \n\n222000 12.610 13.847 1.237 9,8 \n\n224000 33.319 34.303 984 3,0 \n\nMisshandlung von Kindern 223100 340 400 60 17,6 \n\nStraftaten gegen die persönliche Freiheit 230000 24.265 25.701 1.436 5,9 \n\nDiebstahl insgesamt xxxx00 226.393 223.586 -2.807 -1,2 \n\nDiebstahl von Kraftwagen xxx100 7.781 7.574 -207 -2,7 \n\nFahrraddiebstahl xxx300 28.754 27.099 -1.655 -5,8 \n\nLadendiebstahl x26x00 39.149 35.425 -3.724 -9,5 \n\n440x00 16.813 22.530 5.717 34,0 \n\nDiebstahl an/aus Kfz x50x00 38.994 36.841 -2.153 -5,5 \n\nTaschendiebstahl x90x00 16.814 15.943 -871 -5,2 \n\nEinfacher Diebstahl insgesamt 3xxx00 123.501 118.230 -5.271 -4,3 \n\nSchwerer Diebstahl insgesamt 4xxx00 102.892 105.356 2.464 2,4 \n\nWohnraumeinbruch 435x00 8.323 8.529 206 2,5 \n\nVermögens- und Fälschungsdelikte darunter 500000 85.088 80.010 -5.078 -6,0 \n\nBetrug darunter 510000 69.487 64.414 -5.073 -7,3 \n\nTankbetrug 511201 9.003 6.730 -2.273 -25,2 \n\nWeitere Arten des Warenkreditbetruges 511210 9.794 7.286 -2.508 -25,6 \n\nWarenbetrug 511300 8.449 8.574 125 1,5 \n\n517500 698 2.037 1.339 191,8 \n\nSonstige Straftatbestände (StGB) darunter 600000 93.113 98.974 5.861 6,3 \n\nWiderstand/Tätlicher Angriff 621100 4.328 4.888 560 12,9 \n\nVorsätzliche Brandstiftung 641000 830 763 -67 -8,1 \n\nSachbeschädigung 674000 45.434 47.040 1.606 3,5 \n\nStrafrechtliche Nebengesetze darunter 700000 46.783 47.369 586 1,3 \n\nUnerlaubter Aufenthalt 725700 20.079 23.428 3.349 16,7 \n\nRauschgiftdelikte darunter 730000 17.502 14.446 -3.056 -17,5 \n\nHandel mit und Schmuggel von Rauschgiften 732000 3.625 2.935 -690 -19,0 \n\nohne 30.122 28.169 -1.953 -6,5 \n\n    \n\nRückgang \n\nmehr als 25 \n\nProzent\n\nRückgang \n\nüber 5 \n\nProzent bis \n\n25 Prozent\n\nAnstieg bis 5 \n\nProzent oder \n\nRückgang bis \n\n5 Prozent\n\nAnstieg über \n\n5 Prozent bis \n\n25 Prozent\n\nAnstieg mehr \n\nals 25 \n\nProzent\n\nTatmittel Internet und/oder IT-Geräte\n\nGefährliche und schwere Körperverletzung\n\nBei den dargestellten Unterschlüsseln handelt es sich um eine \n\nDeliktsauswahl.\n\nKriminalitätsentwicklung Berlin Erfasste Fälle +/- zum Vorjahr\n\nStraftaten (-gruppen)\n\nmit Schlüsselzahl\n\n0,0 %-Pkt.\n\nStraftaten gegen die sex. Selbstbestimmung\ndarunter\n\nVergewaltigung, sexuelle Nötigung,\n\nsexueller Übergriff\n\nEinbruch in Boden-, Kellerräume und \n\nWaschküchen\n\nKörperverletzung (vorsätzliche einfache)\n\nComputerbetrug (sonstiger)\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 6 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\n2. Allgemeine Entwicklungen (Fallzahlen, Häufigkeitszahl, Aufklärungsquote) \n\nFallzahlen \n\nFür das Jahr 2024 wurden in Berlin 539.049 Straftaten in der PKS erfasst. Das stellt gegen-\nüber dem Vorjahr einen Anstieg um 2.352 Fälle bzw. 0,4% dar. \n \n\n \n \n \n\nAnteile der PKS-Hauptgruppen an Straftaten insgesamt \n\nDer Wert in Klammern benennt die jeweilige Veränderung des Anteils zum Vorjahr. \n \n\n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 569.549 568.860 520.437 511.677 513.426 504.142 482.127 519.827 536.697 539.049 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 249.973 239.130 229.925 227.155 229.532 232.659 218.621 233.454 244.215 245.509 \n\nAQ % 43,9 42,0 44,2 44,4 44,7 46,1 45,3 44,9 45,5 45,5 \n\nStraftaten insgesamt\n\n0\n\n100.000\n\n200.000\n\n300.000\n\n400.000\n\n500.000\n\n600.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 526.579 erfasste FälleSchlüsselzahl: ------\n\nStraftaten gegen das \nLeben / die sex. \n\nSelbstbestimmung \n1,4% (+0,0%-Pkt.)\n\nRohheitsdelikte u. \nStraftaten gegen die \n\npers. Freiheit \n15,1% (+0,6-Pkt.)\n\nEinfacher Diebstahl \n21,9% (-1,1%-Pkt.)\n\nSchwerer Diebstahl \n19,5% (+0,4%-Pkt.)\n\nVermögens- u. \nFälschungsdelikte \n14,8% (-1,0%-Pkt.)\n\nSonstige \nStraftatbestände \n\n(StGB) 18,4% (+1,0%-\nPkt.)\n\nStrafrechtliche \nNebengesetze 8,8% \n\n(+0,1%-Pkt.) \n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 7 - \n\n„Auslands“-PKS (Tathandlung nicht oder nicht gesichert in Deutschland) \n\n \n\nGemäß bundesweit verbindlicher PKS-Richtlinien werden in der „herkömmlichen“ PKS nur die \nTaten gezählt, bei denen Tatverdächtige im Inland handeln. Straftaten, die im Ausland began-\ngen wurden oder zu denen keine Anhaltspunkte für eine Tathandlung in Deutschland vorlagen, \ngehen nicht in die PKS ein, auch wenn die Wirkung der Taten hier eintrat. Beispiele hierfür \nsind unter anderem E-Mails mit beleidigendem Charakter oder in betrügerischer Absicht ver-\nsandte E-Mails. \n\nUm die Betroffenheit der Bevölkerung von Kriminalität vollständig abbilden zu können, wurde \nbereits im Jahr 2018 bundesweit die sogenannte „Auslands“-PKS eingeführt. Die für eine \nvalide Datenbasis erforderlichen technischen Anpassungen beim Bundeskriminalamt und den \nPolizeibehörden des Bundes und der Länder sowie notwendige inhaltliche Abstimmungspro-\nzesse konnten erst im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Somit werden Daten der „Auslands“-\nPKS bundesweit erstmals Anfang 2025 für das Berichtsjahr 2024 veröffentlicht. \n\nNeben den 539.049 Fällen der PKS wurden im Jahr 2024 zusätzlich 37.251 Fälle in der „Aus-\nlands“-PKS durch die Polizei Berlin erfasst. \n\nAuch in den Vorjahren gab es bereits zahlreiche Fälle, die nur deswegen nicht in die PKS \neingegangen sind, weil keine Anhaltspunkte auf Tathandlungen in Deutschland vorlagen, aber \ndie Wirkung der Taten hier eintrat. Auf die Größenordnung dieser Fälle zu ausgewählten De-\nlikten wurde in den vergangenen Berichtsjahren mittels verlaufsstatistischer Daten hingewie-\nsen. \n\nMit 30.810 Fällen hat der Betrug den weitaus größten Anteil an der „Auslands“-PKS. Weitere \nquantitativ bedeutsame Deliktsfelder der „Auslands“-PKS sind die Erpressung mit 2.380 Fällen \nsowie die Datenveränderung bzw. Computersabotage mit 1.671 Fällen. Dem „Tatmittel Inter-\nnet und/oder IT-Geräte“ sind deliktsübergreifend 32.400 der 37.251 Fälle der „Auslands“-PKS \nzuzurechnen. \n\nAngaben zum Betrug finden sich auf Seite 24 ff. und zum Tatmittel Internet und/oder IT-Geräte \nauf Seite 27 f. \n\n \n \n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 8 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nHäufigkeitszahl \n\nUm eine Aussage bezüglich der Kriminalitätsentwicklung zu treffen, ist es sinnvoll bzw. not-\nwendig, die Fallzahlenentwicklung im Zusammenhang mit der Bevölkerungsentwicklung zu \nbetrachten. Das erfolgt durch die Berechnung der Häufigkeitszahl, welche angibt, wie viele \nStraftaten je 100.000 Einwohnende registriert werden. \n\nDie aktuelle Häufigkeitszahl und der Vergleich zum Vorjahr beziehen sich beide auf die Bevöl-\nkerungszahlen nach dem Ergebnis des Zensus 2022. Die Jahre davor beruhen auf den Bevöl-\nkerungsdaten nach dem Zensus 2011. Diese „alten“ Daten werden nicht weiter fortgeschrie-\nben, nur die Daten des Zensus 2022. Für den PKS-Jahresbericht 2023 wurde die \nHäufigkeitszahl noch mit den nunmehr überholten Bevölkerungsdaten errechnet. \n\nGemäß Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat sich die Bevölkerungszahl nach dem Zensus \n2022 für das Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um fast 30.000 auf 3.662.381 erhöht. Je \n100.000 Einwohnende wurden 14.719 Straftaten registriert, 54 Taten weniger pro 100.000 \nEinwohnende als im Vorjahr. \n\n \n\n \n \n \n \n \n\n16.414 16.161\n\n14.558 14.160 14.086 13.739\n13.158\n\n14.135\n\n14.292 14.252\n\n14.773 14.719\n\n0\n\n2.000\n\n4.000\n\n6.000\n\n8.000\n\n10.000\n\n12.000\n\n14.000\n\n16.000\n\n18.000\n\n2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nHäufigkeitszahl zu Straftaten insgesamt im Langzeitvergleich\n\nHZ mit Bevölkerungsdaten Zensus 2011 HZ mit Bevölkerungsdaten Zensus 2022\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 9 - \n\nAufklärungsquote \n\nDie Aufklärungsquote für Straftaten insgesamt betrug wie im Vorjahr 45,5% obwohl der Anteil \nder Kontrolldelikte mit naturgemäß hoher Aufklärungsquote abgenommen hat (von 15,6% auf \n15,1%). Verringert hat sich aber auch der Anteil der Diebstahlsdelikte mit eher niedrigen Auf-\nklärungsquoten (von 42,2% auf 41,5%). \n\nNeben dem Einfluss der Entwicklungen bei Diebstahls- und Kontrolldelikten auf die Aufklä-\nrungsquote spielen auch die Rohheitsdelikte eine Rolle. Ihr Anteil an den Straftaten insgesamt \nerhöhte sich von 14,5% auf 15,1% Die Aufklärungsquote der Rohheitsdelikte beträgt 77,6%. \nZugenommen haben Körperverletzungen und Bedrohungen mit Aufklärungsquoten von rund \n80%. \n\n \n\n \n \n \n\n17,5 16,1 16,2 16,4 17,2 17,1 15,0 15,7 15,6 15,1\n\n46,9 47,6\n43,8 42,4 40,3 39,5\n\n37,2\n41,1 42,2 41,5\n\n43,9\n42,0\n\n44,2 44,4 44,7 46,1 45,3 44,9 45,5 45,5\n\n0,0\n\n10,0\n\n20,0\n\n30,0\n\n40,0\n\n50,0\n\n60,0\n\n2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nProzent\n\nZusammenhang zwischen der Gesamt-Aufklärungsquote und den \nAnteilen der Diebstahls- bzw. Kontrolldelikte\n\nAnteil Kontrolldelikte an Straftaten insgesamt Anteil Diebstahl an Straftaten insgesamt\n\nAufklärungsquote Straftaten insgesamt\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 10 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\n3. Ausgewählte deliktische Entwicklungen \n\n \n\nMord und Totschlag \n\n117 Fälle, +40 Fälle, +51,9%, AQ: 83,8% \n \n\n \n\n \n \nEntwicklung der Anzahl versuchter und vollendeter Fälle von Mord und Totschlag: \n \n\n \n \nNachdem im Jahr 2023 die niedrigste Fallzahl im Zehnjahresvergleich erfasst wurde, gab es \nim Berichtsjahr einen Anstieg um 40 Fälle, darunter 10 Fälle einer Mordserie, bei der ein Pal-\nliativmediziner im Verdacht steht, unter Ausnutzung seines besonderen Vertrauensverhältnis-\nses als Arzt schwerkranke Menschen getötet zu haben. Für das Jahr 2025 ist mit der Erfas-\nsung weiterer, bisher noch nicht abgeschlossener Fälle dieser Serie in der PKS zu rechnen. \nGerade im Deliktsbereich Mord und Totschlag werden häufig Fälle mit einer länger zurücklie-\ngenden Tatzeit in der PKS erfasst, da diese eine Ausgangsstatistik ist. \n \nEs wurden 125 Tatverdächtige ermittelt, darunter 113 männliche. 60 Tatverdächtige hatten \nnicht die deutsche Staatsangehörigkeit. 28 Tatverdächtige waren im Alter unter 21 Jahren. \n \n93 der insgesamt 142 Personen, welche Opfer eines Mordes oder Totschlages wurden (ein-\nschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche), erlitten dabei körperliche Verletzungen. Von \ndiesen wurden 30 Personen schwer und 54 tödlich verletzt. \n \n \n\nerfasste \n\nFälle\nn 112 92 91 94 106 95 100 114 77 117 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 95 87 80 91 96 87 96 102 67 98 \n\nAQ % 84,8 94,6 87,9 96,8 90,6 91,6 96,0 89,5 87,0 83,8 \n\n202320222021202020192018 202420172016\n\nMord § 211 StGB (010000)\n\nplus\n\nTotschlag und Tötung auf Verlangen §§ 212, 213, 216 StGB (020000)\n\nJahr 2015\n\n-\n\n20\n\n40\n\n60\n\n80\n\n100\n\n120\n\n140\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 010000 erfasste Fälle 020000 10-Jahres-Ø: 100 erfasste FälleSchlüsselzahlen: 010000 plus 020000\n\nMord u. Totschlag 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nAnzahl der vollendeten Fälle 34 37 40 29 41 40 41 38 34 53\n\nAnzahl der versuchten Fälle 78 55 51 65 65 55 59 76 43 64\n\nVersuchsanteil in % 69,6 59,8 56,0 69,1 61,3 57,9 59,0 66,7 55,8 54,7\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 11 - \n\nStraftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung \n\n7.475 Fälle, +193 Fälle, +2,7%, AQ 69,4% \n \n\n \n \nBei einer Bewertung der Zehnjahresentwicklung ist zu beachten, dass seit 2017 die umfas-\nsende Strafrechtsänderung bzw. -verschärfung im Bereich der Sexualdelikte zu einer grund-\nsätzlichen Zunahme dieser Straftaten führte. 2021 gab es eine weitere Verschärfung des Se-\nxualstrafrechts. Am 01.07.2021 ist das „Gesetz zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt gegen \nKinder“ in Kraft getreten. Der sexuelle Missbrauch von Schutzbefohlenen und in Abhängig-\nkeitsverhältnissen (§§ 174 bis 174c StGB) wurden um Handlungen mit und vor Dritten erwei-\ntert. Darüber hinaus wurden auch die Vorbereitung des sexuellen Missbrauchs von Kindern (§ \n176b Abs. 1, 3 StGB), die Verbreitung und der Besitz von Anleitungen zum sexuellen Miss-\nbrauch von Kindern (§ 176e StGB) und das Inverkehrbringen sowie der Erwerb und Besitz von \nSexpuppen mit kindlichem Erscheinungsbild (§ 184l StGB) unter Strafe gestellt. \n\nFallzahlenanstiege gab es insbesondere bei: \n\n Sexuelle Belästigung 1.207 Fälle +239 Fälle +24,7% \n\n Sexueller Missbrauch von Kindern 1.058 Fälle +147 Fälle +16,1% \n\n Sexueller Übergriff 531 Fälle +95 Fälle +21,8% \n\n Sexuelle Handlungen an einem Kind oder durch \nein Kind (auch durch Dritte) \n\n383 Fälle +72 Fälle +23,2% \n\n Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller \nÜbergriff im besonders schweren Fall §§ 177, \n178 StGB \n\n1.237 Fälle +66 Fälle +5,6% \n\nBei dem Delikt Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornografischer In-\nhalte gab es eine Abnahme der Fallzahlen um 530 auf 1.272 Fälle (-29,4%). \n\nZur Vorbereitung des sexuellen Missbrauchs von Kindern (§ 176b Abs. 1, 3 StGB) wurden \n50 Fälle erfasst, acht weniger als im Vorjahr. \n\nDie Fallzahl der Beleidigung auf sexueller Grundlage, welche dem Bereich der sonstigen \nStraftatbestände zugerechnet wird, verringerte sich um 24 auf 751 erfasste Fälle (-3,1%). \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 2.792 2.852 3.770 4.181 4.809 5.011 6.650 6.944 7.282 7.475 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 1.783 1.829 2.471 2.713 3.168 3.460 4.693 4.708 5.137 5.190 \n\nAQ % 63,9 64,1 65,5 64,9 65,9 69,0 70,6 67,8 70,5 69,4 \n\nStraftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung insgesamt\n\n0\n\n1.000\n\n2.000\n\n3.000\n\n4.000\n\n5.000\n\n6.000\n\n7.000\n\n8.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 5.177 erfasste FälleSchlüsselzahl: 100000\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 12 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\n \n\n \n\n705 der insgesamt 5.860 Personen, welche Opfer eines Sexualdelikts wurden, erlitten dabei \nkörperliche Verletzungen (12,0%). Von diesen wurden 25 Personen schwer verletzt. Tödlich \nverletzt wurde niemand. \n\n \n\n100000 Ermittelte Tatverdächtige \n\nJahr Anzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n unter \n 21 Jahre \n\nunter \nAlkoholeinfluss \n\nalleinhandelnd \n\nn % % % % % \n\n2024 4.590 93,2 38,4 27,6 10,7 88,2 \n\n2023 4.287 93,8 35,9 27,4 9,9 89,9 \n\n \n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 13 - \n\nRaub insgesamt \n\n5.121 Fälle, -268 Fälle, -5,0%, AQ: 45,6% \n \n\n \n \n\nFallzahlenrückgänge gab es insbesondere bei: \n\n Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder \nPlätzen \n\n3.003 Fälle -207 Fälle -6,4% \n\n Raubüberfälle in Wohnungen 246 Fälle -14 Fälle -5,4% \n\nDie Anzahl der Handtaschenraubtaten erhöhte sich um zehn auf 133 Fälle (+8,1%), die An-\nzahl der Raubüberfälle auf Kassenräume und Geschäfte erhöhte sich um zehn auf 256 Fälle \n(+4,1%), darunter 54 Raubüberfälle auf Tankstellen, neun mehr als im Vorjahr. Darüber hin-\naus wurden sieben Raubüberfälle auf Geld- und Werttransporte erfasst, im Vorjahr waren es \nzwei. \n\nDie Anzahl aller Tatverdächtigen zum Raub erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,2%; \ndie der tatverdächtigen Kinder um 4,5% (von 200 auf 209 TV). Die Anzahl der Jugendlichen \nverringerte sich um 15,6% (von 780 auf 658 TV). Angaben zur Tatverdächtigenbelastungszahl \nnach Altersgruppen zu den Rohheitsdelikten finden sich auf Seite 34. \n\n2.773 der insgesamt 6.001 Personen, welche Opfer eines Raubes wurden, erlitten dabei kör-\nperliche Verletzungen (46,2%). Von diesen wurden 150 Personen schwer und drei tödlich ver-\nletzt. \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 5.407 5.156 4.242 4.267 4.473 4.362 4.072 5.016 5.389 5.121 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 1.962 1.908 1.630 1.765 1.990 1.971 1.771 2.187 2.385 2.333 \n\nAQ % 36,3 37,0 38,4 41,4 44,5 45,2 43,5 43,6 44,3 45,6 \n\nRaub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer §§ 249-252, 255, 316a StGB\n\n0\n\n1.000\n\n2.000\n\n3.000\n\n4.000\n\n5.000\n\n6.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 4.751 erfasste FälleSchlüsselzahl: 210000\n\n210000 Ermittelte Tatverdächtige \n\nJahr \n \n\nAnzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n unter \n 21 Jahre \n\nunter \nAlkoholeinfluss \n\nalleinhandelnd \n\nn % % % % % \n\n2024 2.777 90,7 55,3 43,8 10,0 35,6 \n\n2023 2.639 92,2 53,1 48,4 10,3 35,7 \n\n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 14 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nKörperverletzung insgesamt \n\n50.638 Fälle, + 2.384 Fälle, +4,9%, AQ: 79,3% \n \n\n \n \n\n Gefährliche und schwere Körperverletzung 13.847 Fälle +1.237 Fälle +9,8% \n\n Vorsätzliche einfache Körperverletzung 34.303 Fälle +984 Fälle +3,0% \n\n \nBei der gefährlichen und schweren Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen gab \nes einen Anstieg um 1.051 auf 6.538 Fälle (+19,2%). \n \n\n \nDie Anzahl aller Tatverdächtigen zur Körperverletzung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr \num 3,1%; die der tatverdächtigen Kinder um 8,5% (um 164 auf 2.100 TV), die der Jugendlichen \num 3,1% (um 86 auf 2.822 TV). Angaben zur Tatverdächtigenbelastungszahl nach Altersgrup-\npen zu den Rohheitsdelikten finden sich auf Seite 34. \n\n38.655 der insgesamt 55.542 Personen, welche Opfer einer Körperverletzung (einschließlich \nder mit Strafe bedrohten Versuche) wurden, erlitten dabei körperliche Verletzungen (69,6%). \nVon diesen wurden 1.150 Personen schwer und 15 tödlich verletzt. \n \n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 40.675 42.847 42.742 43.340 43.485 43.225 39.318 44.425 48.254 50.638 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 33.055 35.040 34.646 35.093 35.545 35.174 31.970 35.395 38.758 40.169 \n\nAQ % 81,3 81,8 81,1 81,0 81,7 81,4 81,3 79,7 80,3 79,3 \n\nKörperverletzung §§ 223-227, 229, 231 StGB\n\n0\n\n10.000\n\n20.000\n\n30.000\n\n40.000\n\n50.000\n\n60.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 43.895 erfasste FälleSchlüsselzahl: 220000\n\n220000 Ermittelte Tatverdächtige \n\nJahr Anzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n unter \n 21 Jahre \n\nunter \nAlkoholeinfluss \n\nalleinhandelnd \n\nn % % % % % \n\n2024 33.959 77,9 44,3 20,2 17,6 81,3 \n\n2023 32.951 77,8 42,9 19,8 18,3 82,0 \n\n \n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 15 - \n\nStraftaten gegen die persönliche Freiheit \n\n25.701 Fälle, +1.436 Fälle, +5,9%, AQ: 80,4% \n \n\n \n \nZugenommen hat insbesondere die Bedrohung, hier gab es einen Anstieg um 1.694 auf \n16.145 Fälle (+11,7%). Die Fallzahl bei Nachstellung (Stalking) gem. § 238 StGB lag mit \n2.099 erfassten Fällen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (+12 Fälle, +0,6%). Nötigun-\ngen haben sich um 324 auf 6.776 Fälle verringert (-4,6%), insbesondere die Nötigung im \nStraßenverkehr mit einem Rückgang um 334 auf 2.993 Fälle (-10,0%). Im Jahr zuvor hatten \nAktionen von Gruppen der Klimabewegung zu einer deutlichen Erhöhung der Fallzahlen ge-\nführt. \n \n\n \n886 der insgesamt 32.242 Personen, welche Opfer einer Straftat gegen die persönliche Frei-\nheit wurden, erlitten dabei körperliche Verletzungen (2,7%). Von diesen wurden zehn Perso-\nnen schwer verletzt. Tödlich verletzt wurde niemand. \n \n \n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 14.205 14.609 14.414 14.937 15.641 16.546 18.138 20.933 24.265 25.701 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 11.405 11.477 11.456 11.978 12.464 13.035 14.303 16.920 19.718 20.673 \n\nAQ % 80,3 78,6 79,5 80,2 79,7 78,8 78,9 80,8 81,3 80,4 \n\nStraftaten gegen die persönliche Freiheit gemäß §§ 232-233a, 234, 235, 236, 238-239b, 240, 241, 316c StGB\n\n0\n\n5.000\n\n10.000\n\n15.000\n\n20.000\n\n25.000\n\n30.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 17.939 erfasste FälleSchlüsselzahl: 230000\n\n \n230000 Ermittelte Tatverdächtige \n\nJahr Anzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n unter \n 21 Jahre \n\nunter \nAlkoholeinfluss \n\nalleinhandelnd \n\nn % % % % % \n\n2024 16.664 80,8 39,2 14,1 8,5 85,2 \n\n2023 16.135 81,0 37,1 13,3 9,0 84,2 \n\n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 16 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nKinderschutzdelikte \n\nDas gesamte Deliktsfeld ist stark vom Anzeigeverhalten abhängig und unterliegt somit immer \nwieder Schwankungen: \n \n\n Sexueller Missbrauch von Kindern 1.058 Fälle +147 Fälle +16,1% \n\n Misshandlung von Kindern 400 Fälle +60 Fälle +17,6% \n\n Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht 266 Fälle +17 Fälle +6,8% \n\n \n\nZur Deliktsgruppe des sexuellen Missbrauchs von Kindern gehören auch Fälle des Ein-\nwirkens auf Kinder ohne Körperkontakt mit dem Kind mit 264 erfassten Fällen (+9 Fälle, \n+3,5%). Eine besondere Rolle spielt hier das Phänomen des „Cybergroomings“ (gezieltes An-\nsprechen von Personen im Internet mit dem Ziel der Anbahnung sexueller Kontakte), bei dem \nauch der Austausch von Nacktbildern oder pornografischen Aufnahmen im Internet zwischen \nKindern und Jugendlichen erfolgt. Wie im Vorjahr waren rund ein Viertel der Tatverdächtigen \ndes Einwirkens auf Kinder ohne Körperkontakt mit dem Kind unter 18 Jahre alt. \n\n \n\n \n\n \n\n \n\nOpfer \n\ninsgesamt\n\ndarunter: Opfer \n\ninnerfamiliärer \n\nGewalt\n\nAnteil der Opfer \n\ninnerfamiliärer \n\nGewalt an allen \n\nOpfern\n\nn n n % %\n\nSexueller Missbrauch von Kindern 1.164 219 40 22,3 18,8\n\nMisshandlung von Kindern 540 485 65 15,5 89,8\n\nDelikt\n\nVeränderung gegenüber \n\ndem Vorjahr (Opfer \n\ninnerfamiliärer Gewalt)\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 17 - \n\nWiderstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende \nPersonen §§ 113 - 115 StGB \n\n Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und \ngleichstehende Personen \n\n2.991 Fälle +268 Fälle +9,8% \n\n Tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und \ngleichstehende Personen \n\n1.897 Fälle +292 Fälle +18,2% \n\n \n \n\n \nEinen Fallzahlenanstieg gab es auch beim Landfriedensbruch insgesamt (371 Fälle, +194 \nFälle, +109,6%), darunter beim besonders schweren Fall des Landfriedensbruchs um 137 \nFälle auf 218 Fälle. Diese Delikte stehen oft im Zusammenhang mit gewalttätig verlaufenden \nDemonstrationen/Versammlungen und auch Fußballspielen, bei denen aus der Gruppe her-\naus Gewalttaten gegen Polizeivollzugskräfte begangen werden. Die Anzahl der im Sinne des \nVersammlungsgesetzes durchgeführten Veranstaltungen erhöhte sich von 6.107 auf 6.230 \n(+2,0%). \n\nDie Entwicklung des Phänomens der Gewalt gegen Polizeivollzugskräfte, Feuerwehr- und \nsonstige Rettungskräfte lässt sich insbesondere an den Opferzahlen erkennen, also an der \nAnzahl von Angehörigen dieser Berufsgruppen, welche während der Ausübung ihres Dienstes \nOpfer eines Deliktes gegen die persönliche Freiheit und körperliche Unversehrtheit wurden \n(sog. „Opferdelikte“). Personen, die mehrfach Opfer werden, werden auch mehrfach gezählt. \n\nIm Jahr 2024 wurden 10.584 Polizeivollzugskräfte Opfer eines Opferdeliktes (+981 Opfer, \n+10,2%). \n \n\n \n\n621100 Ermittelte Tatverdächtige \n\nJahr Anzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n unter \n 21 Jahre \n\nunter \nAlkoholeinfluss \n\nalleinhandelnd \n\nn % % % % % \n\n2024 3.923 80,7 44,6 13,6 33,9 94,4 \n\n2023 3.364 80,9 40,0 13,9 38,2 94,4 \n\n \n\n7.060\n\n6.354\n\n6.811 6.959\n\n6.656\n\n7.505\n\n8.569\n\n8.726\n\n9.603\n\n10.584\n\n5.500\n\n6.000\n\n6.500\n\n7.000\n\n7.500\n\n8.000\n\n8.500\n\n9.000\n\n9.500\n\n10.000\n\n10.500\n\n11.000\n\n11.500\n\n2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nPolizeivollzugskräfte als Opfer von Gewalttaten\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 18 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nDie Anzahl der Polizeivollzugskräfte, welche Opfer eines Widerstandes, eines tätlichen An-\ngriffs oder einer Körperverletzung wurden, hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht, weniger \nwurden Opfer einer Bedrohung oder Nötigung. Sechs Polizeivollzugskräfte wurde Opfer eines \nversuchten Mordes, im Vorjahr gab es in diesem Zusammenhang kein versuchtes oder voll-\nendetes Tötungsdelikt. \n\nVon den insgesamt 10.584 geschädigten Polizeivollzugskräften wurden 1.826 körperlich ver-\nletzt (17,3%), neun von ihnen schwer (2023: 1.787 körperlich verletzt, darunter neun schwer). \n\nDie Anzahl der von Gewalt betroffenen Feuerwehr- und sonstigen Rettungskräfte verrin-\ngerte sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 50 auf 326 (-13,3%). 105 von ihnen wurden \nkörperlich verletzt, zwei von ihnen schwer (2023: 83 körperlich verletzt, darunter drei schwer). \n\n \n\n \n\n \n\n76\n\n95\n98 101\n\n149 155\n\n128\n\n154\n\n238\n\n185\n\n98\n\n123\n137 141\n\n122\n111 113\n\n153\n138 141\n\n0\n\n20\n\n40\n\n60\n\n80\n\n100\n\n120\n\n140\n\n160\n\n180\n\n200\n\n220\n\n240\n\n260\n\n2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nFeuerwehr- und sonstige Rettungskräfte als Opfer von Gewalttaten\n\nFeuerwehr sonst. Rettungskräfte\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 19 - \n\nDiebstahl insgesamt \n\n223.586 Fälle, - 2.807 Fälle, -1,2%, AQ: 21,4% \n \n\n \n \n\n Einfacher Diebstahl 118.230 Fälle -5.271 Fälle -4,3% \n\n Schwerer Diebstahl 105.356 Fälle +2.464 Fälle +2,4% \n\n \nRückgänge gab es u. a. bei: \n \n\n Ladendiebstahl 35.425 Fälle -3.724 Fälle -9,5% \n\n Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen 36.841 Fälle -2.153 Fälle -5,5% \n\n Fahrraddiebstahl 27.099 Fälle -1.655 Fälle -5,8% \n\n Taschendiebstahl 15.943 Fälle -871 Fälle -5,2% \n\n Diebstahl von Kraftwagen 7.574 Fälle -207 Fälle -2,7% \n\n \n\nEine deutliche Zunahme gab es beim Kellereinbruch, die Fallzahl erhöhte sich um 5.717 auf \n22.530 Fälle (+34,0%). Der Wohnungseinbruchsdiebstahl hat ebenfalls zugenommen, um \n206 auf 8.529 Fälle (+2,5%). \n\nAuf einzelne Bereiche des Diebstahls wird im Folgenden näher eingegangen: \n\n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 267.123 270.880 228.072 217.148 207.106 198.962 179.455 213.803 226.393 223.586 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 50.510 51.391 46.939 47.569 46.228 46.111 39.030 46.297 51.328 47.922 \n\nAQ % 18,9 19,0 20,6 21,9 22,3 23,2 21,7 21,7 22,7 21,4 \n\nDiebstahl -insgesamt\n\n0\n\n50.000\n\n100.000\n\n150.000\n\n200.000\n\n250.000\n\n300.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 223.253 erfasste FälleSchlüsselzahl: ****00\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 20 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nWohnraumeinbruchdiebstahl (Wohnungen und Einfamilienhäuser) \n\n8.529 Fälle, +206 Fälle, +2,5%, AQ: 10,0% \n \n\n \n \n46,0% der 8.529 Tathandlungen endeten im Versuchsstadium (2023: 45,9%). \n \n\n \n \n\n Einbrüche in Wohnungen 6.553 Fälle +161 Fälle +2,5 % \n\n Einbrüche in Villen/Einfamilienhäuser 1.976 Fälle +45 Fälle +2,3 % \n\n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 11.815 11.507 8.580 7.574 7.965 7.070 4.984 6.155 8.323 8.529 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 999 895 804 673 934 888 476 528 711 851 \n\nAQ % 8,5 7,8 9,4 8,9 11,7 12,6 9,6 8,6 8,5 10,0 \n\nWohnungseinbruchdiebstahl §§ 244 Abs. 1 Nr. 3 und Abs. 4, 244a StGB\n\n0\n\n2.000\n\n4.000\n\n6.000\n\n8.000\n\n10.000\n\n12.000\n\n14.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 8.250 erfasste FälleSchlüsselzahl: 435*00\n\n435*00 Ermittelte Tatverdächtige Schadenssumme \n\nJahr Anzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n nicht in D \n wohnhaft \n\n unter \n 21 Jahre \n\ninsgesamt \n \n\nDurchschnitt \nvollendeter Fall \n\nn % % % % € € \n\n2024 655 89,9 70,8 50,8 14,0 38.028.209 8.263 \n\n2023 587 89,8 64,4 44,5 16,7 31.810.034 7.069 \n\n \n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 21 - \n\nKellereinbruch \n\n22.530 Fälle, +5.717 Fälle, +34,0%, AQ: 3,2% \n \n\n \n \n\nEs handelt sich um die höchste Fallzahl im Zehnjahresvergleich. 2.718 der 22.530 Kellerein-\nbrüche betrafen den Diebstahl von Fahrrädern (-32 Fälle bzw. -1,2%). \n\n28,0% der 22.530 Tathandlungen endeten im Versuchsstadium (2023: 27,3%). \n\n \n\n \n \nBei 18,4% der Tatverdächtigen eines Kellereinbruchs handelte es sich um Konsumenten har-\nter Drogen (Straftaten insgesamt: 1,5%). \n \n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 19.844 17.241 14.303 15.933 16.392 18.863 16.348 11.255 16.813 22.530 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 393 540 497 774 564 590 497 292 553 715 \n\nAQ % 2,0 3,1 3,5 4,9 3,4 3,1 3,0 2,6 3,3 3,2 \n\nSchwerer Diebstahl -insgesamt in/aus Boden-, Kellerräumen, Waschküchen\n\n0\n\n5.000\n\n10.000\n\n15.000\n\n20.000\n\n25.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 16.952 erfasste FälleSchlüsselzahl: 440*00\n\n440*00 Ermittelte Tatverdächtige Schadenssumme \n\nJahr \n \n\nAnzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n nicht in D \n wohnhaft \n\n unter \n 21 Jahre \n\ninsgesamt \n \n\nDurchschnitt \nvollendeter Fall \n\nn % % % % € € \n\n2024 266 89,5 54,5 33,8 13,5 13.026.913 803 \n\n2023 227 87,2 46,7 22,5 16,3 10.787.389 883 \n\n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 22 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nDiebstahl an/aus Kraftfahrzeugen \n\n36.841 Fälle, -2.153 Fälle, -5,5%, AQ: 5,4% \n \n\n \n \n\nZum schweren Diebstahl an/aus Kfz wurden 20.261 Fälle erfasst (+1.175 Fälle, +6,2%). Hier \nhandelt es sich meist um Diebstähle aus Kfz (Einbruch in Kfz). Der einfache Diebstahl an/aus \nKfz (meist Diebstahl an Kfz) hat sich um 3.328 auf 16.580 Fälle verringert (-16,7%). \n\nGemäß verlaufsstatistischer Auswertungen beziehen sich knapp 8.000 Fälle des einfachen \nDiebstahls an/aus Kfz auf die Erlangung von Kfz-Kennzeichen. \n \n \n\n \n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 35.113 34.862 32.740 29.080 26.295 28.105 31.534 33.432 38.994 36.841 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 1.705 1.577 1.375 1.162 1.046 1.230 1.515 1.406 1.540 1.998 \n\nAQ % 4,9 4,5 4,2 4,0 4,0 4,4 4,8 4,2 3,9 5,4 \n\nDiebstahl -insgesamt an/aus Kraftfahrzeugen\n\n0\n\n5.000\n\n10.000\n\n15.000\n\n20.000\n\n25.000\n\n30.000\n\n35.000\n\n40.000\n\n45.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 32.700 erfasste FälleSchlüsselzahl: *50*00\n\n*50*00 Ermittelte Tatverdächtige Schadenssumme \n\nJahr \n \n\nAnzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n nicht in D \n wohnhaft \n\n unter \n 21 Jahre \n\ninsgesamt \n \n\nDurchschnitt \nvollendeter Fall \n\nn % % % % € € \n\n2024 1.215 95,3 70,5 45,5 20,3 38.025.016 1.220 \n\n2023 1.195 95,2 68,3 40,1 21,9 41.620.358 1.220 \n\n \n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 23 - \n\nDiebstahl von Kraftwagen \n\n7.574 Fälle, -207 Fälle, -2,7%, AQ: 14,2% \n \n\n \n \n\nDie Zahl der Diebstähle von Kraftwagen ist im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht zurückge-\ngangen, bewegt sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau (zweithöchster Wert der letzten \n10 Jahre). \n\nAufgrund der Anonymität, die eine Großstadt wie Berlin bietet, der hohen Konzentration hoch-\nwertiger Kraftfahrzeuge (Kfz), der geografischen Lage Berlins mit einer schnellen Anbindung \nan diverse Autobahnen, welche einen schnellen Transport in die vorwiegend osteuropäischen \nAbsatzmärkte ermöglichen, bleibt Berlin ein Brennpunkt für Kfz-Diebstähle. \n\nDie Tatgelegenheitsstruktur für Kfz-Diebstähle ist insbesondere für die im Bereich des schwe-\nren Diebstahls von Kfz meist professionell und in Banden organisierten Tätergruppierungen \nnach wie vor sehr gut. \n\n \n\n \n \nDiebstähle von Kraftwagen machten im Berichtsjahr lediglich 1,4% aller in der PKS erfassten \nStraftaten in Berlin aus, verursachten jedoch 15,8% des Gesamtschadens in der PKS. \n \n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 6.692 7.349 6.666 5.699 5.775 4.399 4.273 5.581 7.781 7.574 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 917 764 756 742 627 563 509 612 823 1.073 \n\nAQ % 13,7 10,4 11,3 13,0 10,9 12,8 11,9 11,0 10,6 14,2 \n\nDiebstahl -insgesamt von Kraftwagen einschl. unbefugter Ingebrauchnahme\n\n0\n\n1.000\n\n2.000\n\n3.000\n\n4.000\n\n5.000\n\n6.000\n\n7.000\n\n8.000\n\n9.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 6.179 erfasste FälleSchlüsselzahl: ***100\n\n***100 Ermittelte Tatverdächtige Schadenssumme \n\nJahr \n \n\nAnzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n nicht in D \n wohnhaft \n\n unter \n 21 Jahre \n\ninsgesamt \n \n\nDurchschnitt \nvollendeter Fall \n\nn % % % % € € \n\n2024 987 94,5 70,3 51,4 18,3 146.026.278 22.441 \n\n2023 750 94,0 66,9 46,1 21,2 162.768.051 24.502 \n\n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 24 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nBetrug (insgesamt) \n\n64.414 Fälle, -5.073 Fälle, -7,3%, AQ: 42,3% \n \n\n \n \nInsbesondere beim Betrug gibt es sehr viele Fälle, die vermutlich aus dem Ausland begangen \nwurden bzw. bei denen ein Deutschlandbezug nicht hinreichend zu konkretisieren war. Diese \nsind nicht Bestandteil der „herkömmlichen“ PKS, aber für das Jahr 2024 liegen erstmalig Daten \nder sogenannten „Auslands“- PKS vor (siehe Seite 7). In dieser wurden 30.810 Fälle zum \nBetrug erfasst. In den Vorjahren wurde mittels verlaufsstatistischer Daten auf die Größenord-\nnung der nicht in der „herkömmlichen“ PKS erfassten Fälle hingewiesen. \n\nDie obenstehende Darstellung zeigt die Entwicklung der Gesamtheit des Betrugs mit hiesigem \nWirkungseintritt unabhängig vom Handlungsort der tatverdächtigen Personen. \n\n \nDer Fallzahlenrückgang (PKS Berlin ohne Auslandstaten) beim Betrug ist insbesondere auf \nAbnahmen folgender Phänomene zurückzuführen: \n \n\n Waren- und Warenkreditbetrug 22.858 Fälle -4.566 Fälle -16,6% \n\n Betrug bzw. Computerbetrug mittels rechts-\nwidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel \n\n12.793 Fälle -2.321 Fälle -15,4% \n\n \n\nAnstiege gab es insbesondere bei: \n\n Sonstiger Computerbetrug 2.017 Fälle +1.361 Fälle +207,5% \n\n Anlagebetrug 957 Fälle +820 Fälle +598,5% \n\n \n\nerfasste \n\nFälle\nn 105.835 90.254 92.432 85.003 87.494 82.104 87.860 76.729 69.487 64.414 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 70.075 50.806 50.880 40.171 37.236 37.145 37.570 33.153 28.890 27.999 \n\nAQ % 66,2 56,3 55,0 47,3 42,6 45,2 42,8 43,2 41,6 42,3 \n\nErfasste \n\nFälle \n\nAusland\n\nn 30.810 \n\nBetrug §§ 263, 263a, 264, 264a, 265, 265a, 265b StGB (510000) Inland und Ausland\n\nJahr 2015 202320222021202020192018 202420172016\n\nSeit dem Jahr 2024 wird für Straftaten mit Handlungsort der \n\nTatverdächtigen im Ausland und einem hiesigen Wirkungseintritt eine \n\nPKS Ausland erstellt. In den Jahren zuvor ab 2018 konnten diese \n\nStraftaten mittels verlaufsstatistischer Daten ausgewertet werden. Da \n\ndiese nicht direkt mit der PKS Ausland vergleichbar sind, wurden für \n\ndie Jahre 2018 bis 2023 Näherungswerte zu den erfassten Fällen \n\nAusland ermittelt.\n\n-\n\n20.000\n\n40.000\n\n60.000\n\n80.000\n\n100.000\n\n120.000\n\nerfasste\nFälle\n\nNäherungswerte Fälle Ausland erfasste Fälle 510000 Ausland\n\nerfasste Fälle 510000 Inland 7-Jahres-Ø: 79.013 erfasste Fälle gesamt\n\nSchlüsselzahlen: 510000 Inland und Ausland\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 25 - \n\nDer Fallzahlenanstieg beim Anlagebetrug ist auf das Phänomen „Cybertradingbetrug“ zu-\nrückzuführen. Das ist eine Form des Anlagebetrugs, bei welcher die Geschädigten durch die \nTäter zu Zahlungen für vermeintliche Investitionen in Anlagemodelle bzw. Finanzprodukte im \nInternet verleitet werden. Seitens der Täter wird mittels Software/Internetplattformen eine an-\ngebliche Wertentwicklung des investierten Betrages vorgetäuscht, eine tatsächliche Geldan-\nlage erfolgt jedoch nicht. \n\nMitursächlich für den Fallzahlenanstieg beim sonstigen Computerbetrug ist die veränderte \nErfassung von Betrugsfällen im Zusammenhang mit „Corona-Hilfen“. Diese werden im Sinne \nder Staatsanwaltschaft Berlin nur noch als Computerbetrug erfasst, nicht wie bisher auch als \nSubventionsbetrug oder unter sonstigen weiteren Betrugsarten. Hier gab es Fallzahlenrück-\ngänge: \n \n\n Sonstige weitere Betrugsarten 8.997 Fälle -470 Fälle -5,0% \n\n Subventionsbetrug 816 Fälle -206 Fälle -20,2% \n\n \n \n\nUnter den 30.810 Betrugstaten in der „Auslands“- PKS befinden sich insbesondere: \n\n Waren- und Warenkreditbetrug 10.053 Fälle \n\n Betrug bzw. Computerbetrug mittels rechts-\nwidrig erlangter unbarer Zahlungsmittel \n\n6.513 Fälle \n\n Leistungskreditbetrug §§ 263, 263a StGB 5.123 Fälle \n\n \n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 26 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nWaren- und Warenkreditbetrug \n\n22.858 Fälle, -4.566 Fälle, -16,6%, AQ: 28,1% \n \n\n \n \n\nBeim Warenbetrug wird versprochen, eine Ware zu liefern, was jedoch nicht oder in minder-\nwertiger Qualität erfolgt. Hier gab es einen Anstieg um 125 auf 8.574 Fälle (+1,5%). \n\nFast zwei Drittel der Deliktsgruppe Waren- und Warenkreditbetrug entfallen auf den Bereich \ndes Warenkreditbetruges. Dieser zielt auf die betrügerische Erlangung von Waren ohne Be-\nzahlung. Hierzu zählen auch der Tankbetrug, mit einem deutlichen Rückgang um 2.273 auf \n6.730 Fälle (-25,2%) sowie das betrügerische Erlangen von Kraftfahrzeugen mit einem An-\nstieg um 90 auf 268 Fälle (+50,6%). \n\nBei den weiteren Arten des Warenkreditbetruges gab es eine Abnahme um 2.508 auf 7.286 \nFälle (-25,6%). \n \n\n \nIn der „Auslands“-PKS (siehe Seite 7) wurden 10.053 Fälle zum Waren- und Warenkreditbe-\ntrug erfasst. \n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 29.255 28.315 28.239 30.009 31.846 31.883 37.326 30.119 27.424 22.858 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 14.908 12.819 10.731 10.290 9.007 9.738 11.214 9.451 7.709 6.412 \n\nAQ % 51,0 45,3 38,0 34,3 28,3 30,5 30,0 31,4 28,1 28,1 \n\nWaren- und Warenkreditbetrug\n\n0\n\n5.000\n\n10.000\n\n15.000\n\n20.000\n\n25.000\n\n30.000\n\n35.000\n\n40.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 29.727 erfasste FälleSchlüsselzahl: 511000\n\n511000 Ermittelte Tatverdächtige Schadenssumme \n\nJahr \n \n\nAnzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n unter \n 21 Jahre \n\ninsgesamt \n \n\nDurchschnitt \nvollendeter Fall \n\nn % % % € € \n\n2024 4.409 70,0 38,3 12,5 26.900.205 1.256 \n\n2023 4.817 72,6 38,1 12,4 29.026.317 1.151 \n\n \n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 27 - \n\nTatmittel Internet und/oder IT-Geräte \n\n28.169 Fälle, -1.953 Fälle, -6,5%, AQ: 37,7% \n \nHier handelt es sich deliktsübergreifend um die Fälle, welche im Vorgangsbearbeitungssystem \nmanuell mit der Kennzeichnung „Tatmittel Internet und/oder IT-Geräte“ versehen wurden. \n \n\n \n \nGerade im Bereich der Taten, die mit dem Tatmittel Internet und/oder IT-Geräte begangen \nwerden, gibt es sehr viele Fälle, die vermutlich aus dem Ausland begangen wurden bzw. bei \ndenen ein Deutschlandbezug nicht hinreichend zu konkretisieren war. Diese sind nicht Be-\nstandteil der „herkömmlichen“ PKS, aber für das Jahr 2024 liegen erstmalig Daten der soge-\nnannten „Auslands-PKS“ vor (siehe Seite 7). In dieser wurden 32.400 Fälle mit dem Tatmittel \nInternet und/oder IT-Geräte erfasst. In den Vorjahren wurde mittels verlaufsstatistischer Daten \nauf die Größenordnung der nicht in der „herkömmlichen“ PKS erfassten Fälle hingewiesen. \n\nDie obenstehende Darstellung zeigt die Entwicklung der Gesamtheit der Internetkriminalität \nmit hiesigem Wirkungseintritt unabhängig vom Handlungsort der tatverdächtigen Personen. \n\n20.431 Fälle bzw. 72,5% aller Fälle mit dem Tatmittel Internet und/oder IT-Geräten sind dem \nBetrug zuzuordnen (2.319 Fälle bzw. 10,2 % weniger als im Vorjahr). In der „Auslands-PKS“ \nsind es 27.167 Betrugsfälle mit den Tatmittel Internet und/oder IT-Geräte (83.8% der Internet-\nkriminalität). \n\nDie weiteren Betrachtungen beschränken sich auf die Daten der „herkömmlichen“ PKS. \n\nDie folgenden Delikte werden zu einem besonders hohen Anteil unter Nutzung des Tatmittels \nInternets und/oder IT-Geräten begangen: \n\n \n\n \n\nerfasste \n\nFälle\nn 24.171 24.401 26.861 31.041 39.163 36.039 43.861 32.749 30.122 28.169 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 10.328 8.774 8.883 9.848 8.876 9.889 13.234 12.169 11.766 11.517 \n\nAQ % 42,7 36,0 33,1 31,7 22,7 27,4 30,2 37,2 39,1 37,7 \n\nErfasste \n\nFälle \n\nAusland\n\nn 32.400 \n\n202320222021202020192018 202420172016\n\nSeit dem Jahr 2024 wird für Straftaten mit Handlungsort der \n\nTatverdächtigen im Ausland und einem hiesigen Wirkungseintritt eine \n\nPKS Ausland erstellt. In den Jahren zuvor ab 2018 konnten diese \n\nStraftaten mittels verlaufsstatistischer Daten ausgewertet werden. Da \n\ndiese nicht direkt mit der PKS Ausland vergleichbar sind, wurden für \n\ndie Jahre 2018 bis 2023 Näherungswerte zu den erfassten Fällen \n\nAusland ermittelt.\n\nInternetkriminalität (Tatmittel Internet und/oder IT Geräte) Inland und Ausland\n\nJahr 2015\n\n-\n\n10.000\n\n20.000\n\n30.000\n\n40.000\n\n50.000\n\n60.000\n\n70.000\n\nerfasste\nFälle\n\nNäherungswerte Fälle Ausland erfasste Fälle Internetkriminalität Ausland\n\nerfasste Fälle Internetkriminalität Inland 7-Jahres-Ø: 53.092 erfasste Fälle gesamt\n\nSchlüsselzahlen: Internetkriminalität Inland und Ausland\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 28 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\n \n \n\n \n \n \nDie größte Verschiebung gegenüber dem Vorjahr gab es beim Warenkreditbetrug. Hier sank \nder Anteil um ca. sechs Prozentpunkte. \n\nAufgrund der Zunahme von Beleidigungen unter Nutzung des Internets wird dieses Delikt erst-\nmals dargestellt. \n\n \n \n \n\nDelikt insgesamt mit „Tatmittel \nInternet“ \n\nAnteil in % \n\n \n\n Weitere Arten des Warenkreditbetruges \n(Computerbetrug) \n\n6.424 Fälle 6.068 Fälle 94,5% \n\n Warenbetrug 8.574 Fälle 7.529 Fälle 87,8% \n\n Leistungskreditbetrug \n(Computerbetrug) \n\n1.017 Fälle 834 Fälle 82,0% \n\n Geldwäsche 2.747 Fälle 2.084 Fälle 75,9% \n\n Verbreitung pornografischer Inhalte \n(Erzeugnisse) \n\n2.041 Fälle 1.454 Fälle 71,2% \n\n \n\nWarenbetrug\n26,7%\n\nWarenkreditbetrug\n22,6%\n\nalle weiteren \nStraftaten\n\n24,4%\n\nLeistungs- u. \nLeistungskreditbetrug\n\n8,8%\n\nVerbreitung \npornografischer Inhalte \n\n(Erzeugnisse)\n\n5,2%\n\nGeldwäsche\n7,4%\n\nBeleidigung\n5,0%\n\nDeliktische Verteilung beim \"Tatmittel Internet\"\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 29 - \n\nVorsätzliche Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr \n\n763 Fälle, -67 Fälle, -8,1%, AQ: 22,4% \n \n\n \n \n\nBrandstiftungen können sich gegen unterschiedliche, im Strafgesetzbuch abschließend ge-\nnannte Objekte richten. Die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik ermöglicht keine Unter-\nscheidung nach den angegriffenen Objekten. Nach den Erfahrungen der Fachdienststelle des \nLandeskriminalamtes sind neben Gebäuden vor allem Kraftfahrzeuge von Brandstiftungen be-\ntroffen. Zur Anzahl der Brandstiftungen an Kfz wird eine Geschäftsstatistik geführt, die zwar \nnicht direkt mit den Daten der PKS in Bezug gesetzt werden kann, aber einen Anhaltspunkt \nzur Größenordnung der Brandstiftungen an Kfz bietet. Gemäß dieser Geschäftsstatistik wur-\nden im Jahr 2024 insgesamt 453 Brandstiftungen an Kfz mit 486 direkt angegriffenen Kfz re-\ngistriert. 25 dieser Fälle wurden der Politisch motivierten Kriminalität zugerechnet. Die Fallzah-\nlen der Kfz-Brandstiftungen haben gegenüber dem Vorjahr zugenommen. 2023 gab es 335 \nentsprechende Brandstiftungen (darunter 21 politisch motivierte) mit 359 direkt angegriffenen \nKfz. \n\nZu Branddelikten zählen auch die Sachbeschädigungen durch Feuer, welche mit 2.168 er-\nfassten Fällen auf dem Niveau des Vorjahres lag (+7 Fälle, +0,3%). \n\n \n\n \n\n \n\n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 586 751 602 591 800 727 771 800 830 763 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 144 206 153 152 233 190 170 221 167 171 \n\nAQ % 24,6 27,4 25,4 25,7 29,1 26,1 22,0 27,6 20,1 22,4 \n\n(Vorsätzliche) Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr §§ 306-306c, 306f Abs. 1 und 2 StGB\n\n0\n\n100\n\n200\n\n300\n\n400\n\n500\n\n600\n\n700\n\n800\n\n900\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 722 erfasste FälleSchlüsselzahl: 641000\n\n641000 Ermittelte Tatverdächtige \n\nJahr \n \n\nAnzahl männlich Nicht- \n deutsche \n\n unter \n 21 Jahre \n\nunter \nAlkoholeinfluss \n\nalleinhandelnd \n\nn % % % % % \n\n2024 164 87,8 33,5 28,7 6,7 65,9 \n\n2023 176 84,1 33,5 23,3 9,7 67,0 \n\n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 30 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nRauschgiftdelikte \n\n14.446 Fälle, -3.056 Fälle, -17,5%, AQ 83,9% \n \n\n \n \nSeit dem 1. April 2024 fällt Cannabis nicht mehr unter die Bestimmungen des Betäubungsmit-\ntelgesetzes und der Umgang mit Cannabis wurde teilweise legalisiert. Es kam zu deutlichen \nFallzahlenrückgängen: \n\n Allgemeine Verstöße gegen das BtMG 8.922 Fälle -3.754 Fälle -29,6% \n\n Unerlaubter Handel mit und Schmuggel \nvon Rauschgiften nach dem BtMG \n\n2.935 Fälle -690 Fälle -19,0% \n\n \nDen Umgang mit Cannabis regelt das neue Konsumcannabisgesetz (KCanG). Zu den Straf-\nvorschriften des § 34 KCanG wurden im Berichtsjahr 1.227 Fälle erfasst. Diese sind in der \nGesamtheit der Rauschgiftdelikte enthalten. 604 der 1.227 Fälle betreffen den unerlaubten \nHandel mit Cannabis. \n \n25,9% aller allgemeinen Verstöße gegen das BtMG und 45,1% aller Fälle des unerlaubten \nHandels mit und Schmuggels von Rauschgiften nach dem BtMG standen im Zusammenhang \nmit Kokain. \n\n Allgemeine Verstöße gegen d. BtMG mit Kokain 2.315 Fälle +319 Fälle +16,0% \n\n Unerlaubter Handel mit Kokain 1.309 Fälle +135 Fälle +11,5% \n\n \n \n\n \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 15.753 14.880 16.077 17.266 18.950 20.906 18.820 17.062 17.502 14.446 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 13.754 13.095 14.123 15.284 16.826 18.343 16.331 14.832 15.187 12.125 \n\nAQ % 87,3 88,0 87,8 88,5 88,8 87,7 86,8 86,9 86,8 83,9 \n\nRauschgiftdelikte (soweit nicht bereits mit anderer Schlüsselzahl erfasst)\n\n0\n\n5.000\n\n10.000\n\n15.000\n\n20.000\n\n25.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 17.166 erfasste FälleSchlüsselzahl: 730000\n\n730000 Ermittelte Tatverdächtige \n\nJahr \n \n\nAnzahl männlich Nichtdeutsche unter 21 Jahre \n\nn % % % \n\n2024 9.983 90,5 48,1 15,3 \n\n2023 12.760 90,5 46,9 16,5 \n\n \n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 31 - \n\nStraftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz/EU \n\n24.803 Fälle, +3.234 Fälle, +15,0%, AQ: 97,6% \n \n\n \n \nVerglichen mit den Vorjahren ist für das Berichtsjahr ein Rückgang der Anzahl von Asylsu-\nchenden zu verzeichnen. Für Berlin wurde ein Zugang von 10.620 Personen registriert. Das \nsind rund 36% weniger Personen als im Jahr 20231. Bei den Staatsangehörigkeiten mit den \nhöchsten Zuwanderungszahlen handelt es sich um Syrien, die Türkei, Vietnam, Afghanistan \nund Moldau. Den rückläufigen Zugangszahlen steht der für diesen Deliktsbereich zu verzeich-\nnende deutliche Fallzahlenanstieg entgegen. Dieser ist auf den Abbau eines Bearbeitungs-\nrückstands bei der zuständigen Dienststelle der Polizei Berlin zurückzuführen. \n \nDie weitaus meisten Fälle der Deliktsgruppe betreffen den unerlaubten Aufenthalt mit 23.428 \nFällen. Das sind 3.349 Fälle bzw. 16,7% mehr als im Vorjahr. \n \nDie im Zuge des Kriegsgeschehens in die Bundesrepublik Deutschland geflüchteten ukraini-\nschen Staatsangehörigen werden statistisch gesondert erfasst, da Ihnen grundsätzlich Schutz \nauch ohne Asylverfahren gewährt wird. Im Jahr 2024 kamen 10.408 ukrainische Staatsange-\nhörige als Geflüchtete nach Berlin1. \n \n\n \n \n\n \n \n1 Quelle: Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten \n\nJahr 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 \n\nerfasste \n\nFälle\nn 9.987 16.215 10.864 14.983 18.335 14.981 13.025 20.864 21.569 24.803 \n\naufgekl. \n\nFälle\nn 9.859 15.392 10.635 14.143 17.760 14.631 12.733 20.387 20.857 24.204 \n\nAQ % 98,7 94,9 97,9 94,4 96,9 97,7 97,8 97,7 96,7 97,6 \n\nStraftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das Freizügigkeitsgesetz/EU\n\n0\n\n5.000\n\n10.000\n\n15.000\n\n20.000\n\n25.000\n\n30.000\n\nerfasste\nFälle\n\nerfasste Fälle 10-Jahres-Ø: 16.563 erfasste FälleSchlüsselzahl: 725000\n\n725000 Ermittelte Tatverdächtige \n\nJahr \n \n\nAnzahl männlich Nichtdeutsche unter 21 Jahre \n\nn % % % \n\n2024 21.965 73,3 99,7 17,5 \n\n2023 18.482 76,5 99,5 16,6 \n\n \n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 32 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nStraftaten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) \n\nDa sich Straftaten im ÖPNV mit der PKS nicht abbilden lassen, werden dafür verlaufsstatisti-\nsche Daten der Polizei Berlin und der Bundespolizeidirektion Berlin, die für die Bereiche S-\nBahn und Regionalbahn zuständig ist, herangezogen. Betrachtet werden ausgewählte Delikte, \ndie für ein Abbild der Sicherheitslage im ÖPNV relevant sind. Da die Beförderungserschlei-\nchung im Wesentlichen das Kontrollverhalten der Verkehrsbetriebe reflektiert, findet dieses \nDelikt in der nachfolgend abgebildeten Übersicht keine Beachtung. \n \n\n \n \n \n\n \n \n\nStraftaten(-gruppen) 2023 2024\n\nn n n %\n\nKörperverletzung 5.550 5.409 -141 -2,5 \n\nNötigung, Freiheitsberaubung, Bedrohung 1.272 1.366 94 7,4 \n\nRaub 581 489 -92 -15,8 \n\nSexualdelikte 394 395 1 0,3 \n\nZwischensumme: Delikte\n\nmit Gewaltcharakter\n7.797 7.659 -138 -1,8 \n\nBeleidigung 1.913 2.018 105 5,5 \n\nSachbeschädigung 5.705 5.510 -195 -3,4 \n\nSonst. einf. Diebstahl 3.712 3.660 -52 -1,4 \n\nTaschendiebstahl 8.760 8.209 -551 -6,3 \n\nGesamt 27.887 27.056 -831 -3,0 \n\nQuellen: Polizei Berlin - Verlaufsstatistik DataWarehouse-(DWH-FI)-Recherche vom 21.01.2025\n\n Bundespolizeidirektion Berlin - Polizeiliche Eingangsstatistik (PES), Zulieferung vom 21.01.2025\n\nVeränderung\n\n+/-\n\n5.113 4.983 5.423 5.408 6.022 5.927 6.051 6.948 7.797 7.659\n\n35.901\n\n39.720\n\n27.707\n\n24.230\n25.660\n\n23.522 23.974\n26.017\n\n27.887 27.056\n\n0\n\n5.000\n\n10.000\n\n15.000\n\n20.000\n\n25.000\n\n30.000\n\n35.000\n\n40.000\n\n2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nAusgewählte Straftaten im ÖPNV - Langzeitvergleich\n\nDelikte mit Gewaltcharakter Gesamt\n\nQuellen: Polizei Berlin - Verlaufsstatistik Data Warehouse-(DWH-FI)-Recherchen vom Januar des jeweiligen Folgejahres, \nBundespolizeidirektion Berlin - Polizeiliche Eingangsstatistik (PES), Zulieferungen vom Januar des jeweiligen Folgejahres\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 33 - \n\n4. Tatverdächtige \n\nDie nachstehende Tabelle weist bestimmte Gruppen von Tatverdächtigen mit den absoluten \nZahlen, ihren Anteilen an allen Tatverdächtigen und den Veränderungen zum Vorjahr aus: \n\n \n\nIm Jahr 2024 wurden 26.026 Tatverdächtige unter 21 Jahren in der PKS erfasst. Das sind 179 \nPersonen bzw. 0,7% mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren an \nallen Tatverdächtigen verringerte sich von 18,4% auf 18,1%. Zugenommen hat die Anzahl der \nTatverdächtigen in nahezu allen Altersgruppen, besonders bei den Erwachsenen. Lediglich \ndie Anzahl der jugendlichen Tatverdächtigen hat sich verringert. Der Anteil der Altersgruppen \nan allen Tatverdächtigen hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. \n\nDer Anteil der Nichtdeutschen an allen Tatverdächtigen erhöhte sich von 48,7% auf 50,9%. \nBetrachtet man alle Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße, erhöhte sich der Anteil der \nNichtdeutschen an allen Tatverdächtigen von 43,2% auf 43,9%. Der Ausländeranteil an der \nBevölkerung Berlins hat sich von 20,7% im Vorjahr auf 21,9% erhöht (Quelle: Amt für Statistik \nBerlin-Brandenburg, jeweils Stand 31.12. des Vorjahres). Bei den Angaben zur Bevölkerungs-\nzahl wird ergänzend auf die folgenden Ausführungen zur Tatverdächtigenbelastungszahl ver-\nwiesen. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen mit unbekanntem Wohnsitz, ohne fes-\nten Wohnsitz oder außerhalb des Bundesgebietes an allen Tatverdächtigen stieg von 20,9% \nim Vorjahr auf nunmehr 23,4%. \n\nDer Einfluss der Bevölkerungsentwicklung wird durch die Berechnung der Tatverdächtigen-\nbelastungszahl (TVBZ) berücksichtigt, welche die Anzahl der Tatverdächtigen auf 100.000 \nEinwohnende abbildet. Kinder unter 8 Jahren werden in die Berechnung nicht einbezogen. \n\nSeit dem Jahr 2024 erfolgt die Berechnung der TVBZ – wie auf Bundesebene – auf Basis der \namtlichen Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamtes, die auf dem jeweils letzten \nZensus beruht. Stichtag ist der 31. Dezember des Vorjahres. Für die Berichte bis zum Jahr \n2023 wurde die Anzahl der melderechtlich registrierten Einwohnenden zum Stichtag 30. Juni \ndes Berichtsjahres für die Berechnung verwendet. \n\nEine weitere Änderung bei der Berechnung der TVBZ für die Tatverdächtigen zu Straftaten \ninsgesamt ergibt sich gemäß bundeseinheitlicher Regelung aus dem zu berücksichtigen \n„Wohnsitz zur Tatzeit“ (Berlin). Das bedeutet, dass die Tatverdächtigen, die ihren Wohnsitz \nzur Tatzeit außerhalb Berlins hatten, nicht mehr in die Berechnung dieser TVBZ einfließen. Bis \nzum Jahr 2023 wurden alle Tatverdächtigen, ohne Ausschlusskriterien berücksichtigt. \n\nFür den vorliegenden Bericht wurden die Daten ab dem Jahr 2015 auf Basis der genannten \nParameter neu berechnet, so dass die Angaben zur Entwicklung der TVBZ für diese Jahre \nveränderte Werte gegenüber den Darstellungen in den vorherigen Berichten zeigen. \n\nn % n % n %\n\ninsgesamt 140.620 100,0 143.534 100,0 2.914 2,1 \n\nmännlich 104.587 74,4 106.375 74,1 1.788 1,7 \n\nweiblich 36.033 25,6 37.159 25,9 1.126 3,1 \n\nKinder (unter 14 Jahre) 5.200 3,7 5.272 3,7 72 1,4 \n\nJugendliche (14 bis unter 18 Jahre) 11.043 7,9 10.681 7,4 -362 -3,3 \n\nHeranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) 9.604 6,8 10.073 7,0 469 4,9 \n\nErwachsene (ab 21 Jahre) 114.772 81,6 117.508 81,9 2.736 2,4 \n\nDeutsche 72.086 51,3 70.517 49,1 -1.569 -2,2 \n\nNichtdeutsche 68.534 48,7 73.017 50,9 4.483 6,5 \n\nZu- / Abnahme\nTatverdächtige\n\n2023 2024\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 34 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\n \n\nDie TVBZ ist sowohl insgesamt, als auch ohne Berücksichtigung der ausländerrechtlichen Ver-\nstöße gesunken. Gleiches trifft auch für die betrachteten Altersgruppen und in der Unterschei-\ndung nach Deutschen und Nichtdeutschen zu. \n\nDie folgende Grafik zeigt die Entwicklung der TVBZ zu den Rohheitsdelikten. Diese weist für \nalle betrachteten Altersgruppen mit Ausnahme der Jugendlichen leichte Zunahmen auf. Die \nTrennungslinie markiert den Wechsel der Bevölkerungszahl vom Zensus 2011 auf den Zensus \n2022, der grundsätzlich zu einer höheren TVBZ führt. \n\n \n\n2023 2024\n\nn n n %\n\ninsgesamt 3.045 2.958 -87 -2,9 \n\nKinder 2.408 2.369 -39 -1,6 \n\nJugendliche 7.096 6.591 -505 -7,1 \n\nHeranwachsende 6.616 6.127 -489 -7,4 \n\nErwachsene 2.804 2.736 -68 -2,4 \n\nTatverdächtigenbelastungszahl \nzu Straftaten insgesamt, PKS-Schlüssel: ------ \n\n(Wohnort der Tatverdächtigen zur Tatzeit: Berlin) \n\n(Tatverdächtige ab 8 Jahren x 100.000/Einw ohnerzahl \n\nab 8 Jahren)\n\nZu- / Abnahme\n\n2023 2024\n\nn n n %\n\nDeutsche 2.308 2.254 -54 -2,3 \n\nNichtdeutsche 5.580 5.216 -364 -6,5 \n\nTatverdächtigenbelastungszahl \nzu allen Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße, \n\nPKS-Schlüssel: 890000 \n\n(Wohnort der Tatverdächtigen zur Tatzeit: Berlin) \n\n(Tatverdächtige ab 8 Jahren x 100.000/Einw ohnerzahl \n\nab 8 Jahren)\n\nZu- / Abnahme\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 35 - \n\n5. Opfer \n\n \nAngaben bezüglich der Opfer werden in der Polizeilichen Kriminalstatistik bundeseinheitlich \nnur zu einem begrenzten Teil der Straftaten(-gruppen) erfasst. Es handelt sich im Kern um \nStraftaten gegen die persönliche Freiheit und körperliche Unversehrtheit, also Delikte mit Ge-\nwaltcharakter („PKS-Opferdelikte“). \n \n\n \n \n\n \n \nDie Anzahl der Opfer von Delikten mit Gewaltcharakter in Partnerschaften hat sich gegenüber \ndem Vorjahr um 0,8% verringert, in den Familien gab es dagegen eine Zunahme um 8,7%, \nwomit es sich erneut um den höchsten Wert im Zehnjahresvergleich handelt. \n \n\n \n\nn % n % n %\n\ninsgesamt 106.671 100,0 113.473 100,0 6.802 6,4 \n\nmännlich 67.055 62,9 70.722 62,3 3.667 5,5 \n\nweiblich 39.616 37,1 42.751 37,7 3.135 7,9 \n\nDeutsche 76.803 72,0 80.154 70,6 3.351 4,4 \n\nNichtdeutsche 29.868 28,0 33.319 29,4 3.451 11,6 \n\nnicht verletzt 56.289 52,8 57.605 50,8 1.316 2,3 \n\nleicht verletzt 42.070 39,4 44.061 38,8 1.991 4,7 \n\nschwer verletzt 1.235 1,2 1.381 1,2 146 11,8 \n\ntödlich verletzt 93 0,1 126 0,1 33 35,5 \n\nunbekannter Verletzungsgrad 6.984 6,5 10.300 9,1 3.316 47,5 \n\nOpfer\n2023 2024 Zu- / Abnahme\n\nVerletzungsgrad der Opfer insgesamt:\n\nn % n % n %\n\ninsgesamt 18.784 100,0 19.213 100,0 429 2,3 \n\nmännlich 5.649 30,1 5.573 29,0 -76 -1,3 \n\nweiblich 13.135 69,9 13.640 71,0 505 3,8 \n\nPartnerschaft 12.682 67,5 12.582 65,5 -100 -0,8 \n\nFamilie/sonstige Angehörige 6.102 32,5 6.631 34,5 529 8,7 \n\nOpfer von Delikten mit \n\nGewaltcharakter in \n\nPartnerschaft und Familie\n\n2023 2024 Zu- / Abnahme\n\nOpfer-Tatverdächtigen-Beziehung:\n\n14.654 14.655 14.605 \n\n15.665 15.645 \n16.327 \n\n15.630 \n\n17.263 \n\n18.784 19.213 \n\n10.222 10.022 9.993 \n10.573 10.728 \n\n11.373 \n10.693 \n\n11.732 \n12.682 12.582 \n\n4.432 4.633 4.612 \n5.092 4.917 4.954 4.937 \n\n5.531 \n6.102 \n\n6.631 \n\n -\n\n 2.000\n\n 4.000\n\n 6.000\n\n 8.000\n\n 10.000\n\n 12.000\n\n 14.000\n\n 16.000\n\n 18.000\n\n 20.000\n\n2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nAnzahl der Opfer in Partnerschaft und Familie\n\nPartnerschaft und Familie gesamt Partnerschaft Familie\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 36 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nBevölkerungsgefährdungszahl \n\nDie Gefährdung der Bevölkerung wird über die Bevölkerungsgefährdungszahl (BGZ) abgebil-\ndet. Sie bezieht die Zahl der erfassten Opfer auf 100.000 Einwohnende der entsprechenden \nBevölkerungsgruppe. \n\nSeit dem Jahr 2024 erfolgt die Berechnung der BGZ - wie auf Bundesebene - auf Basis der \namtlichen Bevölkerungsstatistik des Statistischen Bundesamtes, die auf dem jeweils letzten \nZensus beruht. Stichtag ist der 31. Dezember des Vorjahres. Für die Berichte bis zum Jahr \n2023 wurde die Anzahl der melderechtlich registrierten Einwohnenden zum Stichtag 30. Juni \ndes Berichtsjahres für die Berechnung verwendet. Für den vorliegenden Bericht wurden die \nDaten ab dem Jahr 2015 auf Basis der amtlichen Bevölkerungsstatistik neu berechnet, so dass \ndie Grafik zur Entwicklung der BGZ für diese Jahre leicht veränderte Werte gegenüber den \nDarstellungen in den vorherigen Berichten zeigt. Wie bei der Berechnung der Häufigkeitszahl \n(Seite 8) beziehen sich die BGZ ab dem Jahr 2023 auf die Bevölkerungszahlen nach dem \nErgebnis des Zensus 2022. Die Jahre davor beruhen auf den Bevölkerungsdaten nach dem \nZensus 2011. \n\nGemäß Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat sich die Bevölkerungszahl nach dem Zensus \n2022 für das Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um fast 30.000 auf 3.662.381 erhöht. Je \n100.000 Einwohnende wurden 3.098 Opfer registriert, 162 Opfer mehr pro 100.000 Einwoh-\nnende als im Vorjahr. \n\n \n\n \n \nDie BGZ hat für alle dargestellten Altersgruppen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenom-\nmen, besonders stark für die Opfer im Alter von 21 bis unter 60 Jahren. \nIn der folgenden Grafik markiert die Trennungslinie den Wechsel der Bevölkerungszahl vom \nZensus 2011 auf den Zensus 2022, der grundsätzlich zu einer höheren BGZ führt. \n \n\n \n\nn %\n\ninsgesamt 162 5,5 \n\nunter 21 Jahren 144 4,9 \n\n21 bis unter 60 Jahren 227 5,8 \n\n60 Jahre und älter 57 7,4 \n\n2.951 3.095 \n\n3.929 4.156 \n\n767 824 \n\nBevölkerungsgefährdungsszahl \n(Opfer x 100.000/Einw ohnerzahl)\n\n2023 2024\n\n2.936 3.098 \n\nZu- / Abnahme\n\nn n\n\n0\n\n500\n\n1.000\n\n1.500\n\n2.000\n\n2.500\n\n3.000\n\n3.500\n\n4.000\n\n4.500\n\n2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nBGZ zu Opferdelikten insgesamt\n\nalle Altersgruppen u. 21 21 bis u. 60 60 und älter\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 37 - \n\n6. Messerangriff \n\n \nIm Jahr 2024 wurden 3.412 Fälle zum Phänomenbereich Messerangriff und damit 70 Fälle \nbzw. 2,0% weniger erfasst als im Jahr 2023. Insgesamt betrachtet stellt dies aber noch immer \nden zweithöchsten Wert im Langzeitvergleich dar. \n \n\n \n\nVon den 3.412 Fällen wurden 1.765 Fälle bzw. 51,7% in der Öffentlichkeit begangen (Vorjahr: \n50,4%). \n\nBedrohungen haben mit 1.507 erfassten Fällen einen Anteil von 44,2% an allen Messerangrif-\nfen (Vorjahr: 42,9%). \n\nEs wurden 2.532 Tatverdächtige ermittelt, die an Taten beteiligt waren, bei denen ein Messer \neingesetzt wurde (Vorjahr: 2.575 TV). Davon waren 87,6% männlich (Vorjahr: 87,0%) und \n58,1% hatten eine nichtdeutsche Staatsangehörigkeit (Vorjahr: 53,5%). \n\nDie Tatverdächtigen nach Altersgruppen sind der folgenden Tabelle zu entnehmen: \n\n \n \n\nVon den 4.263 erfassten Opfern (Vorjahr: 4.239) waren 80,4 % männlich (Vorjahr: 79,0%) und \n44,7% hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit (Vorjahr: 41,8%). \n\n32,7% der Opfer von Messerangriffen hatten eine engere oder weitere Vorbeziehung zu der \ntatverdächtigen Person (Vorjahr: 38,9%). Eine Teilmenge davon sind die Opfer in Partner-\nschaft und Familie. Das trifft auf 13,5 % aller Opfer zu (Vorjahr: 15,4%). \n\nBeim Blick auf die Angaben zum Verletzungsgrad muss festgestellt werden, dass sowohl die \nAnzahl, als auch der prozentuale Anteil der schwer bzw. tödlich verletzten Opfer im Vergleich \nzum Vorjahr angestiegen ist. \n\n \n \n \n\nErfasste Fälle 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nStraftaten gegen das Leben, \n\nSexualdelikte und Rohheitsdelikte \n\nmit Tatmittel \"Messer\" bzw. alle \n\nOpferdelikte zum \n\nPhänomenbereich \"Messerangriff\" \n\n(ab 2020)\n\n2.604 2.625 2.737 2.795 2.675 2.593 2.777 3.317 3.482 3.412 \n\nErmittelte \n\nTV \n\ninsgesamt\n\nn\nAnteil in \n\n%\nn\n\nAnteil in \n\n%\nn\n\nAnteil in \n\n%\nn\n\nAnteil in \n\n%\nn\n\n2020 56 2,9 256 13,1 213 10,9 1.422 73,0 1.947 \n\n2021 87 4,1 243 11,4 224 10,5 1.578 74,0 2.132 \n\n2022 142 5,8 392 16,1 194 8,0 1.700 70,0 2.428 \n\n2023 142 5,5 369 14,3 205 8,0 1.859 72,2 2.575 \n\n2024 117 4,6 365 14,4 249 9,8 1.801 71,1 2.532 \n\nAnzahl der ermittelten Tatverdächtigen \n\nzum Phänomenbereich \"Messerangriff\" \n\nzu allen Opferdelikten nach deren \n\nAltersgruppe\n\nKinder Jugendliche Heranwachsende Erwachsene\n\nn in % n in %\n\nunbekannt 62 1,5 86 2,0\n\nnicht verletzt 2.821 66,5 2.846 66,8\n\nleicht verletzt 1.135 26,8 1.069 25,1\n\nschwer verletzt 207 4,9 243 5,7\n\ntödlich verletzt 14 0,3 19 0,4\n\nGesamtergebnis 4.239 4.263\n\nVerletzungsgrad\n2023 2024\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 38 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\n7. Schaden \n\n \nFür bestimmte, vollendete Straftaten (im Wesentlichen Raub-, Eigentums- und Vermögensde-\nlikte, sogenannte Schadensdelikte) findet für die PKS eine Schadenserfassung in Bezug auf \nden (Geld-) Wert des erlangten Gutes statt. \n \n\n \n \nBei einer deliktübergreifenden Betrachtung wird der durchschnittliche Schaden sehr durch eine \ngeringe Anzahl schadenintensiver Delikte, insbesondere aus dem Bereich der Wirtschaftskri-\nminalität (Betrug, Untreue, Insolvenzdelikte etc.) beeinflusst. \n\nEin besserer Überblick ergibt sich durch die Betrachtung des durchschnittlichen Schadens zu \neinzelnen Deliktsgruppen: \n\n \n\nSchlüssel Delikt Ø Schaden in € \n\nim Jahr 2023 im Jahr 2024 \n\n*26*** Ladendiebstahl 129 144 \n\n*50*00 Diebstahl an/aus Kfz 1.220 1.220 \n\n***300 Fahrraddiebstahl 1.146 1.262 \n\n*90*00 Taschendiebstahl* 428 1.340 \n\n***200 Kraddiebstahl 4.829 3.334 \n\n510000 Betrug 3.604 4.321 \n\n410*00 Büro-/Betriebseinbruch 4.546 5.049 \n\n435*00 Wohnraumeinbruch 7.069 8.263 \n\n***100 Kraftwagendiebstahl 24.502 22.441 \n\n521000 Untreue 78.508 105.484 \n\n893200 Insolvenzdelikte (Wirtschaftskriminalität) 292.868 175.419 \n\n \n* Der deutliche Anstieg beim durchschnittlichen Schaden des Taschendiebstahls ist auf einen \nFall zurückzuführen, bei dem als Schaden fälschlicherweise über 14 Millionen Euro erfasst \nwurden. Tatsächlich lag der Schaden nur bei 1.700 Euro. Berücksichtigt man den tatsächlichen \nSchadenswert, liegt der durchschnittliche Schaden lediglich bei 420 Euro. \n \n \n\nSchaden 2023 2024 Zu- / Abnahme\n\nSchadenssumme in Euro 1.007.962.554 924.332.782 -83.629.772 \n\nAnzahl der vollendeten Fälle mit \n\nSchadenserfassung\n281.125 272.928 -8.197 \n\ndurchschnittlicher Schaden je vollendetem Fall in \n\nEuro\n3.585 3.387 -198 \n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 39 - \n\n8. Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderung \n\n \nGemäß bundesweit abgestimmter Definition sind Zugewanderte Personen, die als Angehörige \neines Nicht-EU-Staates einzeln oder in Gruppen in das Bundesgebiet einreisen, um sich hier \nvorübergehend oder dauerhaft aufzuhalten. \n\nZugewanderte als Tatverdächtige \n\nIn der PKS wird bei der Erfassung von nichtdeutschen Tatverdächtigen neben der Staatsan-\ngehörigkeit auch der Aufenthaltsanlass erhoben. Für Personen, die der Gruppe der Zugewan-\nderten im Sinne der oben genannten Definition zuzurechnen sind, kann einer der folgenden \nAufenthaltsanlässe erfasst werden: \n\n Asylbewerber \n\n Schutzberechtigte (Flüchtlingsstatus, subsidiärer Schutz, nationale Abschiebungsverbote), \nAsylberechtigte, Kontingentflüchtlinge \n\n Duldung \n\n Unerlaubter Aufenthalt. \n \n\nMit der Eintragung einer der genannten Aufenthaltsanlässe ist keine Aussage möglich, seit \nwann die jeweilige Person diesen Status hat. Es kann sich demnach sowohl um kürzlich ein-\ngereiste Asylbewerbende handeln als auch um eine Person, die sich schon mehrere Jahre im \nStatus der „Duldung“ im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland aufhält. \n\nUnter den 125.648 Tatverdächtigen zu allen Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße \n(890000) befinden sich 7.963 Tatverdächtige, die einen der relevanten Aufenthaltsanlässe auf-\nweisen. Das entspricht einem Anteil von 6,3% an allen Tatverdächtigen (Vorjahr: 8.779 TV, \n6,9%). Betrachtet man den Anteil von tatverdächtigen Zugewanderten an allen nichtdeutschen \nTatverdächtigen, so beträgt dieser 14,4%. Im Vorjahr waren es 16,0%. \n\nDer folgenden Übersicht sind die nach Altersgruppen und Geschlecht gegliederten Tatver-\ndächtigen zu Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße, aufgeteilt nach deut-\nschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen sowie der Anteil der Zugewanderten an den Tat-\nverdächtigen insgesamt und den nichtdeutschen Tatverdächtigen zu entnehmen. \n\n \n\n \n\n \n\nTatverdächtige insgesamt 125.648 70.481 100,0 56,1 55.167 100,0 43,9 7.963 14,4 6,3\n\nmännlich 93.840 50.941 72,3 40,5 42.899 77,8 34,1 6.770 12,3 5,4\n\nweiblich 31.808 19.540 27,7 15,6 12.268 22,2 9,8 1.193 2,2 0,9\n\nKinder (bis unter 14) 5.234 3.433 4,9 2,7 1.801 3,3 1,4 205 0,4 0,2\n\nmännlich 3.623 2.364 3,4 1,9 1.259 2,3 1,0 142 0,3 0,1\n\nweiblich 1.611 1.069 1,5 0,9 542 1,0 0,4 63 0,1 0,1\n\nJugendliche (14 < 18) 9.568 6.146 8,7 4,9 3.422 6,2 2,7 577 1,0 0,5\n\nmännlich 6.745 4.240 6,0 3,4 2.505 4,5 2,0 486 0,9 0,4\n\nweiblich 2.823 1.906 2,7 1,5 917 1,7 0,7 91 0,2 0,1\n\nHeranwachsende (18 < 21) 7.953 4.545 6,4 3,6 3.408 6,2 2,7 699 1,3 0,6\n\nmännlich 6.038 3.366 4,8 2,7 2.672 4,8 2,1 606 1,1 0,5\n\nweiblich 1.915 1.179 1,7 0,9 736 1,3 0,6 93 0,2 0,1\n\nErwachsene (21 und älter) 102.893 56.357 80,0 44,9 46.536 84,4 37,0 6.482 11,7 5,2\n\nmännlich 77.434 40.971 58,1 32,6 36.463 66,1 29,0 5.536 10,0 4,4\n\nweiblich 25.459 15.386 21,8 12,2 10.073 18,3 8,0 946 1,7 0,8\n\nTatverdächtige (TV) nach Alter und Geschlecht zum PKS Schlüssel 890000 (ohne ausländerrechtliche Verstöße)\n\nAltersgruppe\nTV \n\ninsgesamt\n\ndeutsche Tatverdächtige nichtdeutsche Tatverdächtige\n\ninsgesamt \n\nAnteil an \n\ninsgesamt \n\nin %\n\n Anteil an TV \n\ninsgesamt \n\nin %\n\ninsgesamt\n\nAnteil an \n\ninsgesamt \n\nin %\n\n Anteil an TV \n\ninsgesamt \n\nin %\n\ndarunter Zugewanderte\n\ninsgesamt\n\nAnteil an ntdt. \n\nTV insgesamt \n\nin %\n\n Anteil an TV \n\ninsgesamt \n\nin %\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 40 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nStraftaten begangen von Zugewanderten \n\nIm Jahr 2024 wurden gemäß PKS 17.635 Straftaten ohne ausländerrechtliche Verstöße er-\nfasst, bei denen mindestens ein Tatverdächtiger bzw. eine Tatverdächtige einen der oben ge-\nnannten Aufenthaltsanlässe aufwies. \n\nDer folgenden tabellarischen Übersicht sind die Fallzahlen und deren Entwicklung im Jahres-\nvergleich zu ausgewählten Delikten zu entnehmen: \n\n \n \n\nDie Fallzahlenabnahme bei den Straftaten insgesamt (ohne ausländerrechtliche Delikte) ist \nvor allem auf den deutlichen Rückgang der Diebstahlsdelikte, hier vor allem den Ladendieb-\nstahl zurückzuführen. Trotz des leichten Fallzahlenrückgangs bei den Rohheitsdelikten, sind \nfür die dazu zählenden Deliktsbereiche Raub sowie gefährliche und schwere Körperverletzung \nsteigende Fallzahlen zu verzeichnen. Weiter rückläufig sind die Fallzahlen bei den Vermö-\ngens- und Fälschungsdelikten. Von den fünfzehn Fällen Mord und Totschlag waren sieben \nTaten vollendet. \n\nZu einem Teil der Straftaten werden in der PKS Angaben zu den Opfern erfasst. Im Kern \nhandelt es sich um Straftaten gegen die persönliche Freiheit und körperliche Unversehrtheit \n(„PKS-Opferdelikte“). Der nachfolgenden Übersicht können im Zehnjahresvergleich die Anzahl \nder Straftaten mit mindestens einer tatverdächtigen zugewanderten Person sowie der prozen-\ntuale Anteil von Fällen der „PKS-Opferdelikte“ entnommen werden. \n\n \n\nn %\n\nStraftaten insgesamt - ohne ausländerrechtliche Verstöße 19.704 17.635 -2.069 -10,5\n\nMord und Totschlag 5 15 10 -\n\nStraftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung 270 253 -17 -6,3\n\nRohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit 3.495 3.447 -48 -1,4\n\n darunter: Raub 328 380 52 15,9\n\n darunter: Körperverletzung 2.302 2.214 -88 -3,8\n\n darunter: vorsätzliche einfache Körperverletzung 1.472 1.356 -116 -7,9\n\n darunter: gefährliche und schwere Körperverletzung 769 804 35 4,6\n\nDiebstahl insgesamt 8.139 6.439 -1.700 -20,9\n\n darunter: Ladendiebstahl 6.058 4.025 -2.033 -33,6\n\n darunter: Taschendiebstahl 370 335 -35 -9,5\n\ndarunter: Diebstahl an/aus Kfz 261 512 251 96,2\n\ndarunter: Wohnungseinbruchdiebstahl 155 245 90 58,1\n\nVermögens- und Fälschungsdelikte 3.382 2.947 -435 -12,9\n\n darunter: Beförderungserschleichung 864 599 -265 -30,7\n\nRauschgiftdelikte insgesamt 1.946 1.773 -173 -8,9\n\n darunter: Allgemeine Verstöße gegen das BtMG 1.241 940 -301 -24,3\n\n darunter: Unerlaubter Handel mit und Schmuggel von BtM 600 547 -53 -8,8\n\ndarunter: Straftaten gem. § 34 KCanG (seit 1.4.2024) - 144 - -\n\nx= Bei einer Basiszahl unter 100 wird keine Steigerungsrate berechnet.\n\nStraftaten begangen von Zugewanderten gemäß PKS Berlin \n\n(zu ausgewählten Delikten)\n20242023\n\n+/- zum Vorjahr\n\n\n\nPolizei Berlin \n\n \n\n \n\n Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 - 41 - \n\n \n \n\nStraftaten in Flüchtlingsunterkünften \n\nIm Jahr 2024 sind in der PKS insgesamt 1.844 Straftaten (ohne ausländerrechtliche Verstöße) \nzu den Tatörtlichkeiten „Flüchtlingsunterkunft“ bzw. “Aufnahmeeinrichtung“ bekannt geworden \n(2023: 1.860 Fälle, -16 Fälle, -0,9%). Die Hälfte der Taten (54,2%) ist den Rohheitsdelikten \nzuzuordnen. Es handelt sich überwiegend um Körperverletzungen (78,1% aller Rohheitsde-\nlikte). \n\nIm Berichtsjahr wurden in Flüchtlingsunterkünften insgesamt 1.278 Personen Opfer von Straf-\ntaten. \n\n \n \n\n90,4% aller Opfer wurden nicht oder leicht verletzt (2023: 94,4%). Eine schwere Verletzung \nwiesen 1,9% der Opfer auf (2023: 1,1%). Bei 7,7% der Opfer war die Verletzung nicht bekannt; \nkein Opfer wurde tödlich verletzt. \n\nWährend die Anzahl der Straftaten in Flüchtlingsunterkünften im Vergleich zum Vorjahr na-\nhezu unverändert ist, nahm die Anzahl der dort zu verzeichnenden Opfer leicht zu. Zurückzu-\nführen ist dies im Wesentlichen auf einen Anstieg der Körperverletzungen (780 Fälle, +21 \nFälle, +2,8%). \n\nIn diesem Zusammenhang wird angemerkt, dass sich die Anzahl entsprechender Unterkünfte \nund damit einhergehend die Anzahl der belegten Plätze im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. \n\n13.714 17.180 14.209 18.439 18.713 19.724 16.887 18.754 19.704 17.635\n\n15,9\n\n20,9\n\n23,2 23,3 24,0\n\n20,5\n18,7 18,6\n\n20,4\n\n23,4\n\n0,0\n\n10,0\n\n20,0\n\n30,0\n\n40,0\n\n50,0\n\n0\n\n2.000\n\n4.000\n\n6.000\n\n8.000\n\n10.000\n\n12.000\n\n14.000\n\n16.000\n\n18.000\n\n20.000\n\n2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024\n\nFälle mit mindestens einer tatverdächtigen zugewanderten Person zu den \nStraftaten insgesamt-ohne ausländerrechtliche Verstöße (890000) \n\neinschließlich des Anteils der \"Opferdelikte\" in %\n\nStraftaten insgesamt (890000) Anteil der \"Opferdelikte\" an Straftaten insgesamt in %\n\nn % n % n %\n\ninsgesamt 1.235 100,0 1.278 100,0 43 3,5\n\nmännlich 817 66,2 807 63,1 -10 -1,2\n\nweiblich 418 33,8 471 36,9 53 12,7\n\nDeutsche 201 16,3 202 15,8 1 0,5\n\nNichtdeutsche 1.034 83,7 1.076 84,2 42 4,1\n\nOpfer in \n\nFlüchtlingsunterkünften\n\n2023 +/- zum Vorjahr2024\n\n\n\n Polizei Berlin \n\n \n\n \n\n- 42 - Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2024 \n\nZugewanderte als Opfer von Straftaten \n\nAb dem Berichtsjahr 2020 erfolgte die Auswertung von Zugewanderten als Opfer von Strafta-\nten adäquat zum Personenkreis tatverdächtiger Zugewanderter ausschließlich über relevante \nAufenthaltsanlässe. Im Ergebnis statistischer Analysen zur „Opferwerdung“ Geflüchteter hat \nsich die differenzierte Abbildung über die Aufenthaltsanlässe nicht bewährt, da von Unterer-\nfassungen auszugehen ist. \n\nNachstehend wird die Anzahl der Opfer mit den Staatsangehörigkeiten abgebildet, bei denen \nGeflüchtete einen hohen Anteil an der Gesamtbevölkerung der jeweiligen Staatsangehörigkeit \naufweisen. \n\n \n \n\nn %\n\nSyrien, Arabische Republik 2.415 2.936 521 21,6\n\nmännlich 1.804 2.183 379 21,0\n\nweiblich 611 753 142 23,2\n\nUkraine 1.511 1.996 485 32,1\n\nmännlich 671 943 272 40,5\n\nweiblich 840 1.053 213 25,4\n\nAfghanistan 1.292 1.670 378 29,3\n\nmännlich 943 1.210 267 28,3\n\nweiblich 349 460 111 31,8\n\ngesamt 5.218 6.602 1.384 26,5\n\nAnteil an allen Opfern 4,9 5,8 0,9 -\n\n*Staatsangehörigkeiten mit dem höchsten Anteil Geflüchteter an der jeweiligen Bevölkerung.\n\n+/- zum Vorjahr\n20242023Opfer nach Staatsangehörigkeit*\n\n\n\t1. Kernaussagen zur Kriminalität in Berlin 2024\n\t2. Allgemeine Entwicklungen (Fallzahlen, Häufigkeitszahl, Aufklärungsquote)\n\t3. Ausgewählte deliktische Entwicklungen\n\tMord und Totschlag\n\tStraftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung\n\tRaub insgesamt\n\tKörperverletzung insgesamt\n\tStraftaten gegen die persönliche Freiheit\n\tKinderschutzdelikte\n\tWiderstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 113 - 115 StGB\n\tDiebstahl insgesamt\n\tWohnraumeinbruchdiebstahl (Wohnungen und Einfamilienhäuser)\n\tKellereinbruch\n\tDiebstahl an/aus Kraftfahrzeugen\n\tDiebstahl von Kraftwagen\n\tBetrug (insgesamt)\n\tWaren- und Warenkreditbetrug\n\tTatmittel Internet und/oder IT-Geräte\n\tVorsätzliche Brandstiftung und Herbeiführen einer Brandgefahr\n\tRauschgiftdelikte\n\tStraftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz/EU\n\tStraftaten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)\n\n\t4. Tatverdächtige\n\t5. Opfer\n\t6. Messerangriff\n\t7. Schaden\n\t8. Kriminalität im Zusammenhang mit Zuwanderung\n\n" } ], "has_more": false, "next_page": null }