{ "object": "vector_store.file_content.page", "data": [ { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "2024\r\nAusgewählte Zahlen im Überblick\r\nPolizeiliche Kriminalstatistik" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "2 PKS 2024\r\nV1.0PKS 2024 3\r\nDie Innenministerinnen und Innenminister sowie die Innensenatorin und der Innensenator der \r\nLänder und des Bundes haben sich im März 2025 mit der Polizeilichen Kriminalstatistik 2024\r\nbefasst und den nachstehenden Bericht durch einstimmigen Beschluss zur Kenntnis genommen.\r\nDie Kriminalität in der Bundesrepublik Deutschland\r\n- Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2024 –\r\nInhaltsverzeichnis\r\n1 Allgemeine Hinweise 4\r\n2 Ziel, Inhalt, Aussagekraft und Besonderheiten 6\r\n3 Überblick 2024 10\r\n3.1 Straftaten 10\r\n3.2 Tatverdächtige 12\r\n3.3 Opfer 12\r\n4 Ausgewählte Aspekte der Kriminalitätsentwicklung 14\r\n4.1 Straftaten insgesamt 14\r\n4.2 Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße 15\r\n4.3 Auslandstaten mit Erfolgsort in Deutschland insgesamt (PKS-Ausland) 15\r\n4.4 Ausgewählte Straftaten/-gruppen 16\r\n5 Überblick Straftatenanteile 37\r\n6 Langfristige Entwicklung 39\r\n6.1 Kriminalität insgesamt 39\r\n6.2 Langfristige Entwicklung in ausgewählten Kriminalitätsbereichen 41\r\n6.3 Entwicklung der Aufklärungsquoten 44\r\n6.4 Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen 45\r\n7 Tatverdächtige 46\r\n7.1 Tatverdächtige bei „Straftaten insgesamt“ 46\r\n7.2 Tatverdächtige bei „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“ 48\r\n7.3 Tatverdächtigenbelastungszahl bei „Straftaten insgesamt“ 49\r\n7.4 Tatverdächtigenbelastungszahl bei „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche \r\nVerstöße“ 50\r\n7.5 Nichtdeutsche Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit 53\r\n8 Opfer 54\r\n8.1 Überblick Opfer 54\r\n8.2 Altersstruktur und Geschlecht der Opfer 55\r\n8.3 Nichtdeutsche Opfer nach Staatsangehörigkeit 56\r\n8.4 Vollstreckungsbeamtinnen und -beamte sowie Polizeivollzugsbeamtinnen und -\r\nbeamte (PVB) als Opfer 57\r\n9 Erläuterungen zu den Tabellen 59\r\n10 Glossar und Abkürzungsverzeichnis 60\r\n10.1 Glossar 60\r\n10.2 Abkürzungsverzeichnis 66\r\nImpressum 684 PKS 2024\r\nV1.0\r\n1\r\nAuf der Homepage des Bundeskriminalamtes (BKA) (www.bka.de) ist über den Pfad „Aktuelle \r\nInformationen/Statistiken und Lagebilder“ die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zu finden.\r\nZusätzlich stehen dort auch eine Vielzahl von Tabellen zu Fällen, Tatverdächtigen und Opfern \r\nsowie Zeitreihen zum Abruf bereit. \r\nGemäß Bundesgleichstellungsgesetz § 4 Abs. 3 soll in Rechts- und Verwaltungsschriften sowie im \r\ndienstlichen Schriftverkehr die Gleichstellung von Frauen und Männern sprachlich zum Ausdruck \r\ngebracht werden. Diese Vorgabe wird analog auch auf diese Publikation angewandt. Folgende \r\nGegebenheiten müssen jedoch berücksichtigt werden:\r\n• Geschlechtsspezifische Formulierungen können nur verwendet werden, wenn die Texte in der \r\nFormulierungshoheit der Autorin/des Autors liegen.\r\n• Katalogwerte sind definierte Begriffe und können in dieser Publikation nicht – abweichend von \r\nder getroffenen Festlegung – in geschlechtsspezifischen Schreibweisen verwendet werden \r\n(Katalogwerte werden in Anführungszeichen dargestellt).\r\n• Zitate aus anderen Vorschriften/Publikationen/Texten, die nicht geschlechtsspezifisch \r\nformuliert sind, können ebenfalls nicht geändert werden.\r\nBegriffe und Abkürzungen\r\nBei der tabellarischen Darstellung von Informationen zu Straftaten/-gruppen werden immer der \r\nStraftatenschlüssel und dessen Bedeutung (diese ggf. gekürzt) angegeben. Die Übersicht über alle \r\nfür das aktuelle Berichtsjahr gültigen Straftatenschlüssel inklusive der vollständigen Bezeichnung\r\nist im PKS-Straftatenkatalog enthalten, der auf der Homepage abrufbar ist.\r\nFür „Diebstahl ohne erschwerende Umstände (Schlüssel 3***00)“ sowie „Diebstahl unter \r\nerschwerenden Umständen (Schlüssel: 4***00)“ werden die Begriffe „einfacher Diebstahl“ und \r\n„schwerer Diebstahl“ verwendet.\r\nDer PKS-Straftatenkatalog enthält zudem eine Auflistung aller Summenschlüssel, mit denen in \r\neinigen Deliktsbereichen nach fachlich definierten Anforderungen mehrere Straftatenschlüssel zu \r\neiner Straftatengruppe zusammengefasst werden, z. B. „892000 Gewaltkriminalität“. Welche \r\neinzelnen Straftatenschlüssel den Summenschlüsseln jeweils zugeordnet sind, ist dem Dokument\r\n„Übersicht Summenschlüssel“ zu entnehmen, das ebenfalls auf der Homepage des BKA abrufbar ist.\r\nFachbegriffe und Abkürzungen werden im Kapitel „Glossar und Abkürzungsverzeichnis“ erläutert." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 5\r\nDatenvergleiche\r\nDie Tabellen der PKS werden auf Basis der Einzeldatensätze in den Landeskriminalämtern und dem \r\nBKA nach festgelegten Regeln erstellt. Systembedingt können die auf Bundesebene ermittelten \r\nWerte geringe Abweichungen zu den in den Ländern veröffentlichten Daten aufweisen.\r\nAufgrund von Auf- bzw. Abrundungen bei Prozentzahlen ergibt sich unter Umständen bei der \r\nAddition der jeweiligen Prozentzahlen ein Wert ungleich 100 Prozent.\r\nÄnderungen in Rechtsvorschriften, aber auch bei den Erfassungsmodalitäten führen oftmals zu \r\nEinschränkungen in der Vergleichbarkeit der Daten mit den Vorjahren. In Tabellen, in denen \r\nEntwicklungen dargestellt sind, werden die betroffenen PKS-Schlüssel entsprechend \r\ngekennzeichnet. Eine korrespondierende Kennzeichnung der übergeordneten Schlüssel bzw. der \r\nSummenschlüssel erfolgt in der Regel nicht.\r\nBetrachtungszeitraum der Kriminalitätsentwicklung\r\nDer Zeitraum für die Betrachtung der Kriminalitätsentwicklung ist auf 15 Jahre festgelegt. Im \r\nBericht zur PKS 2024 beginnen die Zeitreihen folglich mit dem Basisjahr 2010.6 PKS 2024\r\nV1.0\r\n2 Ziel, Inhalt, Aussagekraft und Besonderheiten\r\nZiel\r\nDie PKS dient\r\n• der Beobachtung der Kriminalität insgesamt und einzelner Deliktsarten, des Umfangs und der \r\nZusammensetzung des Tatverdächtigenkreises sowie der Veränderung von \r\nKriminalitätsquotienten sowie\r\n• der Erlangung von Erkenntnissen zur vorbeugenden und verfolgenden \r\nKriminalitätsbekämpfung, für organisatorische Planungen und Entscheidungen sowie für \r\nkriminologisch-soziologische Forschungen und kriminalpolitische Maßnahmen.\r\nInhalt\r\nDie PKS ist eine sogenannte Ausgangsstatistik. Das bedeutet, dass in ihr die der Polizei bekannt \r\ngewordenen und durch sie endbearbeiteten Straftaten, einschließlich der mit Strafe bedrohten \r\nVersuche und der vom Zoll bearbeiteten Rauschgiftdelikte1\r\n, abgebildet werden und eine statistische \r\nErfassung erst bei Abgabe an die Staatsanwaltschaft erfolgt.\r\nNicht enthalten sind Staatsschutzdelikte, Verkehrsdelikte (mit Ausnahme der Verstöße gegen \r\n§§ 315, 315b StGB und § 22a StVG), Ordnungswidrigkeiten und Verstöße gegen strafrechtliche \r\nLandesgesetze, mit Ausnahme der einschlägigen Vorschriften in den Landesdatenschutzgesetzen.\r\nStraftaten, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland begangen wurden oder deren Tatort in \r\nGänze unbekannt ist, deren Erfolgsort aber in der Bundesrepublik liegt, werden gesondert in der \r\n„PKS-Ausland“\r\n2 erfasst und sind in diesem Bericht entsprechend gekennzeichnet. Diese Straftaten \r\nsind nicht in den allgemeinen PKS-Daten (=PKS-Inland) enthalten und werden hier nicht \r\nmitgezählt oder hinzuaddiert.\r\nDelikte, die nicht zum Aufgabenbereich der Polizei gehören (z.B. Finanz- und Steuerdelikte) bzw. \r\nunmittelbar bei der Staatsanwaltschaft angezeigt und ausschließlich von ihr bearbeitet werden (z.B. \r\nAussagedelikte), sind ebenfalls nicht in der PKS enthalten.\r\nDie PKS enthält insbesondere Angaben über\r\n• Art und Anzahl der erfassten Straftaten,\r\n• Tatort und Tatzeit,\r\n• Opfer und Schäden,\r\n• Aufklärungsergebnisse,\r\n• Alter, Geschlecht, Staatsangehörigkeit und andere Merkmale der Tatverdächtigen.\r\nDie nachstehenden Aussagen beziehen sich, soweit nicht anders vermerkt, auf das Bundesgebiet \r\ninsgesamt.\r\n1\r\nIm Jahr 2017 wurde der Wirkbetrieb zur Erfassung der Rauschgiftdelikte durch den Zoll aufgenommen.\r\n2\r\nSeit 2020 werden Straftaten, die im Ausland (oder unbekanntem Tatort) begangen wurden und im Inland ihren Erfolgsort haben, in \r\neinem an die (Inlands-)PKS angelehnten System erfasst. Nach einer Pilot-/Erprobungsphase und Anpassungen liegen ab diesem \r\nBerichtsjahr valide Daten der PKS-Ausland vor.PKS 2024 7\r\nAussagekraft\r\nDie Aussagekraft der PKS ist insbesondere durch folgende Punkte begrenzt:\r\nDunkelfeld\r\nIn der PKS wird nur das sogenannte Hellfeld – also die der Polizei bekannt gewordene Kriminalität \r\n– erfasst. Aufgrund fehlender statistischer Daten kann das sogenannte Dunkelfeld – die der Polizei \r\nnicht bekannt gewordene Kriminalität – in der PKS nicht abgebildet werden. Änderungen im \r\nAnzeigeverhalten der Bevölkerung oder in der Verfolgungsintensität der Polizei können die Grenze \r\nzwischen dem Hell- und Dunkelfeld verschieben, ohne dass sich der Umfang der tatsächlichen \r\nKriminalität verändert hat. Sogenannte Viktimisierungssurveys – bei denen zufällig ausgewählte \r\nPersonen aus der Bevölkerung u. a. dazu befragt werden, ob sie innerhalb eines bestimmten \r\nZeitraums Opfer von Straftaten geworden sind – erlauben es, den Umfang des kriminalstatistischen \r\nDunkelfeldes abzuschätzen. Durch wiederholte Befragungen dieser Art kann festgestellt werden, ob \r\nsich die Relation von Hell- und Dunkelfeld verändert hat. Bislang wurden unter Beteiligung des \r\nBKA drei bundesweite Viktimisierungssurveys in den Jahren 2012, 2017 und 2020 durchgeführt. \r\nDabei stellt der Viktimisierungssurvey des Jahres 2020 den Auftakt zu der periodisch angelegten \r\nStudie „Sicherheit und Kriminalität in Deutschland (SKiD)“ dar, die das BKA in Zusammenarbeit \r\nmit den Polizeien der Länder durchführt. Die zentralen bundesweiten Ergebnisse des ersten Zyklus \r\nwurden im November 2022 im Rahmen einer Bundespressekonferenz vorgestellt und in einem \r\nausführlichen Bericht veröffentlicht3\r\n. Über die Erkenntnisse dieser ersten Befragungswelle hinaus \r\nwerden durch zukünftige Wiederholungen der Studie Veränderungen und langfristige \r\nEntwicklungen des Kriminalitätsaufkommens und Sicherheitsgefühls in der Gesellschaft \r\nidentifiziert werden können. Im Rahmen der zweiten Erhebungswelle von SKiD wurden von\r\nFebruar bis Juni 2024 erneut zufällig ausgewählte Personen in der Bevölkerung zu ihren \r\nErfahrungen mit Kriminalität befragt. \r\nErste Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst 2025 veröffentlicht.\r\nEinflussfaktoren\r\nFolgende Aspekte können die Entwicklung der Zahlen in der PKS beeinflussen:\r\n• Anzeigeverhalten (zum Beispiel unter Versicherungsaspekten),\r\n• polizeiliche Kontrollintensität,\r\n• Änderung der statistischen Erfassung,\r\n• Änderung des Strafrechts,\r\n• echte Kriminalitätsänderung.\r\nDie PKS bietet kein exaktes Spiegelbild der Kriminalitätswirklichkeit, sondern eine je nach \r\nDeliktsart mehr oder weniger genaue Annäherung an die Realität.\r\nErfassungs-/Bewertungskriterien\r\nDie Erfassung in der PKS erfolgt vorrangig anhand gesetzlicher Tatbestände und nur eng begrenzt\r\nauch unter kriminologischen Gesichtspunkten.\r\nDie Registrierung erfolgt bei Abgabe des Vorgangs an die Staatsanwaltschaft. Die Aktualität der PKS \r\nwird daher durch Straftaten mit langer Ermittlungsdauer gemindert.\r\n3 Birkel, Christoph et al. (2022): Sicherheit und Kriminalität in Deutschland – SKiD 2020. Bundesweite Kernbefunde des \r\nViktimisierungssurvey des Bundeskriminalamts und der Polizeien der Länder. Hg. v. Bundeskriminalamt. Wiesbaden. Online abrufbar \r\nunter URL: \r\nhttps://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/Publikationsreihen/Forschungsergebnisse/SKiD2020_Ergebnisse_V1.\r\n4.html?nn=135374.8 PKS 2024\r\nV1.0\r\nDie PKS beruht auf dem Erkenntnisstand bei Abschluss der polizeilichen Ermittlungen. Straftaten \r\nwerden zum Teil von der Polizei, insbesondere wegen des unterschiedlichen Ermittlungsstandes, \r\nanders bewertet als von der Staatsanwaltschaft oder den Gerichten. Deswegen und auch aufgrund \r\nunterschiedlicher Erfassungszeiträume und -grundsätze lässt sich die PKS mit den \r\nRechtspflegestatistiken der Justiz (z.B. Strafverfolgungsstatistik) nicht vergleichen.\r\nDie PKS differenziert zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen (TV). Kriterium ist \r\ndie Staatsangehörigkeit. Ein eventueller Migrationshintergrund wird nicht berücksichtigt, da \r\naufgrund der Freiwilligkeit einer entsprechenden Angabe eine durchgängige Erfassung nicht \r\ngewährleistet ist.\r\nBesonderheiten\r\nIn Kapitel 3 „Überblick 2024“ werden erstmals auch Daten der PKS-Ausland zu Straftaten insgesamt \r\nsowie zu Betrug und Cybercrime genannt.\r\nIn Kapitel 4 „Ausgewählte Aspekte der Kriminalitätsentwicklung“ werden bei Gewaltkriminalität \r\nzusätzlich die Anzahl und die Anteile der Messerangriffe aufgeführt, die Verteilung der Fälle nach\r\nTatörtlichkeiten bzw. Ereignissen dargestellt, Betrugs- und Diebstahlsphänomene differenzierter \r\nausgewiesen sowie detailliertere Informationen aus der PKS-Ausland präsentiert.\r\nIn Kapitel 7 „Tatverdächtige“ wird nun auch die Entwicklung der nichtdeutschen Tatverdächtigen\r\nins Verhältnis zur entsprechenden Bevölkerungsentwicklung gesetzt. Die Berechnungsgrundlage \r\nder Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ)4 hat sich in dem Zuge sowohl für die deutschen als auch \r\nnun für die nichtdeutschen Tatverdächtigen geändert und bezieht sich nun auf das Verhältnis der \r\nTatverdächtigen ab 8 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland zu 100.000 Einwohnerinnen und \r\nEinwohnern ab 8 Jahren. \r\nIn Kapitel 8 „Opfer“ ist zu beachten, dass durch die Ausweitung der Opfererfassung auf weitere \r\nDelikte5 die Daten zu den Opfern nur eingeschränkt mit denen der Vorjahre vergleichbar sind. \r\nZudem wird ab diesem Berichtsjahr der Verletzungsgrad bei Polizeivollzugsbeamtinnen und -\r\nbeatmen als Opfer (tödlich, schwer oder leicht verletzt) ergänzend genannt. \r\n4\r\nSiehe Details im Glossar.\r\n5 Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen § 201a StGB, Beleidigung\r\nauf sexueller Grundlage § 185 StGB, Üble Nachrede auf sexueller Grundlage § 186 StGB, Verleumdung auf sexueller Grundlage § 187 \r\nStGB.\r\nTeillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis seit dem 01.04.2024:\r\nDie Fall- und TV-Zahlen bei Straftaten insgesamt bzw. Straftaten insgesamt ohne \r\nausländerrechtliche Verstöße zum Berichtsjahr 2024 sind nicht mit denen des Vorjahres \r\nvergleichbar. Gleiches gilt für die Rauschgiftdelikte – für die Gewaltkriminalität trifft dies \r\nnicht zu. Durch die Gesetzesänderung hat sich die Strafbarkeit i.Z.m. dieser Droge für \r\nErwachsene reduziert. Dies gilt nicht für die TV-Zahlen zu Kindern und Jugendlichen. \r\nUnter der Annahme, dass sich die Fall- und TV-Zahlen insgesamt von 2023 auf 2024 im Fünf￾Jahres-Durchschnitt – und damit unabhängig von der Gesetzesänderung – entwickelt hätten, \r\nwären jeweils bei Straftaten insgesamt bzw. Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche \r\nVerstöße von 2023 auf 2024 kein leichter Rückgang, sondern ein leichter Anstieg zu \r\nverzeichnen gewesen.\r\nFazit: Der Rückgang der Fall- und TV-Zahlen insgesamt ist deutlich von der o.g. \r\nGesetzgebung beeinflusst.PKS 2024 9\r\nIm Bericht werden zudem folgende optische Hervorhebungen bei der Darstellung der Trends \r\ngenutzt, um die Entwicklungen auf den ersten Blick besser erfassen zu können. \r\nVeränderung in %: \r\n<= - 10,0 > -10,0 bis <= -5,0 > -5,0 bis < 5,0 >= 5,0 bis < 10,0 >= 10,0\r\n↓ ↘ → ↗ ↑10 PKS 2024\r\nV1.0\r\n3 Überblick 2024\r\n3.1 Straftaten\r\nStraftaten insgesamt\r\nIm Berichtsjahr 2024 wurden bundesweit insgesamt 5.837.445 Fälle registriert. Im Vergleich zum \r\nJahr 2023 bedeutet das einen Rückgang von -1,7 Prozent (2023: 5.940.667).\r\nDer Rückgang der Fallzahlen ist durch den deutlichen Fallzahlenrückgang bei den \r\nRauschgiftdelikten insbesondere aufgrund der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von \r\nCannabis und dessen Zubereitungen seit dem 01.04.2024 begründet. Die Vergleichbarkeit mit dem \r\nVorjahr ist damit nicht gegeben.\r\nIm Vergleich zum letzten Jahr ohne Corona-bedingte Einschränkungen (2019: 5.436.401 Fälle) ist\r\ndie Fallzahl 2024 um 7,4 Prozent höher.\r\nIm Jahr 2024 wurden insgesamt 3.385.919 (2023: 3.469.752 Fälle) aufgeklärt. Dies entspricht einer \r\nAufklärungsquote von 58,0 Prozent (2023: 58,4 Prozent).\r\nStraftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße \r\nBetrachtet man die „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“, so liegt der \r\nRückgang bei -1,6 Prozent. Für das Jahr 2024 wurden bundesweit insgesamt 5.550.106 Fälle \r\nregistriert, im Vorjahr lag die Zahl bei 5.641.758. Im Vergleich zu 2019 (5.270.782 Fälle) kam es zu \r\neinem Anstieg dieser Straftaten von 5,3 Prozent.\r\nWesentliche Straftaten/-gruppen\r\nNachfolgend werden ausgewählte Straftaten/-gruppen dargestellt, bei denen der Anstieg oder der \r\nRückgang mehr als 5,0 Prozent beträgt.\r\nAnstiege 2024 im Vergleich zu 2023 (mindestens +5,0 Prozent und mehr als 500 Fälle) waren u.a. \r\nzu verzeichnen bei:\r\n• Wirtschaftskriminalität (+ 57,6 Prozent, +22.433 Fälle)\r\n• Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) (+41,6 Prozent, +1.250 Fälle)\r\n• Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten (+9,2 Prozent, +1.984 \r\nFälle)\r\n• Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. \r\nmit Todesfolge (+9,3 Prozent, +1.134 Fälle)\r\n• Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung jugendpornographischer Inhalte (+8,5 Prozent, \r\n+750 Fälle)\r\n• Beleidigung (+5,8 Prozent, +13.718 Fälle)\r\n• Straftaten gegen die persönliche Freiheit (+5,3 Prozent, +15.111 Fälle), insbesondere bedingt \r\ndurch: \r\n• Bedrohung (+7,0 Prozent, +12.892 Fälle)\r\n• Nachstellung (Stalking) (+6,9 Prozent, +1.587 Fälle)\r\nRückgänge 2024 im Vergleich zu 2023 (mindestens -5,0 Prozent und mehr als 500 Fälle) waren u.a.\r\nzu verzeichnen bei:\r\n• Rauschgiftdelikte (-34,2 Prozent, -118.773 Fälle)\r\ndarunter:PKS 2024 11\r\n• Cannabis und Zubereitungen (-53,1 Prozent, -114.520 Fälle)6\r\n• Heroin (-14,8 Prozent, -1.496 Fälle).\r\n• Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte (-12,7 Prozent, -676 Fälle)\r\n• Waren- und Warenkreditbetrug (-10,7 Prozent, -28.065 Fälle), darunter:\r\n• § 263 a StGB (-18,8 Prozent, -5.775 Fälle)\r\n• Tankbetrug (-11,4 Prozent, -10.973 Fälle)\r\n• Unerlaubter Aufenthalt (-5,2 Prozent, -9.784 Fälle)\r\n• Verbreitung, Erwerb, Besitz und Herstellung kinderpornographischer Inhalte (-5,2 Prozent, \r\n-2.337 Fälle)\r\n• Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungshandlungen und Datenhehlerei \r\n(-5,1 Prozent, -551 Fälle)\r\nStraftatengruppen mit besonderen Entwicklungen\r\n2.1 – T01\r\nStraftat Anzahl Veränderung \r\n2024/2023\r\nAnzahl Veränderung \r\n2024/2019\r\n2024 2023 absolut in % 2019 absolut in %\r\nStraftatengruppen mit steigender Entwicklung 2024 ggü. 2023 / ab +5 %\r\nWirtschaftskriminalität 61.358 38.925 22.433 57,6 40.484 20.874 51,6\r\nNeue Psychoaktive Stoffe (NPS) 4.255 3.005 1.250 41,6 4.606 -351 -7,6\r\nComputerbetrug mittels rechtswidrig \r\nerlangter Daten von Zahlungskarten 23.601 21.617 1.984 9,2 9.489 14.112 148,7\r\nVergewaltigung, sexuelle Nötigung \r\nund sexueller Übergriff im besonders \r\nschweren Fall einschl. mit Todesfolge \r\n13.320 12.186 1.134 9,3 809 264 32,6\r\nVerbreitung, Erwerb, Besitz und \r\nHerstellung jugendpornographischer \r\nInhalte\r\n9.601 8.851 750 8,5 1.991 7.610 382,2\r\nBeleidigung 251.502 237.784 13.718 5,8 12.489 -1.419 -11,4\r\nStraftaten gegen die persönliche \r\nFreiheit 299.082 283.971 15.111 5,3 218.905 32.597 14,9\r\ndarunter:\r\nBedrohung 197.921 185.029 12.892 7,0 102.360 95.561 93,4\r\nNachstellung (Stalking) 24.743 23.156 1.587 6,9 18.905 5.838 30,9\r\nStraftatengruppen mit rückläufiger Entwicklung 2024 ggü. 2023 /ab -5 %\r\nRauschgiftkriminalität 228.104 346.877 -118.7973 -34,20 359.747 -131.643 -36,6\r\ndarunter\r\nCannabis und Zubereitungen 101.345 215.865 -114.520 -53,1 225.120 -123.775 -55,0\r\nHeroin 8.634 10.13\r\n0\r\n-1.496 -14,8 11.540 -2.906 -25,2\r\nWettbewerbs-, Korruptions- und \r\nAmtsdelikte 4.636 5.312 -676 -12,7 4.147 489 11,8\r\nWaren- und Warenkreditbetrug 233.987 262.052 -28.065 -10,7 290.707 -56.720 -19,5\r\ndarunter\r\nWeitere Arten des \r\nWarenkreditbetruges 24.883 30.658 -5.775 -18,8 40.941 -16.058 -39,2\r\nTankbetrug 85.465 96.435 -10.973 -11,4 70.498 14.964 21,2\r\nUnerlaubter Aufenthalt 177.275 187.059 -9.784 -5,2 108.067 69.208 64,0\r\nVerbreitung, Erwerb, Besitz und \r\nHerstellung kinderpornographischer \r\nInhalte\r\n42.854 45.191 -2.337 -5,2 12.262 30.592 249,5\r\nAusspähen, Abfangen von Daten \r\neinschl. Vorbereitungshandlungen \r\nund Datenhehlerei\r\n10.325 10.876 -551 -5,1 9.926 399 4,0\r\n6 Vgl. S. 8f. Rückgang aufgrund der Cannabis-Teillegalisierung." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "12 PKS 2024\r\nV1.0\r\nStraftaten der PKS-Inland im Vergleich zur PKS -Ausland\r\nSchlüssel Straftaten/\r\n-gruppen\r\nFallzahlen PKS-Inland Fallzahlen PKS-Ausland\r\n2024 2024\r\n*) ------\r\nStraftaten \r\ninsgesamt 5.837.445 642.210\r\n510000 Betrug 743.472 513.518\r\n897000 Cybercrime 131.391 201.877\r\n*) Inhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen \r\nZubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit der Inlandstaten mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. Auf die \r\nAuslandstaten hat das keinen Einfluss, weil Rauschgiftdelikte nicht Bestandteil der PKS-Ausland sind.\r\nFür das Berichtsjahr 2024 konnte in der PKS-Ausland bei Straftaten insgesamt in 92,9 Prozent der \r\nFälle der Tatortstaat nicht bestimmt werden. Bei den bekannten Staaten waren Spanien (4.608 \r\nFälle), Italien (3.551) und die USA (3.119) am häufigsten vertreten. \r\n3.2 Tatverdächtige \r\nBei „Straftaten insgesamt“ wurden im Jahr 2024 insgesamt 2.184.834 Tatverdächtige in der PKS \r\nerfasst. Damit ist die Anzahl gegenüber dem Vorjahr um -2,8 Prozent gesunken. 1.271.638\r\nTatverdächtige waren deutsche Staatsangehörige (-3,9 Prozent), 913.196 der Tatverdächtigen \r\nbesaßen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit (-1,1 Prozent). Unter den nichtdeutschen \r\nTatverdächtigen waren 383.844 Zuwanderinnen und Zuwanderer7\r\n(-4,6 Prozent).\r\nLegt man als Datenbasis „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“ zugrunde, so \r\nergibt sich bezüglich der Tatverdächtigen Folgendes: 1.967.731 Tatverdächtige wurden insgesamt \r\nregistriert (-2,5 Prozent), davon 1.270.858 deutsche (-3,9 Prozent) und 696.873 nichtdeutsche \r\nTatverdächtige (+0.3 Prozent).Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen waren 172.203\r\nZuwanderinnen und Zuwanderer (-3,6 Prozent). Der Anteil der tatverdächtigen Zuwanderinnen \r\nund Zuwanderer, die wegen „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“ erfasst \r\nwurden, an allen tatverdächtigen Zuwanderinnen und Zuwanderern lag im Berichtsjahr bei 44,9\r\nProzent (2023: 44,4 Prozent).\r\nDer Rückgang der Tatverdächtigenzahlen ist – wie auch bei den Fallzahlen – im Zusammenhang \r\nmit der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen Zubereitungen ab dem \r\n01.04.2024 zu sehen. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist damit nicht gegeben. \r\n3.3 Opfer\r\nAngaben zum Opfer werden grundsätzlich bei strafbaren Handlungen gegen höchstpersönliche \r\nRechtsgüter (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle Selbstbestimmung) erfasst, \r\nsofern diese im auf der Homepage des BKA abrufbaren PKS-Straftatenkatalog mit einem „O“ \r\ngekennzeichnet sind. Zum 01.01.2024 wurden die Delikte, zu denen Opferdaten in der PKS erfasst \r\nwerden, ausgeweitet, so dass die Zahlen des aktuellen Berichtsjahres nicht mit den Vorjahren \r\nvergleichbar sind.8 Als Opfer werden nur die Personen erfasst, gegen die sich diese versuchte bzw. \r\nvollendete Tathandlung gerichtet hat. \r\nIm Gegensatz zu Tatverdächtigen, bei denen eine „echte“ Tatverdächtigenzählung im Berichtsjahr \r\nerfolgt, wird bei Opfern die Häufigkeit des „Opferwerdens“ gezählt (wird eine Person mehrfach \r\nOpfer, so wird sie auch mehrfach als Opfer gezählt).\r\n7\r\nTatverdächtige Zuwanderinnen und Zuwanderer werden in der PKS mit Aufenthaltsanlass „Asylbewerber“, „Schutz- und \r\nAsylberechtigte, Kontingentflüchtlinge“ „Duldung“ oder „unerlaubter Aufenthalt“ registriert.\r\n8\r\nSiehe Kapitel 2 und 8.1." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 13\r\nIm Berichtsjahr 2024 wurden 1.327.417 Opfer in der PKS gezählt (+6,3 Prozent), davon 776.881\r\nmännliche (58,5 Prozent, 2023: 58,9 Prozent) und 550.536 weibliche Opfer (41,5 Prozent, 2023: 41,1 \r\nProzent). 985.206 Opfer waren deutsche Staatsangehörige (74,2 Prozent; 2023: 75,2 Prozent), 342.211\r\nbesaßen keine deutsche Staatsangehörigkeit (25,8 Prozent; 2023: 24,8 Prozent). Unter den Opfern \r\nmit ausländischer Staatsangehörigkeit waren 70.051 Zuwanderinnen und Zuwanderer9\r\n(20,5\r\nProzent der nichtdeutschen Opfer, 2023: 21,5 Prozent).\r\n9 Die Ausführungen in Fn. 4 gelten analog für Opfer.14 PKS 2024\r\nV1.0\r\n4 Ausgewählte Aspekte der Kriminalitätsentwicklung\r\n4.1 Straftaten insgesamt\r\n4.1 – T01\r\nSchlüssel Fälle Trend \r\n2024\r\nAnzahl Veränderung\r\nAnteil an allen \r\nerfassten Fällen in \r\nProzent\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n*) -----\r\n-\r\nerfasste Fälle → 5.837.445 5.940.667 -103.222 -1,7 100,0 100,0\r\naufgeklärte Fälle → 3.385.919 3.469.752 -83.833 -2,4\r\nTatverdächtige (TV) Trend \r\n2024\r\nAnzahl Veränderung Anteil an TV insg. in \r\nProzent\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\nTatverdächtige (TV) → 2.184.834 2.246.767 -61.933 -2,8 100,0 100,0\r\ndeutsche TV → 1.271.638 1.323.498 -51.860 -3,9 58,2 58,9\r\nnichtdeutsche TV → 913.196 923.269 -10.073 -1,1 41,8 41,1\r\ndarunter \r\nZuwanderinnen/Zuwa\r\nnderer\r\n→ 383.844 402.514 -18.670 -4,6 17,6 17,9\r\nKriminalitätsquotienten Trend \r\n2024 2024 2023\r\nAufklärungsquote 58,0 58,4\r\nHäufigkeitszahl **) → 6.995 7.147 -152 -2,1\r\n*)\r\n**)\r\nInhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen \r\nZubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. \r\nBevölkerungszahl auf Basis Zensus 2022\r\nWesentlich für den Rückgang der Fall- und Tatverdächtigenzahlen ist die Teillegalisierung des \r\nBesitzes und Anbaus von Cannabis und dessen Zubereitungen ab dem 01.04.2024.\r\nIm Jahr 2024 wurde in 4.685 Fällen mit einer Schusswaffe gedroht (+6,0 Prozent, 2023: 4.419 Fälle) \r\nund in 4.775 Fällen mit einer Schusswaffe geschossen (+1,9 Prozent, 2023: 4.687 Fälle). Der Anteil \r\ndieser Fälle an allen erfassten Fällen betrug wie auch im Vorjahr jeweils weniger als 0,1 Prozent." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 15\r\n4.2 Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße\r\n4.2 – T01\r\nSchlüssel Fälle Trend \r\n2024\r\nAnzahl Veränderung Anteil an erf. Fälle \r\nin Prozent\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n*) 890000 erfasste Fälle → 5.550.106 5.641.758 -91.652 -1,6 100,0 100,0\r\naufgeklärte Fälle → 3.103.762 3.175.282 -71.520 -2,3\r\nTatverdächtige (TV) Trend \r\n2024\r\nAnzahl Veränderung Anteil an TV insg. \r\nin Prozent\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\nTatverdächtige (TV) → 1.967.731 2.017.552 -49.821 -2,5 100,0 100,0\r\ndeutsche TV → 1.270.858 1.322.571 -51.713 -3,9 64,6 65,6\r\nnichtdeutsche TV → 696.873 694.981 1.892 0,3 35,4 34,4\r\ndavon \r\nZuwanderinnen/Zuwa\r\nnderer\r\n→ 172.203 178.581 -6.378 -3,6 8,8 8,9\r\nKriminalitätsquotienten Trend \r\n2024 2024 2023\r\nAufklärungsquote 55,9 56,3\r\nHäufigkeitszahl **) → 6.650 6.788 -183 -2,0\r\n*)\r\n**)\r\nInhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen \r\nZubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. \r\nBevölkerungszahl auf Basis Zensus 2022\r\nAuch hier gilt: Wesentlich für den Rückgang der Fall- und Tatverdächtigenzahlen ist die \r\nTeillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen Zubereitungen ab dem \r\n01.04.2024.\r\n4.3 Auslandstaten mit Erfolgsort in Deutschland insgesamt (PKS-Ausland)\r\n4.3 – T01\r\nSchlüssel Fälle Anzahl\r\n2024\r\n------ erfasste Fälle 642.210\r\naufgeklärte Fälle 34.778\r\nTatverdächtige (TV) Anzahl\r\n2024\r\nTatverdächtige (TV) 31.407\r\nKriminalitätsquotienten 2024\r\nAufklärungsquote 5,4\r\nIm Berichtsjahr 2024 wurden 642.210 Fälle erfasst, bei denen die tatverdächtige Person aus dem \r\nAusland heraus oder von einem nicht ermittelbaren Ort die Tat begangen hat und bei der der \r\nErfolgsort in Deutschland war. Diese Zahlen sind nicht in den allgemeinen PKS-Zahlen (=PKS￾Inland) enthalten. Von Fällen der PKS-Ausland konnten 5,4 Prozent aufgeklärt und 31.407 \r\nTatverdächtige ermittelt werden. Von diesen waren 47,5 Prozent deutsche Staatsangehörige \r\n(14.913). " }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "16 PKS 2024\r\nV1.0\r\n4.4 Ausgewählte Straftaten/-gruppen\r\nDie nachfolgenden Informationen stellen lediglich einen Ausschnitt aus der PKS dar. Eine \r\nvollständige Übersicht über die Fallentwicklung in allen Straftaten/-gruppen ist auf der BKA￾Homepage abrufbar.\r\n4.4 – T01a\r\nSchlüssel Gewaltkriminalität10 Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n892000 Gewaltkriminalität → 217.277 214.099 3.178 1,5 77,2 76,5\r\nAufgeklärte Fälle → 167.639 163.845 3.794 2,3\r\nTatverdächtige → 197.347 190.605 6.742 3,5\r\ndeutsche TV → 112.335 111.517 818 0,7\r\nnichtdeutsche TV ↗ 85.012 79.088 5.924 7,5\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↗ 27.095 25.732 1.363 5,3\r\ndarunter:\r\n892500 Mord, Totschlag und Tötung auf \r\nVerlangen → 2.303 2.282 21 0,9 94,1 93,9\r\nAufgeklärte Fälle → 2.166 2.143 23 1,1\r\nTatverdächtige → 2.881 2.789 92 3,3\r\ndeutsche TV → 1.596 1.568 28 1,8\r\nnichtdeutsche TV ↗ 1.285 1.221 64 5,2\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 442 395 47 11,9\r\n111000\r\nVergewaltigung, sexuelle Nötigung und \r\nsexueller Übergriff im besonders \r\nschweren Fall einschl. mit Todesfolge\r\n↗ 13.320 12.186 1.134 9,3 84,4 83,4\r\nAufgeklärte Fälle ↑ 11.244 10.160 1.084 10,7\r\nTatverdächtige ↑ 11.329 10.295 1.034 10,0\r\ndeutsche TV ↗ 6.892 6.461 431 6,7\r\nnichtdeutsche TV ↑ 4.437 3.834 603 15,7\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 1.316 1.193 123 10,3\r\n210000 Raubdelikte → 43.194 44.857 -1.663 -3,7 60,8 60,1\r\nAufgeklärte Fälle → 26.275 26.974 -699 -2,6\r\nTatverdächtige → 32.676 32.337 339 1,0\r\ndeutsche TV → 16.770 17.324 -554 -3,2\r\nnichtdeutsche TV ↗ 15.906 15.013 893 5,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 5.728 5.544 184 3,3\r\n222000 gefährliche und schwere \r\nKörperverletzung → 158.177 154.541 3.636 2,4 80,7 80,5\r\nAufgeklärte Fälle → 127.725 124.375 3.350 2,7\r\nTatverdächtige → 158.432 153.475 4.957 3,2\r\ndeutsche TV → 90.835 90.250 585 0,6\r\nnichtdeutsche TV ↗ 67.597 63.225 4.372 6,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↗ 21.455 20.375 1.080 5,3\r\n10 Der PKS-Summenschlüssel \"892000 Gewaltkriminalität\" umfasst die folgenden Straftatenschlüssel:\r\n010000 Mord\r\n020000 Totschlag und Tötung auf Verlangen\r\n111000 Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge\r\n210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer\r\n221000 Körperverletzung mit Todesfolge\r\n222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien\r\n233000 Erpresserischer Menschenraub\r\n234000 Geiselnahme\r\n235000 Angriff auf den Luft- und Seeverkehr" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 17\r\nDie Gewaltkriminalität stieg im aktuellen Berichtsjahr um 1,5 Prozent auf 217.277 Fälle an (2023: \r\n214.099 Fälle). Die darin enthaltenen Delikte Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen stiegen im \r\nVergleich zum Vorjahr insgesamt um 0,9 Prozent auf 2.303 Fälle (2023: 2.282 Fälle) und\r\nVergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit \r\nTodesfolge um 9,3 Prozent auf 13.320 Fälle (2023: 12.186 Fälle) an. Die gefährliche und schwere \r\nKörperverletzung nahm um 2,4 Prozent zu und lag im Berichtjahr bei 158.177 Fällen (2023: 154.541\r\nFälle). Raubdelikte hingegen gingen im Vergleich zum Vorjahr um -3,7 Prozent auf 43.194 Fälle \r\nzurück (2023: 44.857 Fälle).\r\nIm Vergleich zum Berichtsjahr 2019 nahm die Gewaltkriminalität im aktuellen Berichtsjahr um \r\n20,0 Prozent (2019: 181.054 Fälle) zu. Die darin enthaltenen Delikte Mord, Totschlag, Tötung auf \r\nVerlangen nahmen um -0,5 Prozent (2019: 2.315 Fälle) ab, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und \r\nsexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge stieg um 41,3 Prozent (2019: \r\n9.426 Fälle) an, Raubdelikte um 19,8 Prozent (2019: 36.052 Fälle) und die gefährliche und schwere \r\nKörperverletzung um 18,9 Prozent (2019: 133.084 Fälle).\r\nSteigerungen sind im Bereich der Gewaltkriminalität insbesondere bei nichtdeutschen \r\nTatverdächtigen (+7,5 Prozent, 2024: 85.012) sowie bei Kindern (+11,3 Prozent, 2024: 13.755 \r\ntatverdächtige Kinder) und Jugendlichen (+3,8 Prozent, 2024: 31.383 tatverdächtige Jugendliche) zu \r\nbeobachten. Hier ist erstens zu bedenken, dass die nichtdeutsche Bevölkerung insgesamt auch im \r\nVerlauf des Jahres 2024 angewachsen ist und eine Zunahme der Zahl nichtdeutscher \r\nTatverdächtiger somit zu erwarten war. Das gilt auch, da viele Zuwandernde, insbesondere \r\nGeflüchtete, mutmaßlich besonders von Risikofaktoren betroffen sind, die herkunftsunabhängig \r\ndie Wahrscheinlichkeit der Begehung von Straftaten anwachsen lassen. Hierzu gehören unter \r\nanderem eigene Gewalterfahrungen und psychische Belastungen sowie ökonomisch und räumlich \r\neingeschränkte Lebensbedingungen auch nach der Ankunft. Die genannten Faktoren wirken \r\ngrundsätzlich herkunftsunabhängig, wobei sich jedoch festhalten lässt: Unterschiede in den \r\nSozialisationsbedingungen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft sind möglich. Das gilt \r\nbesonders für Menschen, die als Kinder- und Jugendliche Gewalt, kriegerische Konflikte und \r\nFluchterfahrungen durchlebt haben, was den Aufbau psychischer Ressourcen (bspw. Resilienz) \r\nerheblich erschweren kann.\r\nZweitens gibt es Hinweise auf eine bei Kindern und Jugendlichen steigende Verbreitung \r\npsychischer Belastungen, die zwar keine direkte Ursache für delinquentes Verhalten darstellen, \r\naber im Zusammenwirken mit anderen ungünstigen Faktoren die Wahrscheinlichkeit der \r\nBegehung von (Gewalt-)Straftaten erhöhen können.11\r\nEine Erklärung für den Anstieg bei den Sexualdelikten könnte eine gestiegene Sensibilisierung und \r\neine höhere Anzeigenbereitschaft der Betroffenen sein, so dass möglicherweise eine Verschiebung \r\nvom Dunkel-ins Hellfeld stattfindet. Bezüglich der langfristigen Entwicklung können hier u.a.\r\nauch Einflüsse aus der Me Too-Bewegung, die Gesetzesänderung zur Verbesserung des Schutzes der \r\nsexuellen Selbstbestimmung im Jahr 2016 sowie aktuelle Berichterstattungen eine Rolle spielen.\r\n11 Vgl. u.a. https://www.aerzteblatt.de/archiv/242749/Ambulante-Versorgung-Fallzahlen-zeigen-nach-oben sowie Kaman, A., Erhart, M., \r\nDevine, J., Napp, A.K., Reiss, F., Behn, S. & Ravens-Sieberer, U. (2024). Mental Health of Children and Adolescents in Times of Global \r\nCrises: Findings from the Longitudinal COPSY Study from 2020 to 2024. https://ssrn.com/abstract=5043075.18 PKS 2024\r\nV1.0\r\nGewaltkriminalität wurde im aktuellen Berichtsjahr überwiegend an den Tatörtlichkeiten „sonstige \r\nöffentliche Straße, Weg, Platz“ (29,4 Prozent), gefolgt von „Wohnung“ (22,3 Prozent) verübt.\r\nTatörtlichkeiten 2024: Gewaltkriminalität-Fallzahlen und Anteile \r\n*) inkl. Krankenhaus, Altersheim/Pflegeheim.\r\n**)\r\nEinrichtung Strafverfolgung/Strafvollzug, religiöse Einrichtung und Friedhof, Boden/Kellerraum und Waschküche, \r\nSonstige Tatörtlichkeit\r\n20.496\r\n9,4% 9.133\r\n4,2% 7.658\r\n3,5%\r\n6.698\r\n3,1%\r\n7.743\r\n3,6%\r\n5.267\r\n2,4%\r\n4.084\r\n1,9%\r\n13.115\r\n6,0%\r\n30.880\r\n14,2%\r\n48.401\r\n22,3%\r\n63.802\r\n29,4%\r\nVerkehrseinrichtung/-bereich\r\nSelbstbedienungsladen (SB-Laden),\r\nWarenhaus, sonstiges Geschäft\r\nBildungswesen\r\nGaststätte\r\nSonstige Dienstleistungs- und handwerkliche\r\nEinrichtung\r\nAufnahmeeinrichtung/Asylbewerberunterku\r\nnft\r\nSonstige soziale und caritative Einrichtungen*\r\nSport- und Freizeiteinrichtung\r\nSonstige Tatörtlichkeiten**\r\nWohnung\r\nSonstige öffentliche Straße, Weg, Platz (ohne\r\nPark und Grünanlage sowie\r\nVerkehrseinrichtung/-bereich)PKS 2024 19\r\nBei 5,9 Prozent der Fälle von Gewaltkriminalität wurde eine spezifische Veranstaltung (Ereignis) \r\nerfasst, in deren Zusammenhang die Tathandlung stattfand. Bei diesen dominieren kulturelle \r\nVeranstaltungen (bspw. Volksfeste und Musikveranstaltungen) mit 34,9 Prozent.\r\nSpezifische Ereignisse 2024: Gewaltkriminalität – Fallzahl und Anteile\r\n204.565\r\n94,1%\r\n4.436\r\n34,9%\r\n2.961\r\n23,3%\r\n2.606\r\n20,5% 2.192\r\n17,2%\r\n454\r\n3,6%\r\n63\r\n0,5%\r\n12.712\r\n5,9%\r\nKeine Veranstaltung Kulturelle Veranstaltung Sportveranstaltung\r\nSchulische Veranstaltung Sonstige Veranstaltung Politische Veranstaltung\r\nWirtschaftliche Veranstaltung20 PKS 2024\r\nV1.0\r\nIm Berichtsjahr 2024 wurden in der PKS zu insgesamt 29.014 Straftaten ein „Messerangriff“ erfasst. \r\nVon diesen entfielen 54,3 Prozent auf Gewaltkriminalität, 43,3 Prozent auf Bedrohung und 2,4 \r\nProzent auf sonstige Straftaten, wie bspw. Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf \r\nVollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen sowie Nötigung. „Messerangriffe“ 12 im Sinne \r\nder Erfassung von Straftaten in der PKS sind solche Tathandlungen, bei denen der Angriff mit \r\neinem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt wird. Das bloße Mitführen \r\neines Messers reicht hingegen für eine Erfassung als Messerangriff nicht aus.\r\n4.4 – T01b\r\nSchlüssel Gewaltkriminalität13 Anzahl davon \r\nMesserangriffe \r\n2024 absolut in %\r\n892000\r\nGewaltkriminalität 217.277 15.741 7,2\r\nvollendet 183.196 11.573 6,3\r\nversucht 34.081 4.168 12,2\r\ndarunter \r\n892500\r\nMord, Totschlag und Tötung auf \r\nVerlangen 2.303 922 40,0\r\nvollendet 584 179 30,7\r\nversucht 1.719 743 43,2\r\n111000\r\nVergewaltigung, sexuelle Nötigung und\r\nsexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge 13.320 106 0,8\r\nvollendet 12.283 85 0,7\r\nversucht 1.037 21 2,0\r\n210000\r\nRaubdelikte 43.194 4.768 11,0\r\nvollendet 34.531 3.542 10,3\r\nversucht 8.663 1.226 14,2\r\n222000\r\ngefährliche und schwere \r\nKörperverletzung 158.177 9.917 6,3\r\nvollendet 135.555 7.745 5,7\r\nversucht 22.622 2.172 9,6\r\nDer Anteil der als „Messerangriff“ erfassten Taten der gefährlichen und schweren Körperverletzung \r\nist im Vergleich zum Vorjahr um 10,8 Prozent angestiegen, der Anteil hat sich um 0,5 \r\nProzentpunkte erhöht (2023: 5,8 Prozent, 8.951 Fälle), bei Raubdelikten ist ein Rückgang von 2,6 \r\nProzent zu verzeichnen, der Anteil ist jedoch um 0,1 Prozentpunkte angestiegen (2023: 10,9 Prozent, \r\n4.893 Fälle).\r\n12 Vor dem Hintergrund des Anstiegs von Straftaten unter Verwendung des Tatmittels „Messer“ hat sich die IMK auf ihrer 208. Sitzung \r\nvom 6. bis 8. Juni 2018 dafür ausgesprochen, als Grundlage für eine valide und verbesserte Darstellung der Kriminalitätslage und der\r\ndaraus resultierenden Handlungserfordernisse, Messerangriffe zukünftig bundeseinheitlich statistisch zu erfassen. Seit 1. Januar 2020 \r\nwerden „Messerangriffe“ bundesweit in der PKS als „Phänomen“, d. h. als Information zum Fall erfasst. Aussagen zu Tatverdächtigen\r\nsind auf der Basis nicht möglich, da bei einem Fall der Körperverletzung mit „Phänomen Messerangriff“ bspw. auch neben dem bzw. \r\nder mit einem Messer drohenden oder handelnden Tatverdächtigen auch unbewaffnete Tatverdächtige erfasst sein können. Bis \r\neinschließlich Berichtsjahr 2023 waren die Daten nur eingeschränkt valide und wurde daher nur in ausgewählten Deliktsbereichen \r\nveröffentlicht.\r\n13 Der PKS-Summenschlüssel \"892000 Gewaltkriminalität\" umfasst die folgenden Straftatenschlüssel:\r\n010000 Mord\r\n020000 Totschlag und Tötung auf Verlangen\r\n111000 Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge\r\n210000 Raub, räuberische Erpressung und räuberischer Angriff auf Kraftfahrer\r\n221000 Körperverletzung mit Todesfolge\r\n222000 Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien\r\n233000 Erpresserischer Menschenraub\r\n234000 Geiselnahme\r\n235000 Angriff auf den Luft- und Seeverkehr" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 21\r\n4.4 – T02\r\nSchlüssel Vorsätzliche einfache \r\nKörperverletzung\r\nTrend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n224000 vorsätzliche einfache Körperverletzung → 437.461 429.157 8.304 1,9 90,2 90,2\r\nAufgeklärte Fälle → 394.622 387.108 7.514 1,9\r\nTatverdächtige → 347.563 342.233 5.330 1,6\r\ndeutsche TV → 223.121 223.829 -708 -0,3\r\nnichtdeutsche TV ↗ 124.442 118.404 6.038 5,1\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 32.999 31.830 1.169 3,7\r\n4.4 – T03\r\nSchlüssel Sexueller Missbrauch von Kindern Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n131000 sexueller Missbrauch von Kindern → 16.354 16.375 -21 -0,1 86,1 83,9\r\nAufgeklärte Fälle → 14.085 13.742 343 2,5\r\nTatverdächtige → 12.368 11.900 468 3,9\r\ndeutsche TV → 9.930 9.657 273 2,8\r\nnichtdeutsche TV ↗ 2.438 2.243 195 8,7\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 653 669 -16 -2,4\r\nDie Fallzahlen beim sexuellen Missbrauch von Kindern sind im Vergleich zum Vorjahr auf einem \r\nnahezu gleichbleibenden Niveau (Rückgang um -0,1 Prozent / -21 Fälle).\r\n4.4 – T04\r\nSchlüssel Verbreitung pornografischer Inhalte Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n143000 Verbreitung pornografischer Inhalte \r\ngemäß §§ 184, 184a, 184b, 184c, 184e StGB → 57.760 59.205 -1.445 -2,4 86,6 87,4\r\nAufgeklärte Fälle → 49.992 51.726 -1.734 -3,4\r\nTatverdächtige → 47.162 48.274 -1.112 -2,3\r\ndeutsche TV → 36.659 37.174 -515 -1,4\r\nnichtdeutsche TV ↘ 10.503 11.100 -597 -5,4\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 2.531 2.950 -419 -14,2\r\ndarunter:\r\n143200\r\nVerbreitung, Erwerb, Besitz und \r\nHerstellung kinderpornografischer \r\nInhalte \r\n↘ 42.854 45.191 -2.337 -5,2 86,4 87,2\r\nAufgeklärte Fälle ↘ 37.024 39.420 -2.396 -6,1\r\nTatverdächtige ↘ 35.550 37.464 -1.914 -5,1\r\ndeutsche TV → 26.868 28.052 -1.184 -4,2\r\nnichtdeutsche TV ↘ 8.682 9.412 -730 -7,8\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 2.119 2.577 -458 -17,8\r\n143500\r\nVerbreitung, Erwerb, Besitz und \r\nHerstellung jugendpornografischer \r\nInhalte \r\n↗ 9.601 8.851 750 8,5 90,6 91,0\r\nAufgeklärte Fälle ↗ 8.700 8.054 646 8,0\r\nTatverdächtige ↗ 8.638 8.030 608 7,6\r\ndeutsche TV ↗ 7.284 6.762 522 7,7\r\nnichtdeutsche TV ↗ 1.354 1.268 86 6,8\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 352 337 15 4,5" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "22 PKS 2024\r\nV1.0\r\nAuch die (Gesamt-)Fallzahlen im Deliktsbereich der Verbreitung pornografischer Inhalte bewegen \r\nsich auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr mit leicht rückläufiger Tendenz (-2,4\r\nProzent).\r\nBei Betrachtung der Unterfälle ist jedoch festzustellen, dass Delikte im Zusammenhang mit \r\nkinderpornografischen Inhalten eine rückläufige Tendenz aufweisen (-5,2 Prozent / -2.337 Fälle) –\r\nohne, dass aus polizeilicher Sicht hierfür konkrete unmittelbare Gründe erkennbar sind –, \r\nwohingegen die Fallzahlen im Zusammenhang mit jugendpornografischen Inhalten angestiegen \r\nsind (+8,5 Prozent / +750 Fälle).\r\nEs ist zu beobachten, dass es sich bei den Jugendlichen, die in diesem Deliktsbereich in Erscheinung \r\ntreten, häufig um sogenannte „Selbstfilmer“ handelt. Sie fertigen Aufnahmen von sich selbst und \r\nverbreiten diese eigenständig oder über Freunde unbedacht auf Social-Media-Plattformen. Dabei \r\nist den Jugendlichen oft nicht bewusst, dass sie durch das Weiterleiten oder den teils auch \r\nunbeabsichtigten Upload pornografischer Fotos oder Videos einen Straftatbestand verwirklichen \r\nkönnen.\r\nDementsprechend liegt der Anteil der Tatverdächtigen unter 18 Jahren bei 44,4 Prozent (20.952 TV \r\nvon insgesamt 47.162 TV) und ist damit im Vergleich zum Vorjahr höher (2023: 40,6 Prozent).\r\nWeitere Meldeverpflichtungen auf EU-Ebene (z.B. DSA) wirken sich bisher zahlenmäßig gering aus.\r\nNeben dem Ansatzpunkt des durch Social-Media-Kanäle unterstützten Verbreitungsverhaltens der \r\nJugendlichen untereinander kann auch eine erhöhte Anzeigebereitschaft von Schulen/Eltern oder \r\nauch Minderjährigen ursächlich für den Anstieg der Fallzahlen im Zusammenhang mit \r\njugendpornografischen Inhalten sein.\r\nAufgrund der beschriebenen Faktoren wird seit einiger Zeit der Fokus unter anderem auf eine \r\nIntensivierung der Präventionsarbeit und gezielte Aufklärungskampagnen gesetzt. Als Beispiel \r\nkann hier die Präventionskampagne #dontsendit14 des BKA genannt werden. Diese soll \r\nMinderjährige, Eltern und Betreuungspersonal auf die Gefahren und Folgen von selbstgefertigten \r\nkinder- und jugendpornografischen Inhalten aufmerksam machen.\r\n14 Weitere Informationen siehe: https://www.bka.de/DE/Landingpages/Dontsendit/dontsendit_node.htmlPKS 2024 23\r\n4.4 – T05\r\nSchlüssel Straftaten gegen die persönliche \r\nFreiheit\r\nTrend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n230000 Straftaten gegen die persönliche Freiheit ↗ 299.082 283.971 15.111 5,3 87,4 87,9\r\nAufgeklärte Fälle → 261.335 249.528 11.807 4,7\r\nTatverdächtige ↗ 233.302 222.055 11.247 5,1\r\ndeutsche TV → 161.115 155.246 5.869 3,8\r\nnichtdeutsche TV ↗ 72.187 66.809 5.378 8,0\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↗ 16.817 16.017 800 5,0\r\ndarunter:\r\n232200 Nötigung → 68.747 68.185 562 0,8 79,3 80,7\r\nAufgeklärte Fälle → 54.550 54.994 -444 -0,8\r\nTatverdächtige → 55.707 54.278 1.429 2,6\r\ndeutsche TV → 42.839 41.902 937 2,2\r\nnichtdeutsche TV → 12.868 12.376 492 4,0\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 2.352 2.285 67 2,9\r\n232300 Bedrohung ↗ 197.921 185.029 12.892 7,0 89,5 90,0\r\nAufgeklärte Fälle ↗ 177.224 166.526 10.698 6,4\r\nTatverdächtige ↗ 159.181 150.327 8.854 5,9\r\ndeutsche TV → 105.074 100.850 4.224 4,2\r\nnichtdeutsche TV ↗ 54.107 49.477 4.630 9,4\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↗ 13.588 12.854 734 5,7\r\n232400 Nachstellung (Stalking) ↗ 24.743 23.156 1.587 6,9 91,9 91,8\r\nAufgeklärte Fälle ↗ 22.733 21.267 1.466 6,9\r\nTatverdächtige ↗ 20.274 18.724 1.550 8,3\r\ndeutsche TV ↗ 15.417 14.327 1.090 7,6\r\nnichtdeutsche TV ↑ 4.857 4.397 460 10,5\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 938 896 42 4,7\r\nDie Fallzahl bei Straftaten gegen die persönliche Freiheit ist im Vergleich zum Vorjahr um 5,3\r\nProzent (+15.111 Fälle) gestiegen. Die für diese Entwicklung zentralen Deliktsbereiche sind \r\nBedrohung (+7,0 Prozent)sowie Nachstellung (+6,9 Prozent). \r\nDie mediale Sensibilisierung der Bevölkerung könnte zu einer höheren Anzeigenbereitschaft \r\ngeführt haben. Als ein weiterer Faktor sind gesellschaftliche Spannungen zu nennen, die zu einer \r\nZunahme von Bedrohungen geführt haben können.\r\nDer Anteil, der mit dem Tatmittel Internet begangenen Fälle der Bedrohung, lag bei 7,8 Prozent\r\n(2023: 7,2 Prozent), bei Stalking bei 16,4 Prozent (2023: 16,3 Prozent)." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "24 PKS 2024\r\nV1.0\r\n4.4 – T06\r\nSchlüssel Straßenkriminalität15 Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n899000 Straßenkriminalität → 1.099.649 1.114.817 -15.168 -1,4 19,9 19,1\r\nAufgeklärte Fälle → 218.433 212.639 5.794 2,7\r\nTatverdächtige → 192.303 187.183 5.120 2,7\r\ndeutsche TV → 117.127 117.108 19 0,0\r\nnichtdeutsche TV ↗ 75.176 70.075 5.101 7,3\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↗ 22.973 21.467 1.506 7,0\r\nDie Anzahl der Fälle des PKS-Summenschlüssels „Straßenkriminalität“ ist im Vergleich zum \r\nVorjahr um -1,4 Prozent auf 1.099.649 Fälle gesunken. \r\nIm Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 stieg die Fallzahl um 2,3 Prozent (2019: 1.075.143 Fälle).\r\n15 Der PKS-Summenschlüssel \"899000 Straßenkriminalität\" umfasst folgende Straftatenschlüssel:\r\n114000 Sexuelle Belästigung\r\n115000 Straftaten aus Gruppen\r\n132000 Exhibitionistische Handlungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses\r\n213000 Raub, räuberische Erpressung auf/gegen Geld- und Werttransporte\r\n214000 Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer\r\n216000 Handtaschenraub\r\n217000 Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen\r\n222100 Gefährliche und schwere Körperverletzung auf Straßen, Wegen oder Plätzen\r\n233300 Erpresserischer Menschenraub i. V. m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte\r\n234300 Geiselnahme i. V. m. Raubüberfall auf Geld- und Werttransporte\r\n*50*00 Diebstahl insgesamt an/aus Kraftfahrzeugen\r\n*90*00 Taschendiebstahl insgesamt\r\n300100 Einfacher Diebstahl von Kraftwagen einschl. unbefugter Ingebrauchnahme\r\n300200 Einfacher Diebstahl von Mopeds und Krafträdern einschl. unbefugter Ingebrauchnahme\r\n300300 Einfacher Diebstahl von Fahrrädern einschl. unbefugter Ingebrauchnahme\r\n300700 Einfacher Diebstahl von/aus Automaten\r\n400100 Schwerer Diebstahl insgesamt von Kraftwagen\r\n400200 Schwerer Diebstahl insgesamt von Mopeds und Krafträdern\r\n400300 Schwerer Diebstahl insgesamt von Fahrrädern\r\n400700 Schwerer Diebstahl insgesamt von/aus Automaten\r\n623000 Landfriedensbruch\r\n674100 Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen\r\n674300 Sonstige Sachbeschädigung auf Straßen, Wegen oder Plätzen" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 25\r\n4.4 – T07a\r\nSchlüssel Diebstahlskriminalität Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n****00 Diebstahlskriminalität insgesamt → 1.940.033 1.971.435 -31.402 -1,6 31,4 31,8\r\nAufgeklärte Fälle → 609.671 626.908 -17.237 -2,7\r\nTatverdächtige ↘ 399.247 424.048 -24.801 -5,8\r\ndeutsche TV ↘ 217.607 237.230 -19.623 -8,3\r\nnichtdeutsche TV → 181.640 186.818 -5.178 -2,8\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↘ 48.184 52.069 -3.885 -7,5\r\ndarunter:\r\n***100 Diebstahl von Kraftwagen → 30.373 29.985 388 1,3 29,2 27,3\r\nAufgeklärte Fälle ↗ 8.858 8.194 664 8,1\r\nTatverdächtige ↗ 8.780 8.165 615 7,5\r\ndeutsche TV → 4.731 4.528 203 4,5\r\nnichtdeutsche TV ↑ 4.049 3.637 412 11,3\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 594 515 79 15,3\r\n***300 Diebstahl von Fahrrädern ↘ 245.868 264.062 -18.194 -6,9 9,7 9,3\r\nAufgeklärte Fälle → 23.798 24.667 -869 -3,5\r\nTatverdächtige ↘ 18.031 19.385 -1.354 -7,0\r\ndeutsche TV ↓ 9.939 11.193 -1.254 -11,2\r\nnichtdeutsche TV → 8.092 8.192 -100 -1,2\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 2.507 2.613 -106 -4,1\r\n***500 Diebstahl von unbaren Zahlungsmitteln → 107.960 106.849 1.111 1,0 8,6 8,2\r\nAufgeklärte Fälle ↗ 9.269 8.809 460 5,2\r\nTatverdächtige (TV) → 8.032 7.927 105 1,3\r\ndeutsche TV → 3.905 4.039 -134 -3,3\r\nnichtdeutsche TV ↗ 4.127 3.888 239 6,1\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↗ 1.609 1.513 96 6,3\r\n*10*00 Diebstahl in/aus Dienst-, Büro-, Lagerräumen → 74.788 77.193 -2.405 -3,1 22,2 21,9\r\nAufgeklärte Fälle → 16.626 16.872 -246 -1,5\r\nTatverdächtige → 14.587 15.030 -443 -2,9\r\ndeutsche TV ↘ 9.031 9.683 -652 -6,7\r\nnichtdeutsche TV → 5.556 5.347 209 3,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 895 905 -10 -1,1\r\n*26*00 Ladendiebstahl ↘ 404.907 426.096 -21.189 -5,0 89,3 90,0\r\nAufgeklärte Fälle ↘ 361.568 383.383 -21.815 -5,7\r\nTatverdächtige ↘ 255.043 278.994 -23.951 -8,6\r\ndeutsche TV ↓ 130.829 147.293 -16.464 -11,2\r\nnichtdeutsche TV ↘ 124.214 131.701 -7.487 -5,7\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 35.490 39.863 -4.373 -11,0\r\n435*00 Wohnungseinbruchdiebstahl → 78.436 77.819 617 0,8 15,3 14,9\r\nAufgeklärte Fälle → 11.984 11.582 402 3,5\r\nTatverdächtige → 10.180 9.892 288 2,9\r\ndeutsche TV → 5.599 5.645 -46 -0,8\r\nnichtdeutsche TV ↗ 4.581 4.247 334 7,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 1.257 1.117 140 12,5" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "26 PKS 2024\r\nV1.0\r\n4.4 – T07b\r\nSchlüssel Diebstahlskriminalität Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n*50*00 Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen → 256.512 253.695 2.817 1,1 10,8 9,4\r\nAufgeklärte Fälle ↑ 27.767 23.865 3.902 16,4\r\nTatverdächtige ↗ 15.312 14.544 768 5,3\r\ndeutsche TV → 7.759 7.627 132 1,7\r\nnichtdeutsche TV ↗ 7.553 6.917 636 9,2\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 2.671 2.250 421 18,7\r\n*90*00 Taschendiebstahl → 107.720 109.314 -1.594 -1,5 6,9 7,2\r\nAufgeklärte Fälle ↘ 7.425 7.874 -449 -5,7\r\nTatverdächtige → 5.666 5.943 -277 -4,7\r\ndeutsche TV → 1.238 1.265 -27 -2,1\r\nnichtdeutsche TV ↘ 4.428 4.678 -250 -5,3\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↘ 2.114 2.264 -150 -6,6\r\nBei einem leichten Rückgang bei den Diebstahlsdelikten insgesamt im Vergleich zum Vorjahr sind \r\nin den einzelnen Phänomenbereichen heterogene Entwicklungen zu verzeichnen. \r\nDeutliche Rückgänge sind im Bereich des Ladendiebstahls sowie beim Fahrraddiebstahl zu \r\nverzeichnen. Mögliche Gründe für die Gesamtrückgänge sind die Optimierung der Sicherung des \r\nEigentums durch technische Maßnahmen, eine höhere Sensibilisierung der Bevölkerung für \r\nDiebstahlprävention sowie polizeiliche Präventionsarbeit und-programme. Beim Fahrraddiebstahl \r\nkönnte die Nutzung von GPS-Trackern und beim Ladendiebstahl der Einsatz von \r\nÜberwachungstechnologien und mehr Sicherheitspersonal eine Rolle spielen.\r\nDas Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 wurde bei Diebstahl insgesamt übertroffen: Die Fälle \r\nliegen im aktuellen Berichtsjahr insgesamt um 6,5 Prozent über der Anzahl 2019 (2019: 1.822.212 \r\nFälle). \r\nBeim Wohnungseinbruchsdiebstahl (-9,9 Prozent; 2019: 87.145 Fälle) und auch beim Diebstahl \r\nin/aus Dienst-, Büro- und Lagerräumen (-19,8 Prozent; 2019: 93.254 Fälle) liegen sie deutlich unter \r\ndem Niveau von 2019. Beim Ladendiebstahl (+24,3 Prozent; 2019: 325.786 Fälle), Diebstahl an/aus \r\nKraftfahrzeugen (+15,5 Prozent; 2019: 222.129 Fälle) sowie beim Taschendiebstahl (+14,5 Prozent; \r\n2019: 94.106 Fälle) wurde hingegen das Niveau des Berichtsjahres 2019 deutlich überschritten.\r\nBei 0,8 Prozent aller registrierten Diebstahlsdelikte erfolgte die Erfassung eines Phänomens16\r\n.\r\n4.4 – T07c\r\nSchlüssel Diebstahl insgesamt\r\nPhänomene (Auswahl)\r\nTrickdiebstahl Ladungsdiebstahl Falscher \r\nAmtsträger\r\nFalscher PVB\r\n3***00 Einfacher Diebstahl 1.148.913 10.897 659 299 180\r\nAufgeklärte Fälle 483.655 1.649 353 35 41\r\nTatverdächtige 349.268 1.555 368 31 47\r\ndeutsche TV 192.969 446 200 13 22\r\nnichtdeutsche TV 156.299 1.109 168 18 25\r\n4***00 Schwerer Diebstahl 791.120 1.739 2.215 141 89\r\nAufgeklärte Fälle 126.016 780 185 34 21\r\nTatverdächtige 80.777 730 130 20 24\r\ndeutsche TV 38.585 146 26 15 11\r\nnichtdeutsche TV 42.192 584 104 5 13\r\n16 Bzgl. der einzelnen Phänomene wird auf die Ausführungen im Glossar verwiesen." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 27\r\nBei den registrierten Delikten zum einfachen Diebstahl unterscheiden sich die Anteile der \r\nausgewählten Phänomene. Hier dominiert das Phänomen Trickdiebstahl (0,9 Prozent). Auch bei \r\nFällen des schweren Diebstahls wird dieses Phänomen im Vergleich zu anderen häufig erfasst (0,2 \r\nProzent). Mit 2.215 Fällen (0,3 Prozent) wird das Phänomen Ladungsdiebstahl hier am häufigsten \r\nregistriert. \r\n4.4 – T08a\r\nSchlüssel Betrug Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n510000 Betrug → 743.472 754.489 -11.017 -1,5 60,9 59,4\r\nAufgeklärte Fälle → 453.137 448.359 4.778 1,1\r\nTatverdächtige → 312.181 314.891 -2.710 -0,9\r\ndeutsche TV → 184.251 188.953 -4.702 -2,5\r\nnichtdeutsche TV → 127.930 125.938 1.992 1,6\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↘ 36.292 38.852 -2.560 -6,6\r\ndarunter:\r\n511000 Waren- und Warenkreditbetrug ↓ 233.987 262.052 -28.065 -10,7 51,9 51,7\r\nAufgeklärte Fälle ↓ 121.378 135.360 -13.982 -10,3\r\nTatverdächtige ↘ 91.373 97.149 -5.776 -5,9\r\ndeutsche TV ↘ 66.356 71.389 -5.033 -7,1\r\nnichtdeutsche TV → 25.017 25.760 -743 -2,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 2.977 3.489 -512 -14,7\r\ndarunter:\r\n511201 Tankbetrug ↓ 85.462 96.435 -10.973 -11,4 37,5 35,3\r\nAufgeklärte Fälle ↘ 32.056 34.081 -2.025 -5,9\r\nTatverdächtige → 27.612 28.917 -1.305 -4,5\r\ndeutsche TV → 17.330 18.000 -670 -3,7\r\nnichtdeutsche TV ↘ 10.282 10.917 -635 -5,8\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 1.142 1.621 -479 -29,5\r\n515000 Erschleichen von Leistungen → 144.348 148.218 -3.870 -2,6 98,4 98,4\r\nAufgeklärte Fälle → 142.090 145.808 -3.718 -2,5\r\nTatverdächtige → 95.894 100.085 -4.191 -4,2\r\ndeutsche TV → 40.426 41.254 -828 -2,0\r\nnichtdeutsche TV ↘ 55.468 58.831 -3.363 -5,7\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 21.916 26.831 -4.915 -18,3\r\n516000 Betrug bzw. Computerbetrug mittels \r\nrechtsw. erlangter unbarer Zahlungsmittel → 91.973 90.224 1.749 1,9 22,7 22,3\r\nAufgeklärte Fälle → 20.849 20.126 723 3,6\r\nTatverdächtige ↑ 13.813 12.506 1.307 10,5\r\ndeutsche TV → 8.180 7.807 373 4,8\r\nnichtdeutsche TV ↑ 5.633 4.699 934 19,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 1.484 1.165 319 27,4\r\nDie Entwicklung der Betrugsfälle ist bundesweit nicht einheitlich, es sind sowohl Zunahmen als \r\nauch Rückgänge auf Länderebene zu verzeichnen.\r\nDer erneute Rückgang bei Waren- und Warenkreditbetrug um – 10,7 Prozent (-28.065 Fälle) auf \r\n233.987 Fälle, resultiert möglicherweise aus dem Anzeigeverhalten der Geschädigten sowie das \r\nEinführen weiterer sicherer Zahlungsmöglichkeiten.\r\nDer moderate Rückgang der Kraftstoffpreise könnte zudem den Rückgang beim Tankbetrug um\r\n-11,4 Prozent (-10.973 Fälle) auf 85.462 Fälle beeinflusst haben." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "28 PKS 2024\r\nV1.0\r\nDer Anteil der Betrugsfälle, die unter Nutzung des Internets begangen wurden, lag 2024 bei 55,3\r\nProzent (2023: 58,1 Prozent).\r\nInsgesamt dürfte die zunehmende Begehung von Betrugsfällen aus dem Ausland heraus einen \r\nEinfluss auf die Fallzahlenentwicklung haben. Die oben genannten Zahlen umfassen ausschließlich \r\nTaten, bei denen zumindest eine tatverdächtige Person im Inland gehandelt hat.\r\nBei 11,9 Prozent der Fälle des sonstigen Betrugs wurden im aktuellen Berichtsjahr konkrete \r\nPhänomene erfasst. Hier dominieren die Phänomene „Enkeltrick/Schockanrufe“ mit 6.656 Fällen \r\n(4,3 Prozent) und „falscher PVB“ mit 3.904 Fällen (2,5 Prozent).\r\n4.4 – T08b\r\nSchlüssel Betrug insgesamt\r\nPhänomene (Auswahl) \r\nEnkeltrick / \r\nSchockanrufe\r\nGewinnbe\r\nnachrichtigung\r\nFalscher \r\nAmtsträger\r\nFalscher \r\nPVB\r\nSammlungs-/ \r\nSpendenbetrug\r\nAbofalle\r\n518900 Sonstiger \r\nBetrug 156.190 6.656 1.122 1.577 3.904 917 916\r\nAufgeklärte \r\nFälle 88.739 1.527 108 325 337 461 172\r\nTatverdächtige 79.219 1.099 120 348 346 464 122\r\ndeutsche TV 46.939 609 75 148 192 130 98\r\nnichtdeutsche \r\nTV 32.280 494 45 200 154 334 24\r\nNachstehend sind die Zahlen aus der PKS-Ausland aufgeführt, also zu Fällen, bei denen die \r\ntatverdächtige Person im Ausland, aber mit Erfolg in Deutschland gehandelt hat. Hier stehen den \r\n743.472 Fällen der Inlands-PKS 513.518 Fälle der PKS-Ausland gegenüber.\r\n4.4 – T08c\r\nSchlüssel Fälle von \r\nBetrug aus der PKS-Ausland\r\nAnzahl AQ\r\n%-Anteil an \r\nFällen/ TV \r\nder PKS￾Ausland\r\n2024 2024 2024\r\n510000 Betrug 513.518 5,1 80,0\r\nAufgeklärte Fälle 26.318 75,7\r\nTatverdächtige 23.480 74,8" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 29\r\n4.4 – T09\r\nSchlüssel Wirtschaftskriminalität Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n893000 Wirtschaftskriminalität ↑ 61.358 38.925 22.433 57,6 88,9 85,2\r\nAufgeklärte Fälle ↑ 54.548 33.162 21.386 64,5\r\nTatverdächtige → 27.312 26.125 1.187 4,5\r\ndeutsche TV ↗ 19.366 18.163 1.203 6,6\r\nnichtdeutsche TV → 7.946 7.962 -16 -0,2\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 724 585 139 23,8\r\nDie Fallzahlen im Deliktsbereich Wirtschaftskriminalität unterliegen regelmäßig starken \r\nSchwankungen. Diese resultieren aus dem Abschluss z.T. mehrjähriger Ermittlungen in \r\nSammelverfahren mit einer Vielzahl von Geschädigten und Fällen. \r\nWesentlichen Einfluss auf die aktuelle Entwicklung hat der Abschluss eines Umfangsverfahrens in \r\nSchleswig-Holstein mit insgesamt 18.595 Fällen im Deliktsbereich Abrechnungsbetrug im \r\nGesundheitswesen.17\r\n4.4 – T10\r\nSchlüssel Wettbewerbs-, Korruptions- und \r\nAmtsdelikte\r\nTrend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n650000 Wettbewerbs-, Korruptions- und\r\nAmtsdelikte ↓ 4.636 5.312 -676 -12,7 74,5 74,4\r\nAufgeklärte Fälle ↓ 3.456 3.954 -498 -12,6\r\nTatverdächtige ↘ 4.681 5.005 -324 -6,5\r\ndeutsche TV ↘ 4.243 4.588 -345 -7,5\r\nnichtdeutsche TV ↗ 438 417 21 5,0\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer x 84 64 20 -\r\nx Keine Trendaussage möglich (geringe Anzahl).\r\n-\r\nBei einer Basiszahl unter 100 (erfasste Fälle/Tatverdächtige des Vorjahres) wird keine Steigerungsrate in Prozent \r\nberechnet.\r\nDas Dunkelfeld in diesem Deliktsbereich wird auf ein Vielfaches geschätzt. Auch weil die Fallzahlen \r\n– wie bei der Wirtschaftskriminalität – durch größere Ermittlungskomplexe mit vielen Einzelfällen \r\nund längeren Tatzeiträumen beeinflusst werden, kann aus diesem Rückgang um -12,7 Prozent auf \r\n4.636 Fälle nicht auf eine aussagekräftige Tendenz und veränderte Entwicklung geschlossen \r\nwerden.\r\n4.4 – T11\r\nSchlüssel Straftaten i. Z. m. \r\nUrheberrechtsbestimmungen\r\nTrend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n715000 Straftaten i. Z. m. \r\nUrheberrechtsbestimmungen → 11.320 10.835 485 4,5 75,6 81,0\r\nAufgeklärte Fälle → 8.555 8.778 -223 -2,5\r\nTatverdächtige → 8.670 8.532 138 1,6\r\ndeutsche TV → 6.341 6.192 149 2,4\r\nnichtdeutsche TV → 2.329 2.340 -11 -0,5\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 366 380 -14 -3,7\r\n17Die Geschädigten hatten spezielle Blutuntersuchungen als Privatleistungen bei einem Labor im Kreis Nordfriesland in Auftrag gegeben \r\nund Ergebnisse und Rechnungen erhalten, obwohl keine der vereinbarten Blutuntersuchungen durchgeführt worden sind. Es entstand \r\nein Gesamtschaden von 7,14 Millionen Euro. Das Verfahren wird bei der BKI Flensburg geführt. Es hatte bereits im Jahr 2021 ein \r\nUmfangverfahren (8.717 Fälle) mit demselben Tatverdächtigen gegeben, der seine Handlungen noch vor der Anklageerhebung \r\nfortsetzte und inzwischen verstorben ist. Im Jahr 2021 entstand bereits ein Gesamtschaden von 4 Millionen Euro." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "30 PKS 2024\r\nV1.0\r\n4.4 – T12\r\nSchlüssel Beleidigung Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n673000 Beleidigung ↗ 251.502 237.784 13.718 5,8 87,7 88,7\r\nAufgeklärte Fälle → 220.561 210.852 9.709 4,6\r\nTatverdächtige → 200.947 192.772 8.175 4,2\r\ndeutsche TV → 154.896 149.072 5.824 3,9\r\nnichtdeutsche TV ↗ 46.051 43.700 2.351 5,4\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 9.920 9.786 134 1,4\r\ndarunter:\r\n673100 Beleidigung auf sexueller Grundlage → 28.379 27.192 1.187 4,4 86,6 86,7\r\nAufgeklärte Fälle → 24.590 23.577 1.013 4,3\r\nTatverdächtige → 24.444 23.352 1.092 4,7\r\ndeutsche TV → 17.713 17.184 529 3,1\r\nnichtdeutsche TV ↗ 6.731 6.168 563 9,1\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 1.695 1.628 67 4,1\r\nBeleidigungen insgesamt nahmen deutlich zu (+5,8 Prozent) und hier insbesondere die, die mit \r\nTatmittel Internet begangen wurden (um 3.028 Fälle auf 23.836 Fälle; +14,6 Prozent). Damit liegt der \r\nAnteil der mit Tatmittel Internet begangenen Beleidigungen an allen Beleidigungen nun bei 9,5\r\nProzent (2023: 8,8 Prozent). Aus der bundesweiten Befragung SKiD 2020 ist bekannt, dass das \r\nDunkelfeld in diesem Bereich sehr groß ist – nur etwa 1 Prozent der persönlichen Beleidigungen im \r\nInternet wurden angezeigt.18\r\n4.4 – T13\r\nSchlüssel Widerstand gegen und tätlicher Angriff \r\nauf die Staatsgewalt\r\nTrend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n621000 Widerstand gegen und tätlicher Angriff \r\nauf die Staatsgewalt → 44.781 44.092 689 1,6 97,4 97,7\r\nAufgeklärte Fälle → 43.615 43.092 523 1,2\r\nTatverdächtige → 37.552 37.574 -22 -0,1\r\ndeutsche TV → 24.299 24.798 -499 -2,0\r\nnichtdeutsche TV → 13.253 12.776 477 3,7\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 4.167 4.178 -11 -0,3\r\ndarunter:\r\n621110 Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte \r\nund gleichstehende Personen → 23.247 23.042 205 0,9 99,1 99,3\r\nAufgeklärte Fälle → 23.043 22.872 171 0,7\r\nTatverdächtige → 21.288 21.343 -55 -0,3\r\ndeutsche TV → 13.516 13.881 -365 -2,6\r\nnichtdeutsche TV → 7.772 7.462 310 4,2\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 2.491 2.465 26 1,1\r\n18 Auf S. 70 des Ergebnisberichts: Birkel, C.; Church, D.; Erdmann, A.; Hager, A.; Leitgöb-Guzy, N. (2022): Sicherheit und Kriminalität in \r\nDeutschland – SKiD 2020. Bundesweite Kernbefunde des Viktimisierungssurvey des Bundeskriminalamts und der Polizeien der Länder. \r\nHg. v. Bundeskriminalamt. Wiesbaden." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 31\r\nSchlüssel Widerstand gegen und tätlicher Angriff \r\nauf die Staatsgewalt\r\nTrend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n621120\r\nTätlicher Angriff auf \r\nVollstreckungsbeamte und \r\ngleichstehende Personen\r\n→ 20.223 19.940 283 1,4 97,2 97,2\r\nAufgeklärte Fälle → 19.656 19.391 265 1,4\r\nTatverdächtige → 17.682 17.654 28 0,2\r\ndeutsche TV → 11.426 11.650 -224 -1,9\r\nnichtdeutsche TV → 6.256 6.004 252 4,2\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 1.962 2.002 -40 -2,0\r\nDie insgesamt steigenden Fallzahlen könnten auf politische und gesamtgesellschaftliche \r\nMultiproblemlagen (emotionalisierende Spaltung u. a. bei den Themen Klimaschutz und Migration\r\nsowie das insgesamt angestiegene Level der Gewaltkriminalität) zurückzuführen sein.\r\n4.4 – T14\r\nSchlüssel Straftaten auf dem Umwelt- und \r\nVerbraucherschutzsektor\r\nTrend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n898000 Straftaten auf dem Umwelt- und \r\nVerbraucherschutzsektor → 32.805 32.727 78 0,2 65,1 63,8\r\nAufgeklärte Fälle → 21.358 20.882 476 2,3\r\nTatverdächtige → 23.556 23.400 156 0,7\r\ndeutsche TV → 16.557 16.989 -432 -2,5\r\nnichtdeutsche TV ↗ 6.999 6.411 588 9,2\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 1.244 946 298 31,5\r\nStraftaten aus dem Umwelt- und Verbraucherschutzsektor stagnierten im Vergleich zum Vorjahr.\r\n4.4 – T15\r\nSchlüssel Straftaten gegen das Waffengesetz Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n726200 Straftaten gegen das Waffengesetz → 35.511 35.799 -288 -0,8 92,3 92,1\r\nAufgeklärte Fälle → 32.774 32.985 -211 -0,6\r\nTatverdächtige → 33.010 33.160 -150 -0,5\r\ndeutsche TV → 22.111 23.114 -1.003 -4,3\r\nnichtdeutsche TV ↗ 10.899 10.046 853 8,5\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↗ 1.658 1.522 136 8,9\r\nFür das aktuelle Berichtsjahr ist ein leichter Rückgang der Straftaten gegen das Waffengesetz um -\r\n0,8 Prozent zu verzeichnen. Nachdem in den letzten Berichtsjahren die Anzahl der Verstöße gegen \r\ndas Waffengesetz angestiegen sind (2022: + 6,4 Prozent; 2023: + 6,3 Prozent), ist für das Berichtsjahr \r\n2024 ein geringer Rückgang zu verzeichnen. Die Fallzahl im Berichtsjahr 2024 bewegt sich auf dem \r\nDurchschnittsniveau der letzten zehn Jahre." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "32 PKS 2024\r\nV1.0\r\n4.4 – T16a\r\nSchlüssel Cybercrime\r\nTren\r\nd\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023\r\nabsolu\r\nt\r\nin % 2024 2023\r\n897000 Cybercrime → 131.391 134.407 -3.016 -2,2 31,9 32,2\r\nAufgeklärte Fälle → 41.892 43.242 -1.350 -3,1\r\nTatverdächtige → 30.669 30.860 -191 -0,6\r\ndeutsche TV ↘ 20.629 22.059 -1.430 -6,5\r\nnichtdeutsche TV ↑ 10.040 8.801 1.239 14,1\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 1.949 1.560 389 24,9\r\ndarunter:\r\n543000 Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung \r\nim Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung → 10.616 10.286 330 3,2 41,6 44,1\r\nAufgeklärte Fälle → 4.415 4.539 -124 -2,7\r\nTatverdächtige → 4.175 4.254 -79 -1,9\r\ndeutsche TV ↘ 2.660 2.911 -251 -8,6\r\nnichtdeutsche TV ↑ 1.515 1.343 172 12,8\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 198 160 38 23,8\r\n674200 Datenveränderung, Computersabotage ↗ 2.493 2.293 200 8,7 27,6 31,9\r\nAufgeklärte Fälle ↘ 687 731 -44 -6,0\r\nTatverdächtige ↘ 693 738 -45 -6,1\r\ndeutsche TV ↘ 542 580 -38 -6,6\r\nnichtdeutsche TV → 151 158 -7 -4,4\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer x 18 36 -18 -\r\n678000 Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. \r\nVorbereitungshandlungen und Datenhehlerei ↘ 10.325 10.876 -551 -5,1 24,9 26,4\r\nAufgeklärte Fälle ↓ 2.572 2.876 -304 -10,6\r\nTatverdächtige → 2.578 2.525 53 2,1\r\ndeutsche TV → 1.947 1.896 51 2,7\r\nnichtdeutsche TV → 631 629 2 0,3\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 90 100 -10 -10,0\r\n897100 Computerbetrug → 107.957 110.952 -2.995 -2,7 31,7 31,6\r\nAufgeklärte Fälle → 34.218 35.096 -878 -2,5\r\nTatverdächtige → 23.894 24.158 -264 -1,1\r\ndeutsche TV ↘ 15.964 17.230 -1.266 -7,3\r\nnichtdeutsche TV ↑ 7.930 6.928 1.002 14,5\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 1.675 1.311 364 27,8\r\ndarunter:\r\n511212 Weitere Arten des Warenkreditbetruges § 263a \r\nStGB ↓ 24.883 30.658 -5.775 -18,8 38,7 39,3\r\nAufgeklärte Fälle ↓ 9.622 12.042 -2.420 -20,1\r\nTatverdächtige ↓ 6.934 8.650 -1.716 -19,8\r\ndeutsche TV ↓ 5.219 6.656 -1.437 -21,6\r\nnichtdeutsche TV ↓ 1.715 1.994 -279 -14,0\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 302 337 -35 -10,4\r\n517220 Leistungskreditbetrug § 263a StGB ↓ 3.582 4.114 -532 -12,9 45,3 46,5\r\nAufgeklärte Fälle ↓ 1.624 1.912 -288 -15,1\r\nTatverdächtige ↘ 1.497 1.597 -100 -6,3\r\ndeutsche TV ↓ 1.108 1.253 -145 -11,6\r\nnichtdeutsche TV ↑ 389 344 45 13,1\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer x 63 37 26 -\r\nx Keine Trendaussage möglich (geringe Anzahl).\r\n-\r\nBei einer Basiszahl unter 100 (erfasste Fälle/Tatverdächtige des Vorjahres) wird keine Steigerungsrate in Prozent \r\nberechnet." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 33\r\n4.4 – T16b\r\nSchlüssel Cybercrime Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n*) 517500 Computerbetrug (sonstiger) § 263a StGB ↑ 17.548 15.792 1.756 11,1 43,6 39,4\r\nAufgeklärte Fälle ↑ 7.657 6.218 1.439 23,1\r\nTatverdächtige ↗ 6.356 5.801 555 9,6\r\ndeutsche TV → 4.305 4.256 49 1,2\r\nnichtdeutsche TV ↑ 2.051 1.545 506 32,8\r\n darunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 327 241 86 35,7\r\n*) Soweit nicht unter den Schlüsseln 511120, 511212, 516300, 516520, 516920, 517220, 517900, 518112 bzw. 518302 zu \r\nerfassen.\r\nDie Fallzahlen des Deliktsbereichs Cybercrime belaufen sich im Jahr 2024 auf 131.391 Fälle und \r\nnehmen damit nach einem kontinuierlichen Anstieg seit 201619nun im zweiten Jahr in Folge ab. \r\nDabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Fallzahlen ausschließlich Taten umfassen, bei denen \r\nmindestens eine tatverdächtige Person im Inland gehandelt hat. Fälle, bei denen zwar Schäden in \r\nDeutschland verursacht werden, aber der Handlungsort der oder des Tatverdächtigen im Ausland \r\nliegt oder unbekannt ist (sogenannte Auslandstaten - welche insbesondere im Bereich Cybercrime \r\neine überdurchschnittliche Relevanz aufweisen), sind hier nicht enthalten. Die Auslandstaten im \r\nBereich Cybercrime weisen in den letzten Jahren einen kontinuierlichen Anstieg auf20 und liegen \r\nim aktuellen Berichtsjahr21 bei mehr als 200.000 Fällen. \r\n4.4 – T16c\r\nSchlüssel Fälle der Cybercrime in der \r\nPKS-Ausland\r\nAnzahl AQ\r\n%-Anteil an allen \r\nFällen/ TV \r\nder PKS-Ausland\r\n2024 2024 2024\r\n897000 Cybercrime 201.877 2,2 31,4\r\nAufgeklärte Fälle 4.371 12,5\r\nTatverdächtige 4.563 14,5\r\nDarüber hinaus ist zu beachten, dass insbesondere der Bereich Cybercrime oftmals ein großes \r\nDunkelfeld aufweist. In SKiD 2020 zeigte sich, dass im Bereich Cyberkriminalität etwa vier von fünf \r\nStraftaten nicht angezeigt wurden.22 Die in SKiD 2020 erhobenen Cybercrimedelikte sind zwar \r\nnicht direkt mit dem Straftatenschlüssel vergleichbar, jedoch weisen auch die Ergebnisse anderer \r\nStudien im Bereich Cybercrime regelmäßig auf ein Dunkelfeld dieser Größenordnung hin.23Da \r\nbislang keine aktuellen bundesweiten Ergebnisse zur Veränderung des Dunkelfelds im Bereich \r\nCyberkriminalität vorliegen, bleibt zunächst unklar, ob die Veränderung in den Fallzahlen auf eine \r\n19 Die zunehmende Automatisierung im Bereich des Zahlungsverkehrs und des Warenhandels bedingte zum Berichtsjahr 2016 eine \r\ngrundsätzliche Überarbeitung des zur Fallerfassung genutzten Straftatenkataloges insbesondere im (Computer-)Betrugsbereich. Daher \r\nist der Vorjahresvergleich nur eingeschränkt möglich. Insofern werden als Basis die Daten aus 2016 genommen.\r\n20 Siehe hierzu auch „Cybercrime Bundeslagebild 2023“, S. 8.\r\n21 Ab Berichtsjahr 2024 liegen erstmals valide Daten der sog. PKS-Ausland vor. Daher wurde für die vorherige Entwicklung led. ein \r\nTrend angegeben.\r\n22 Auf S. 66 des Ergebnisberichts: Birkel, C.; Church, D.; Erdmann, A.; Hager, A.; Leitgöb-Guzy, N. (2022): Sicherheit und Kriminalität in \r\nDeutschland – SKiD 2020. Bundesweite Kernbefunde des Viktimisierungssurvey des Bundeskriminalamts und der Polizeien der Länder. \r\nHg. v. Bundeskriminalamt. Wiesbaden.\r\n23 Rund 80 Prozent Dunkelfeld: LKA SH, Kriminologische Forschungsstelle, Sicherheit und Kriminalität in Schleswig-Holstein, \r\nKernbefunde des Viktimisierungssurvey 2019, S. 24. https://www.schleswig￾holstein.de/DE/Landesregierung/POLIZEI/DasSindWir/LKA/KFS/_downloads/Kernbefunde_Dunkelfeldstudie_2019.pdf. Rund 90 \r\nProzent Dunkelfeld bei Angriffen gegen Unternehmen: Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, Cyberangriffe gegen \r\nUnternehmen in Deutschland, Ergebnisse einer Folgebefragung 2020, S. 86. https://kfn.de/wp￾content/uploads/Forschungsberichte/FB_162.pdf" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "34 PKS 2024\r\nV1.0\r\ntatsächliche Veränderung der Häufigkeit oder auf eine Veränderung im Anzeigeverhalten \r\nzurückzuführen sind.\r\n4.4 – T17a\r\nSchlüssel Rauschgiftdelikte Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n*) 730000 Rauschgiftdelikte insgesamt ↓ 228.104 346.877 -118.773 -34,2 88,4 90,8\r\nAufgeklärte Fälle ↓ 201.683 314.880 -113.197 -35,9\r\nTatverdächtige ↓ 175.669 266.280 -90.611 -34,0\r\ndeutsche TV ↓ 115.949 180.655 -64.706 -35,8\r\nnichtdeutsche TV ↓ 59.720 85.625 -25.905 -30,3\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 16.659 23.254 -6.595 -28,4\r\ndarunter:\r\n973010 Heroin ↓ 8.634 10.130 -1.496 -14,8 91,0 93,7\r\nAufgeklärte Fälle ↓ 7.858 9.489 -1.631 -17,2\r\nTatverdächtige ↓ 6.581 7.877 -1.296 -16,5\r\ndeutsche TV ↓ 3.602 4.342 -740 -17,0\r\nnichtdeutsche TV ↓ 2.979 3.535 -556 -15,7\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 1.069 1.298 -229 -17,6\r\n973020 Kokain einschl. Crack → 38.671 36.890 1.781 4,8 89,4 91,2\r\nAufgeklärte Fälle → 34.555 33.659 896 2,7\r\nTatverdächtige → 31.540 30.463 1.077 3,5\r\ndeutsche TV → 17.003 16.649 354 2,1\r\nnichtdeutsche TV ↗ 14.537 13.814 723 5,2\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 4.389 3.816 573 15,0\r\n973030 LSD ↑ 1.073 809 264 32,6 70,4 84,8\r\nAufgeklärte Fälle ↑ 755 686 69 10,1\r\nTatverdächtige → 761 729 32 4,4\r\ndeutsche TV → 623 620 3 0,5\r\nnichtdeutsche TV ↑ 138 109 29 26,6\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer x 16 10 6 -\r\n973040 Neue psychoaktive Stoffe (NPS) ↑ 4.255 3.005 1.250 41,6 75,4 78,4\r\nAufgeklärte Fälle ↑ 3.207 2.356 851 36,1\r\nTatverdächtige ↑ 2.990 2.264 726 32,1\r\ndeutsche TV ↑ 2.036 1.619 417 25,8\r\nnichtdeutsche TV ↑ 954 645 309 47,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 200 149 51 34,2\r\nx Keine Trendaussage möglich (geringe Anzahl).\r\n-\r\nBei einer Basiszahl unter 100 (erfasste Fälle/Tatverdächtige des Vorjahres) wird keine Steigerungsrate in Prozent \r\nberechnet.\r\n*) Inhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen \r\nZubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 35\r\n4.4 – T17b\r\nSchlüssel Rauschgiftdelikte Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n973060 Amphetamin und Derivate (inkl. \r\nEcstasy) → 39.133 40.380 -1.247 -3,1 89,2 90,2\r\nAufgeklärte Fälle → 34.908 36.409 -1.501 -4,1\r\nTatverdächtige ↘ 32.426 34.203 -1.777 -5,2\r\ndeutsche TV ↘ 25.228 27.239 -2.011 -7,4\r\nnichtdeutsche TV → 7.198 6.964 234 3,4\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 1.523 1.350 173 12,8\r\n973070 Methamphetamin ↗ 11.070 10.446 624 6,0 90,1 92,9\r\nAufgeklärte Fälle → 9.975 9.701 274 2,8\r\nTatverdächtige → 9.150 8.849 301 3,4\r\ndeutsche TV → 7.076 6.968 108 1,5\r\nnichtdeutsche TV ↑ 2.074 1.881 193 10,3\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 457 378 79 20,9\r\n*) 973080 Cannabis und Zubereitungen ↓ 101.345 215.865 -114.520 -53,1 88,5 91,3\r\nAufgeklärte Fälle ↓ 89.713 197.173 -107.460 -54,5\r\nTatverdächtige ↓ 85.379 176.634 -91.255 -51,7\r\ndeutsche TV ↓ 54.158 117.836 -63.678 -54,0\r\nnichtdeutsche TV ↓ 31.221 58.798 -27.577 -46,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↓ 9.741 17.229 -7.488 -43,5\r\n*) Inhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen \r\nZubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben.\r\nDie Zahl der erfassten Rauschgiftdelikte in der PKS sank insbesondere durch die Teillegalisierung \r\nvon Cannabis im vergangenen Jahr insgesamt um rund ein Drittel auf 228.104 Fälle (-34,2 Prozent). \r\nGleichzeitig stellte die Polizei bei LSD (+32,6 Prozent) und Neuen psychoaktiven Stoffen (NPS) \r\n(+41,6 Prozent), beides Rauschgiftarten mit vergleichsweise niedrigen Fallzahlen, sowie erneut bei \r\nKokain einschließlich Crack (+4,8 Prozent) einen eher moderaten Anstieg der Delikte fest. Die \r\nDeliktszahlen für Heroin sanken dagegen um 14,8 Prozent.\r\nEin Grund für die Zunahme der Deliktszahlen für Kokain und Crack dürfte in der hohen \r\nVerfügbarkeit von Kokain in Deutschland und Europa zu sehen sein, die durch große \r\nKokainanbauflächen und Produktionsmengen in Südamerika begünstigt wird. Polizei und Zoll \r\ngehen in enger Zusammenarbeit mit internationalen Partnern konsequent gegen Strukturen der \r\norganisierten Kriminalität vor, um den Drogenhandel nachhaltig zu bekämpfen. \r\nKokain ist in allen Gesellschaftsschichten als \"Lifestyledroge\" etabliert, es ist von einer \r\nflächendeckenden Versorgungsmöglichkeit für Konsumierende auszugehen. Nach wie vor liegen \r\ndie Fallzahlen zu Amphetamin und dessen Derivaten inklusive Ecstasy über denen von Kokain, \r\nwobei aber eine deutliche Annäherung festzustellen ist. Der leichte Anstieg bei den \r\nMethamphetaminzahlen dürfte im Rahmen der üblichen Schwankungen liegen.\r\nDer deutliche Anstieg bei NPS resultiert hauptsächlich aus Ermittlungsverfahren im \r\nZusammenhang mit Justizvollzugsanstalten. Hierbei handelt es sich bspw. um Funde von \r\nPapierstücken (sog. „JVA-Papiere“), auf denen NPS aufgebracht waren, sowie um Feststellungen \r\ndurch die Vornahme von Drogentests bei Insassen. Darüber hinaus dürften sich hier auch deutliche \r\nAnstiege der Fallzahlen in Bezug auf die synthetische Droge Ketamin niederschlagen.\r\nDie absoluten Fallzahlen bei LSD sind auf einem vergleichbar geringen Niveau, daher hebt sich eine \r\nSteigerung um lediglich 200 Fälle in Prozenten gleich deutlich hervor. LSD spielt aber faktisch \r\nweiterhin nur eine untergeordnete Rolle. " }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "36 PKS 2024\r\nV1.0\r\nGrundsätzlich steht die Entwicklung der Fallzahlen bei Rauschgiftdelikten auch in Beziehung zu \r\netwaigen Veränderungen im Bereich der polizeilichen Kontrolltätigkeit. \r\n4.4 – T18\r\nSchlüssel Straftaten nach dem \r\nArzneimittelgesetz\r\nTrend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n716400 Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz → 4.840 4.814 26 0,5 78,2 73,9\r\nAufgeklärte Fälle ↗ 3.786 3.556 230 6,5\r\nTatverdächtige → 3.554 3.642 -88 -2,4\r\ndeutsche TV ↓ 2.117 2.520 -403 -16,0\r\nnichtdeutsche TV ↑ 1.437 1.122 315 28,1\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↑ 682 444 238 53,6\r\nDie Straftaten nach dem Arzneimittelgesetz sind im Vergleich zum Vorjahr um 26 Fälle auf 4.840\r\nFälle leicht angestiegen (+0,5 Prozent). \r\n4.4– T19\r\nSchlüssel ausländerrechtliche Verstöße Trend\r\n2024\r\nAnzahl Veränderung AQ\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\n725000 ausländerrechtliche Verstöße → 287.339 298.909 -11.570 -3,9 98,2 98,5\r\nAufgeklärte Fälle → 282.157 294.470 -12.313 -4,2\r\nTatverdächtige ↘ 256.401 272.539 -16.138 -5,9\r\ndeutsche TV ↓ 1.017 1.180 -163 -13,8\r\nnichtdeutsche TV ↘ 255.384 271.359 -15.975 -5,9\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↘ 246.924 263.533 -16.609 -6,3\r\ndarunter:\r\n725100 unerlaubte Einreise § 95 Abs. 1 Nr. 3 und \r\nAbs. 2 Nr.1a AufenthG → 90.222 93.158 -2.936 -3,2 99,8 99,8\r\nAufgeklärte Fälle → 90.019 93.008 -2.989 -3,2\r\nTatverdächtige → 87.950 92.107 -4.157 -4,5\r\ndeutsche TV → 198 203 -5 -2,5\r\nnichtdeutsche TV → 87.752 91.904 -4.152 -4,5\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer → 85.790 90.226 -4.436 -4,9\r\n725700 unerlaubter Aufenthalt § 95 Abs. 1 Nr. 1, \r\n2 und Abs. 2 Nr. 1b AufenthG ↘ 177.275 187.059 -9.784 -5,2 99,6 99,6\r\nAufgeklärte Fälle ↘ 176.546 186.341 -9.795 -5,3\r\nTatverdächtige ↘ 162.442 174.117 -11.675 -6,7\r\ndeutsche TV ↓ 283 320 -37 -11,6\r\nnichtdeutsche TV ↘ 162.159 173.797 -11.638 -6,7\r\ndarunter Zuwanderinnen/Zuwanderer ↘ 159.193 171.126 -11.933 -7,0\r\nDie Anzahl der ausländerrechtlichen Verstöße ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um -3,9\r\nProzent auf 287.339 Fälle gesunken. \r\nDie Fallzahlentwicklung bei der unerlaubten Einreise steht mutmaßlich im Zusammenhang mit \r\nder Einführung von Binnengrenzkontrollen zur Bekämpfung der irregulären Migration an den \r\ndeutschen Außengrenzen." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 37\r\n5 Überblick Straftatenanteile\r\nStraftatenanteile an Straftaten insgesamt = 5.837.445 Fälle (2023: 5.940.667 Fälle)\r\nDie jeweiligen Straftatenanteile des Berichtsjahres 2023 stehen in Klammern.\r\n5 – G01\r\nStraftatenanteile an Straftaten insgesamt ohne ausl. Verstöße = 5.550.106 Fälle (2023: 5.641.758\r\nFälle)\r\nDie jeweiligen Straftatenanteile des Berichtsjahres 2023 stehen in Klammern.\r\n5 – G02\r\nsonstige Straftaten\r\n22,7%\r\n(21,4%)\r\neinfacher Diebstahl\r\n19,7%\r\n(19,7%)\r\nschwerer Diebstahl\r\n13,6%\r\n(12,7%)\r\nBetrug\r\n12,7%\r\n(13,5%)\r\nKörperverletzung\r\n10,7%\r\n(10,3%)\r\nSachbeschädigung\r\n9,5%\r\n(9,4%)\r\nRauschgiftdelikte\r\n3,9%\r\n(5,8%)\r\nausländerrechtliche \r\nVerstöße\r\n4,9%\r\n(5,0%)\r\nStraftaten gegen die \r\nsexuelle \r\nSelbstbestimmung\r\n2,2%\r\n(2,1%)\r\nStraftaten gegen das \r\nLeben\r\n0,1%\r\n(0,1%) \r\nsonstige Straftaten\r\n23,9%\r\n(22,5%)\r\neinfacher Diebstahl\r\n20,7%\r\n(20,8%)\r\nschwerer Diebstahl\r\n14,3%\r\n(14,2%)\r\nBetrug\r\n13,4%\r\n(13,4%)\r\nKörperverletzung\r\n11,3%\r\n(10,9%)\r\nSachbeschädigung\r\n10,0%\r\n(9,9%)\r\nRauschgiftdelikte\r\n4,1%\r\n(6,1%)\r\nSexualdelikte\r\n2,3%\r\n(2,2%)\r\nStraftaten gegen das \r\nLeben\r\n0,1%\r\n(0,1%)38 PKS 2024\r\nV1.0\r\nStraftatenanteile an Gewaltkriminalität = 217.277 Fälle (2023: 214.099 Fälle)\r\nDie jeweiligen Straftatenanteile des Berichtsjahres 2023 stehen in Klammern.\r\n5 – G03\r\n*) Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge §§ \r\n177, 178 StGB\r\n**) Sonstige Gewaltkriminalität: Körperverletzung mit Todesfolge, erpresserischer Menschenraub, Geiselnahme, Angriff \r\nauf den Luft- und Seeverkehr\r\nStraftatenanteile an Diebstahl insgesamt = 1.940.033 Fälle (2023: 1.971.435 Fälle)\r\nDie jeweiligen Straftatenanteile des Berichtsjahres 2023 stehen in Klammern.\r\n5 – G04\r\nMord\r\n0,3%\r\n(0,3%)\r\nTotschlag und \r\nTötung auf \r\nVerlangen\r\n0,7%\r\n(0,7%) Vergewaltigung, \r\nsexuelle Nötigung \r\nund sexueller \r\nÜbergriff *)\r\n6,1%\r\n(5,7%)\r\nRaubdelikte\r\n19,9%\r\n(21,0%)\r\ngefährliche und \r\nschwere \r\nKörperverletzung\r\n72,8%\r\n(72,2%)\r\nsonstige Gewalt￾kriminalität **)\r\n0,1%\r\n(0,1%)\r\nsonstiger Diebstahl\r\n40,0%\r\n(39,0%)\r\nLadendiebstahl \r\ninsgesamt\r\n20,9%\r\n(21,6%)\r\nDiebstahl insgesamt \r\nvon Fahrrädern\r\n12,7%\r\n(13,4%)\r\nDiebstahl von und \r\nan/aus Kfz\r\n14,8%\r\n(14,4%)\r\nDiebstahl insgesamt \r\nin/aus Wohnungen\r\n6,1%\r\n(6,1%)\r\nTaschendiebstahl \r\ninsgesamt\r\n5,6%\r\n(5,5%)PKS 2024 39\r\n6 Langfristige Entwicklung\r\n6.1 Kriminalität insgesamt\r\nBei „Straftaten insgesamt“ verringerte sich die Zahl der erfassten Fälle im Vergleich zum Jahr 2010\r\num 95.833 Fälle (-1,6 Prozent). Die Aufklärungsquote liegt mit 58,0 Prozent um 2,0 Prozentpunkte \r\nüber dem Wert von 2010 und erreicht damit fast den Höchststand im Jahr 2021 (58,7 Prozent).\r\nZu beachten ist, dass aufgrund der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und \r\ndessen Zubereitungen ab dem 01.04.2024 eine direkte Vergleichbarkeit der Daten 2024 mit den \r\nVorjahresdaten nicht gegeben ist.\r\n6.1.1 Entwicklung bei Straftaten insgesamt\r\n6.1 – T01\r\nJahr Bevölkerung\r\n*)\r\nSR\r\nBevölkerung\r\nFälle\r\ninsgesamt\r\nSR\r\nFälle HZ SR\r\nHZ AQ\r\n2010 81.802.300 -0,2 5.933.278 -2,0 7.253 -1,8 56,0\r\n2011 81.751.602 -0,1 5.990.679 1,0 7.328 1,0 54,7\r\n2012 81.843.743 0,1 5.997.040 0,1 7.327 0,0 54,4\r\n**) 2013 80.523.746 x 5.961.662 -0,6 7.404 x 54,5\r\n2014 80.767.463 0,3 6.082.064 2,0 7.530 1,7 54,9\r\n2015 81.197.537 0,5 6.330.649 4,1 7.797 3,5 56,3\r\n2016 82.175.684 1,2 6.372.526 0,7 7.755 -0,5 56,2\r\n***) 2017 82.521.653 0,4 5.761.984 -9,6 6.982 -10,0 57,1\r\n2018 82.792.351 0,3 5.555.520 -3,6 6.710 -3,9 57,7\r\n2019 83.019.213 0,3 5.436.401 -2,1 6.548 -1,9 57,5\r\n2020 83.166.711 0,2 5.310.621 -2,3 6.386 -2,5 58,4\r\n2021 83.155.031 0,0 5.047.860 -4,9 6.070 -4,9 58,7\r\n2022 83.237.124 0,1 5.628.584 11,5 6.762 11,4 57,3\r\n2023 Zensus 2011 84.358.845 1,3 5.940.667 5,5 7.042 4,1 58,4\r\n****) 2023 Zensus 2022 83.118.501 x 5.940.667 5,5 7.147 x 58,4\r\n2024 Zensus 2011 84.669.326 0,4 5.837.445 -1,7 6.894 -2,1 58,0\r\n2024 Zensus 2022 83.456.045 x 5.837.445 -1,7 6.995 -2,2 58,0\r\n*) Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsstand jeweils zum 31.12. des Vorjahres zum jeweiligen \r\nBerichtsjahr.\r\n**) Aufgrund der geänderten Datenbasis bei den Bevölkerungszahlen nach Zensus 2011 ist ein Vergleich mit den \r\nVorjahren nicht möglich.\r\n***) Die Bevölkerungsdaten sind aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur \r\nbedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.\r\n****) Aufgrund der geänderten Datenbasis bei den Bevölkerungszahlen nach Zensus 2022 ist ein Vergleich mit den \r\nVorjahren nicht möglich.\r\nx Berechnung nicht möglich aufgrund geänderter Datenbasis." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "40 PKS 2024\r\nV1.0\r\n6.1.2 Entwicklung bei Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße\r\n6.1 – T02\r\nJahr Bevölkerung\r\n*)\r\nSR\r\nBevölkerung\r\nFälle insg.\r\nohne ausl. \r\nVerstöße\r\nSR\r\nFälle HZ SR\r\nHZ AQ\r\n2010 81.802.300 -0,2 5.859.125 -2,0 7.163 -1,8 55,5\r\n2011 81.751.602 -0,1 5.912.355 0,9 7.232 1,0 54,1\r\n2012 81.843.743 0,1 5.908.011 -0,1 7.219 -0,2 53,7\r\n**) 2013 80.523.746 x 5.851.107 -1,0 7.266 x 53,7\r\n2014 80.767.463 0,3 5.925.668 1,3 7.337 1,0 53,7\r\n2015 81.197.537 0,5 5.927.908 0,0 7.301 -0,5 53,4\r\n2016 82.175.684 1,2 5.884.815 -0,7 7.161 -1,9 54,0\r\n***) 2017 82.521.653 0,4 5.582.136 -5,1 6.764 -5,5 55,7\r\n2018 82.792.351 0,3 5.392.457 -3,4 6.513 -3,7 56,5\r\n2019 83.019.213 0,3 5.270.782 -2,3 6.349 -2,5 56,2\r\n2020 83.166.711 0,2 5.163.536 -2,0 6.209 -2,2 57,2\r\n2021 83.155.031 0,0 4.901.007 -5,1 5.894 -5,1 57,5\r\n2022 83.237.124 0,1 5.402.755 10,2 6.491 10,1 55,6\r\n2023 Zensus 2011 84.358.845 1,3 5.641.758 4,4 6.688 3,0 56,3\r\n****) 2023 Zensus 2022 83.118.501 x 5.641.758 4,4 6.788 x 56,3\r\n2024 Zensus 2011 84.669.326 0,4 5.550.106 -1,6 6.555 -2,0 55,9\r\n2024 Zensus 2022 83.456.045 x 5.550.106 -1,6 6.650 -2,0 55,9\r\n*) Quelle: Statistisches Bundesamt Bevölkerungsstand jeweils zum 31.12. des Vorjahres zum jeweiligen \r\nBerichtsjahr.\r\n**) Aufgrund der geänderten Datenbasis bei den Bevölkerungszahlen nach Zensus 2011 ist ein Vergleich mit den \r\nVorjahren nicht möglich.\r\n***) Die Bevölkerungsdaten sind aufgrund methodischer Änderungen und technischer Weiterentwicklungen nur \r\nbedingt mit den Vorjahreswerten vergleichbar.\r\n****) Aufgrund der geänderten Datenbasis bei den Bevölkerungszahlen nach Zensus 2022 ist ein Vergleich mit den \r\nVorjahren nicht möglich.\r\nx Berechnung nicht möglich aufgrund geänderter Datenbasis.\r\nBei „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“ verringerte sich die Fallzahl im \r\nVergleich zum Jahr 2010 um 309.019 Fälle (-5,3 Prozent).Die Aufklärungsquote liegt mit 55,9\r\nProzent um 0,4 Prozentpunkte über dem Wert von 2010 und ebenfalls 1,6 Prozentpunkte unter \r\ndem bisherigen Höchststand im Jahr 2021 (57,5 Prozent).\r\nZu beachten ist auch hier, dass aufgrund der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von \r\nCannabis und dessen Zubereitungen ab dem 01.04.2024 eine direkte Vergleichbarkeit der Daten \r\n2024 mit den Vorjahresdaten nicht gegeben ist." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 41\r\n6.2 Langfristige Entwicklung in ausgewählten Kriminalitätsbereichen\r\nGewaltkriminalität und Körperverletzung\r\n6.2 – G01\r\nDie „Gewaltkriminalität“ ist 2024 im Vergleich zu 2010 um 8,0 Prozent (+16.034 Fälle) auf 217.277\r\nFälle gestiegen. Damit erreicht sie im aktuellen Berichtsjahr im Betrachtungszeitraum einen neuen \r\nHöchststand. \r\nDie in der Gewaltkriminalität enthaltene „gefährliche und schwere Körperverletzung“24 ist 2024 im \r\nVergleich zu 2010 um 10,7 Prozent (+15.274 Fälle) auf 158.177 Fälle gestiegen und bedeutet auch \r\nhier die höchste Fallzahl im Betrachtungszeitraum. \r\nBei „vorsätzlicher einfacher Körperverletzung“, die nicht unter die Gewaltkriminalität im Sinne der \r\nPKS fällt, ist die Fallzahl im Vergleich zu 2010 um 17,3 Prozent (+64.511 Fälle) auf 437.461 Fälle \r\nangestiegen und liegt damit um 1,9 Prozent über dem bisherigen Höchststand im \r\nBetrachtungszeitraum (2023: 429.157 Fälle).\r\n24 Schlüssel 222000: Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien §§ 224, 226, 226a, 231 StGB\r\n0\r\n50.000\r\n100.000\r\n150.000\r\n200.000\r\n250.000\r\n300.000\r\n350.000\r\n400.000\r\n450.000\r\n500.000\r\n2010\r\n2011\r\n2012\r\n2013\r\n2014\r\n2015\r\n2016\r\n2017\r\n2018\r\n2019\r\n2020\r\n2021\r\n2022\r\n2023\r\n2024\r\nerfasste Fälle\r\nGewaltkriminalität vorsätzliche einfache Körperverletzung gefährliche und schwere Körperverletzung" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "42 PKS 2024\r\nV1.0\r\nStraßenkriminalität\r\n6.2 – G02\r\nDie „Straßenkriminalität“ ging 2024 im Vergleich zum Jahr 2010 um -18,7 Prozent (-253.248 Fälle) \r\nauf 1.099.649 Fälle zurück. \r\nDiebstahl\r\n6.2 – G03\r\nBei „schwerem Diebstahl“ ist im Vergleich zum Jahr 2010 ein Rückgang um 276.854 Fälle (-\r\n25,0 Prozent) auf 791.120 Fälle zu verzeichnen. Der Rückgang bei „einfachem Diebstahl“ fiel etwas \r\ngeringer aus und lag im Vergleich zum Jahr 2010 bei -6.9 Prozent (-84.899 Fälle auf 1.148.913 Fälle).\r\n0\r\n250.000\r\n500.000\r\n750.000\r\n1.000.000\r\n1.250.000\r\n1.500.000\r\n2010\r\n2011\r\n2012\r\n2013\r\n2014\r\n2015\r\n2016\r\n2017\r\n2018\r\n2019\r\n2020\r\n2021\r\n2022\r\n2023\r\n2024\r\nerfasste Fälle\r\n0\r\n250.000\r\n500.000\r\n750.000\r\n1.000.000\r\n1.250.000\r\n1.500.000\r\n2010\r\n2011\r\n2012\r\n2013\r\n2014\r\n2015\r\n2016\r\n2017\r\n2018\r\n2019\r\n2020\r\n2021\r\n2022\r\n2023\r\n2024\r\nerfasste Fälle\r\neinfacher Diebstahl schwerer Diebstahl" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 43\r\nBetrug\r\n6.2 – G04\r\nBei „Betrug“ ist im Vergleich zum Jahr 2010 ein Rückgang um 224.690 Fälle (-23,2 Prozent) auf \r\n743.472 Fälle zu registrieren. Nach einem deutlichen Rückgang im Jahr 2016 um 7,0 Prozent und \r\neinem Anstieg von 1,3 Prozent im Jahr 2017 gehen die Fallzahlen seit 2018 zunächst deutlich (-7,6 \r\nProzent) und dann moderater zurück. Nach einem geringen Anstieg im Jahr 2022 um 1,0 Prozent, \r\nsank der Anteil nun wieder im zweiten Jahr in Folge (-1,5 Prozent, 2023: - 5,9 Prozent).\r\nBei den Rückgängen ist die Entwicklung der Straftaten mit Tatort im Ausland und Erfolgsort in \r\nDeutschland25 zu berücksichtigen.\r\n25 Siehe Kapitel 4.3 (Seite 14)\r\n0\r\n200.000\r\n400.000\r\n600.000\r\n800.000\r\n1.000.000\r\n1.200.000\r\n2010\r\n2011\r\n2012\r\n2013\r\n2014\r\n2015\r\n2016\r\n2017\r\n2018\r\n2019\r\n2020\r\n2021\r\n2022\r\n2023\r\n2024\r\nerfasste Fälle44 PKS 2024\r\nV1.0\r\n6.3 Entwicklung der Aufklärungsquoten\r\nEntwicklung der Aufklärungsquoten bei „Straftaten insgesamt“\r\nIm Jahr 2024 wurden insgesamt 3.385.919 Fälle aufgeklärt. Dies entspricht einer Aufklärungsquote \r\nvon 58,0 Prozent (2023: 58,4 Prozent).\r\nGegenüber dem bisherigen Höchststand im Jahr 2021 (58,7 Prozent) ist die Aufklärungsquote im \r\nBerichtsjahr 2024 um 0,7 Prozentpunkte auf 58,0 Prozent gesunken.\r\n6.3 – T01 6.3– G01\r\nJahr aufgeklärte\r\nFälle AQ Straftaten (erfasst und aufgeklärt) und Tatverdächtige insgesamt\r\n2010 3.322.320 56,0\r\n2011 3.276.153 54,7\r\n2012 3.259.822 54,4\r\n2013 3.249.396 54,5\r\n2014 3.336.398 54,9\r\n2015 3.564.811 56,3\r\n2016 3.584.167 56,2\r\n2017 3.290.725 57,1\r\n2018 3.206.507 57,7\r\n2019 3.124.161 57,5\r\n2020 3.100.401 58,4\r\n2021 2.963.643 58,7\r\n2022 3.226.935 57,3\r\n2023 3.469.752 58,4\r\n2024 3.385.919 58,0\r\nEntwicklung der Aufklärungsquoten bei „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche \r\nVerstöße“\r\nIm Jahr 2024 wurden insgesamt 3.103.762 Fälle aufgeklärt. Dies entspricht einer Aufklärungsquote \r\nvon 55,9 Prozent (2023: 56,3 Prozent). \r\nGegenüber dem bisherigen Höchststand im Jahr 2021 (57,5 Prozent) ist die Aufklärungsquote im \r\nBerichtsjahr 2024 um 1,6 Prozentpunkte auf 55,9 Prozent gesunken.\r\n6.3 – T02 6.3– G02\r\nJahr aufgeklärte\r\nFälle AQ Straftaten (erfasst und aufgeklärt) und Tatverdächtige insgesamt ohne \r\nausländerrechtliche \r\nVerstöße 2010 3.249.323 55,5\r\n2011 3.199.084 54,1\r\n2012 3.172.113 53,7\r\n2013 3.140.212 53,7\r\n2014 3.181.194 53,7\r\n2015 3.163.331 53,4\r\n2016 3.175.324 54,0\r\n2017 3.111.751 55,7\r\n2018 3.045.321 56,5\r\n2019 2.960.340 56,2\r\n2020 2.955.323 57,2\r\n2021 2.819.409 57,5\r\n2022 3.003.914 55,6\r\n2023 3.175.282 56,3\r\n2024 3.103.762 55,9\r\n0\r\n1.000.000\r\n2.000.000\r\n3.000.000\r\n4.000.000\r\n5.000.000\r\n6.000.000\r\n7.000.000\r\n2010\r\n2011\r\n2012\r\n2013\r\n2014\r\n2015\r\n2016\r\n2017\r\n2018\r\n2019\r\n2020\r\n2021\r\n2022\r\n2023\r\n2024\r\nAnzahl\r\nerfasste Fälle aufgeklärte Fälle TV insgesamt\r\n0\r\n1.000.000\r\n2.000.000\r\n3.000.000\r\n4.000.000\r\n5.000.000\r\n6.000.000\r\n7.000.000\r\n2010\r\n2011\r\n2012\r\n2013\r\n2014\r\n2015\r\n2016\r\n2017\r\n2018\r\n2019\r\n2020\r\n2021\r\n2022\r\n2023\r\n2024\r\nAnzahl\r\nerfasste Fälle aufgeklärte Fälle TV insgesamt" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 45\r\n6.4 Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen\r\nZu beachten ist auch hier, dass aufgrund der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von \r\nCannabis und dessen Zubereitungen ab dem 01.04.2024 eine direkte Vergleichbarkeit der Daten \r\n2024 mit den Vorjahresdaten nicht gegeben ist.\r\nTatverdächtige insgesamt bei „Straftaten insgesamt“\r\n6.4 – T01\r\nJahr\r\nTatverdächtige\r\ninsgesamt deutsche TV nichtdeutsche TV\r\nAnzahl SR Anzahl SR Anzahl SR\r\nAnteil \r\nan TV \r\ninsgesamt\r\n2010 2.152.803 -1,6 1.680.991 -2,5 471.812 2,0 21,9\r\n2011 2.112.843 -1,9 1.628.314 -3,1 484.529 2,7 22,9\r\n2012 2.094.118 -0,9 1.591.728 -2,2 502.390 3,7 24,0\r\n2013 2.094.160 0,0 1.555.711 -2,3 538.449 7,2 25,7\r\n2014 2.149.504 2,6 1.532.112 -1,5 617.392 14,7 28,7\r\n2015 2.369.036 10,2 1.457.172 -4,9 911.864 47,7 38,5\r\n2016 2.360.806 -0,3 1.407.062 -3,4 953.744 4,6 40,4\r\n2017 2.112.715 -10,5 1.376.450 -2,2 736.265 -22,8 34,8\r\n2018 2.051.266 -2,9 1.342.886 -2,4 708.380 -3,8 34,5\r\n2019 2.019.211 -1,6 1.319.950 -1,7 699.261 -1,3 34,6\r\n2020 1.969.617 -2,5 1.306.418 -1,0 663.199 -5,2 33,7\r\n2021 1.892.003 -3,9 1.252.876 -4,1 639.127 -3,6 33,8\r\n2022 2.093.782 10,7 1.309.906 4,6 783.876 22,6 37,4\r\n2023 2.246.767 7,3 1.323.498 1,0 923.269 17,8 41,1\r\n2024 2.184.834 -2,8 1.271.638 -3,9 913.196 -1,1 41,8\r\nTatverdächtige insgesamt bei „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“\r\n6.4 – T02\r\nJahr\r\nTatverdächtige\r\ninsgesamt deutsche TV nichtdeutsche TV\r\nAnzahl SR Anzahl SR Anzahl SR\r\nAnteil \r\nan TV \r\ninsgesamt\r\n2010 2.098.601 -1,6 1.679.369 -2,5 419.232 2,1 20,0\r\n2011 2.054.232 -2,1 1.626.973 -3,1 427.259 1,9 20,8\r\n2012 2.025.957 -1,4 1.590.398 -2,2 435.559 1,9 21,5\r\n2013 2.007.328 -0,9 1.554.313 -2,3 453.015 4,0 22,6\r\n2014 2.023.623 0,8 1.531.013 -1,5 492.610 8,7 24,3\r\n2015 2.011.898 -0,6 1.456.078 -4,9 555.820 12,8 27,6\r\n2016 2.022.414 0,5 1.406.184 -3,4 616.230 10,9 30,5\r\n2017 1.974.805 -2,4 1.375.448 -2,2 599.357 -2,7 30,4\r\n2018 1.931.079 -2,2 1.341.879 -2,4 589.200 -1,7 30,5\r\n2019 1.896.221 -1,8 1.318.980 -1,7 577.241 -2,0 30,4\r\n2020 1.863.118 -1,7 1.305.430 -1,0 557.688 -3,4 29,9\r\n2021 1.785.398 -4,2 1.251.915 -4,1 533.483 -4,3 29,9\r\n2022 1.921.553 7,6 1.309.115 4,6 612.438 14,8 31,9\r\n2023 2.017.552 5,0 1.322.571 1,0 694.981 13,5 34,4\r\n2024 1.967.731 -2,5 1.270.858 -3,9 696.873 0,3 35,4" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "46 PKS 2024\r\nV1.0\r\n7 Tatverdächtige\r\nGrundsätzlich ist auch bei der Entwicklung der Tatverdächtigenzahlen zu berücksichtigen, dass \r\naufgrund der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen Zubereitungen ab \r\ndem 01.04.2024 eine direkte Vergleichbarkeit der Daten 2024 mit den Vorjahresdaten nicht gegeben \r\nist. Dies gilt nicht für die Daten bei den Kindern und Jugendlichen.\r\n7.1 Tatverdächtige bei „Straftaten insgesamt“\r\nIm Berichtsjahr 2024 wurden insgesamt 3.385.919 Fälle aufgeklärt (2023: 3.469.752) und insgesamt \r\n2.184.834 Tatverdächtige (2023: 2.246.767) ermittelt. Von den im Jahr 2024 insgesamt registrierten \r\nTatverdächtigen bei „Straftaten insgesamt“ waren 1.624.473 männlich (-3,0 Prozent, 2023: 1.675.541) \r\nund 560.361 weiblich (-1,9 Prozent, 2023: 571.226).\r\nBei den deutschen Tatverdächtigen wurde ein Rückgang von -3,9 Prozent (-51.860) auf 1.271.638\r\nfestgestellt. Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen ist der Rückgang mit -1,1 Prozent (-10.073) auf \r\n913.196 deutlich geringer ausgefallen. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an allen \r\nTatverdächtigen nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte zu (2024: 41,8 Prozent; \r\n2023: 41,1 Prozent).\r\nDiese Tendenz kann aufgrund des aktuellen Wanderungsgeschehens in Deutschland als durchaus \r\nerwartbar eingestuft werden. Während die deutsche Wohnbevölkerung sich in ihrer Größe kaum \r\nverändert hat, ist die nichtdeutsche Bevölkerung merklich angewachsen. Neben diesen rein \r\nzahlenmäßigen Effekten ist davon auszugehen, dass viele Schutzsuchende multiple Risikofaktoren \r\n(bspw. unsichere Zukunftsperspektive, Armut, Gewalterfahrungen) für verschiedene \r\nDeliktsbereiche (insb. Gewaltkriminalität und Eigentumsdelikte) aufweisen. Erwachsene (ab 21 \r\nJahre) stellen mit 79,3 Prozent den größten Anteil an den Tatverdächtigen insgesamt, ihre Anzahl \r\nnahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte zu.\r\n7.1- T01\r\nTatverdächtige\r\nAnzahl Veränderung Anteil an TV \r\ninsgesamt\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\nTatverdächtige insgesamt 2.184.834 2.246.767 -61.933 -2,8 100,0 100,0\r\nMännlich 1.624.473 1.675.541 -51.068 -3,0 74,4 74,6\r\nWeiblich 560.361 571.226 -10.865 -1,9 25,6 25,4\r\nTatverdächtige insgesamt nach Alter\r\nKinder (0 bis unter 14 Jahre) 101.886 104.233 -2.347 -2,3 4,7 4,6\r\ndavon:\r\ndeutsche Kinder 62.100 64.481 -2.381 -3,7 2,8 2,9\r\nnichtdeutsche Kinder 39.786 39.752 34 0,1 1,8 1,8\r\nJugendliche (14 bis unter 18 Jahre) 192.863 207.149 -14.286 -6,9 8,8 9,2\r\ndavon:\r\ndeutsche Jugendliche 124.695 137.416 -12.721 -9,3 5,7 6,1\r\nnichtdeutsche Jugendliche 68.168 69.733 -1.565 -2,2 3,1 3,1\r\nHeranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) 156.889 171.402 -14.513 -8,5 7,2 7,6\r\ndavon:\r\ndeutsche Heranwachsende 88.873 102.291 -13.418 -13,1 4,1 4,6\r\nnichtdeutsche Heranwachsende 68.016 69.111 -1.095 -1,6 3,1 3,1\r\nErwachsene (ab 21 Jahre) 1.733.196 1.763.983 -30.787 -1,7 79,3 78,5\r\ndavon:\r\ndeutsche Erwachsene 995.970 1.019.310 -23.340 -2,3 45,6 45,4\r\nnichtdeutsche Erwachsene 737.226 744.673 -7.447 -1,0 33,7 33,1" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 47\r\nIm aktuellen Berichtsjahr sinkt die Anzahl der tatverdächtigen Kinder auf 101.896 (-2,3 Prozent), \r\ndennoch wird das Niveau von 2019 deutlich überschritten (2019: 72.890 tatverdächtige Kinder; \r\n2019/2024: +39,8 Prozent). Gleiches gilt für die Anzahl der tatverdächtigen Jugendlichen, die im \r\nVergleich zum Vorjahr um 6,9 Prozent gesunken ist, aber mit +8,9 Prozent deutlich über der Anzahl \r\ndes Berichtsjahres 2019 (177.082 Tatverdächtige) liegt. Die Anzahl der tatverdächtigen Erwachsenen \r\n(ab 21 Jahre) sinkt im Vergleich zum Vorjahr leicht (-1,7 Prozent), liegt aber ebenfalls deutlich über \r\ndem Niveau von 2019 (+10,8 Prozent; 2019: 1.591.465 Tatverdächtige).\r\nHingegen ist die Anzahl der tatverdächtigen Heranwachsenden sowohl im Vorjahresvergleich (-8,5 \r\nProzent) als auch im Vergleichszeitraum 2024/2019 gesunken (-11,7 Prozent; 2019: 177.774 \r\nTatverdächtige). \r\nJugendliche haben eine entwicklungsbedingt größere Neigung, gegen Normen zu verstoßen und \r\nStraftaten zu begehen. Faktoren, die das Kriminalitätsaufkommen insgesamt ansteigen lassen (im \r\nVergleich zu 2019), entfalten daher bei Jugendlichen eine möglicherweise besonders deutliche \r\nWirkung.\r\nZudem gibt es Hinweise auf eine bei Kindern und Jugendlichen steigende Verbreitung psychischer \r\nBelastungen, die zwar keine direkte Ursache für delinquentes Verhalten darstellen, aber im \r\nZusammen-wirken mit anderen ungünstigen Faktoren die Wahrscheinlichkeit der Begehung von \r\n(Gewalt-)Straftaten erhöhen können.48 PKS 2024\r\nV1.0\r\n7.2 Tatverdächtige bei „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche \r\nVerstöße“\r\nIm Berichtsjahr 2024 wurden insgesamt 3.103.762 Fälle aufgeklärt (2023: 3.175.282) und insgesamt \r\n1.967.731 Tatverdächtige (2023: 2.017.552) ermittelt. \r\nVon diesen bei „Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche Verstöße“ registrierten \r\nTatverdächtigen waren 1.464.515 männlich (74,4 Prozent) und 503.216 weiblich (25,6 Prozent).\r\nBei den deutschen Tatverdächtigen wurde ein Rückgang von -3,9 Prozent (2023: 1.322.571) auf \r\n1.270.858 festgestellt. Bei den nichtdeutschen Tatverdächtigen wurde hingegen ein Anstieg von 0,3\r\nProzent (2023: 694.981) auf 696.873 registriert.\r\nDer Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an allen Tatverdächtigen bei den Straftaten insgesamt \r\nohne ausländerrechtliche Verstöße nahm im Vergleich zum Vorjahr um 1,0 Prozentpunkte zu \r\n(2024: 35,4 Prozent; 2023: 34,4 Prozent).\r\nErwachsene ab 21 Jahre stellen mit 79,5 Prozent den größten Anteil an den Tatverdächtigen \r\ninsgesamt, ihr Anteil an allen Tatverdächtigen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 \r\nProzentpunkte.\r\n7.1– T02\r\nTatverdächtige\r\nAnzahl Veränderung Anteil an TV \r\ninsgesamt\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023\r\nTatverdächtige insgesamt 1.967.731 2.017.552 -49.821 -2,5 100,0 100,0\r\nmännlich 1.464.515 1.500.244 -35.729 -2,4 74,4 74,4\r\nweiblich 503.216 517.308 -14.092 -2,7 25,6 25,6\r\nTatverdächtige insgesamt nach Alter\r\nKinder (0 bis unter 14 Jahre) 90.062 91.398 -1.336 -1,5 4,6 4,5\r\ndavon:\r\ndeutsche Kinder 62.102 64.481 -2.379 -3,7 3,2 3,2\r\nnichtdeutsche Kinder 27.960 26.917 1.043 3,9 1,4 1,3\r\nJugendliche (14 bis unter 18 Jahre) 177.265 188.257 -10.992 -5,8 9,0 9,3\r\ndavon:\r\ndeutsche Jugendliche 124.693 137.412 -12.719 -9,3 6,3 6,8\r\nnichtdeutsche Jugendliche 52.572 50.845 1.727 3,4 2,7 2,5\r\nHeranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) 135.996 148.638 -12.642 -8,5 6,9 7,4\r\ndavon:\r\ndeutsche Heranwachsende 88.852 102.275 -13.423 -13,1 4,5 5,1\r\nnichtdeutsche Heranwachsende 47.144 46.363 781 1,7 2,4 2,3\r\nErwachsene (ab 21 Jahre) 1.564.408 1.589.259 -24.851 -1,6 79,5 78,8\r\ndavon:\r\ndeutsche Erwachsene 995.211 1.018.403 -23.192 -2,3 50,6 50,5\r\nnichtdeutsche Erwachsene 569.197 570.856 -1.659 -0,3 28,9 28,3" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 49\r\n7.3 Tatverdächtigenbelastungszahl bei „Straftaten insgesamt“\r\nDie folgenden Tatverdächtigenbelastungszahlen (TVBZ)26 drücken das Verhältnis der \r\nTatverdächtigen ab 8 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland zur Gesamtbevölkerung ab 8 Jahren aus.\r\n7.3– T01\r\n*) Inhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und \r\nAnbaus von Cannabis und dessen Zubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht \r\ngegeben. \r\nDer Rückgang der Tatverdächtigenbelastungszahl begründet sich mit dem Rückgang der \r\nTatverdächtigenzahlen der entsprechenden Altersgruppen. Bei den heranwaschsenden und \r\nerwachsenen Tatverdächtigen stehen diese auch mit der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus \r\nvon Cannabis und dessen Zubereitungen ab dem 01.04.2024 im Zusammenhang. Die \r\nVergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist damit nicht gegeben. \r\n26 Siehe Details im Glossar.\r\nTatverdächtige Trend \r\n2024\r\nTVBZ Veränderung\r\n2024 2023 absolut in %\r\n*) Tatverdächtige insg. (ohne Kinder unter 8 Jahren) → 2.421 2.499 -78 -3,1\r\nmännlich → 3.627 3.752 -125 -3,3\r\nweiblich → 1.254 1.292 -38 -2,9\r\ntatverdächtige Kinder (8 bis unter 14 J.) → 1.849 1.915 67 -3,5\r\nmännlich → 2.470 2.467 -4 0,1\r\nweiblich ↓ 1.194 1.335 141 -10,6\r\ntatverdächtige Jugendliche ↘ 5.711 6.129 -418 -6,8\r\nmännlich → 7.976 8.351 -375 -4,5\r\nweiblich ↓ 3.281 3.768 -487 -12,9\r\ntatverdächtige Heranwachsende ↓ 5.447 6.056 -609 -10,1\r\nmännlich ↓ 8.073 9.054 -982 -10,8\r\nweiblich ↘ 2.602 2.871 -269 -9,4\r\ntatverdächtige Erwachsene → 2.199 2.245 -47 -2,1\r\nmännlich → 3.327 3.421 -94 -2,8\r\nweiblich → 1.124 1.129 -5 -0,4" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "50 PKS 2024\r\nV1.0\r\n7.4 Tatverdächtigenbelastungszahl bei „Straftaten insgesamt ohne \r\nausländerrechtliche Verstöße“\r\nDie folgenden Tatverdächtigenbelastungszahlen (TVBZ)27 stellen das Verhältnis der ermittelten \r\nTatverdächtigen insgesamt ab 8 Jahren, errechnet auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner des \r\nentsprechenden Bevölkerungsanteils, dar. Es wird differenziert nach deutschen bzw. \r\nnichtdeutschen Tatverdächtigen ab 8 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland zur deutschen bzw. \r\nnichtdeutschen Bevölkerung ab 8 Jahren bei Straftaten insgesamt ohne ausländerrechtliche \r\nVerstöße.\r\n7.4– T01\r\n*) Inhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen \r\nZubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. \r\n27 Siehe Details im Glossar.\r\nTatverdächtige Trend \r\n2024\r\nTVBZ Veränderung\r\n2024 2023 absolut in %\r\nTVBZ insgesamt \r\n*) Tatverdächtige insg. (ohne Kinder unter 8 Jahren) → 2.342 2.419 -77 -3,2\r\nmännlich → 3.507 3.627 -120 -3,3\r\nweiblich → 1.215 1.256 -40 -3,2\r\ntatverdächtige Kinder (8 bis unter 14 J.) → 1.823 1.890 -67 -3,5\r\nmännlich → 2.442 2.439 4 0,2\r\nweiblich ↓ 1.171 1.312 -142 -10,8\r\ntatverdächtige Jugendliche ↘ 5.579 5.964 -385 -6,5\r\nmännlich → 7.781 8.086 -305 -3,8\r\nweiblich ↓ 3.216 3.708 -492 -13,3\r\ntatverdächtige Heranwachsende ↓ 5.190 5.796 -605 -10,4\r\nmännlich ↓ 7.665 8.628 -963 -11,2\r\nweiblich ↘ 2.510 2.787 -277 -9,9\r\ntatverdächtige Erwachsene → 2.126 2.172 -47 -2,2\r\nmännlich → 3.215 3.308 -93 -2,8\r\nweiblich → 1.087 1.094 -7 -0,6" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 51\r\n7.4– T02\r\n*) Inhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen \r\nZubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. \r\nTatverdächtige Trend \r\n2024\r\nTVBZ Veränderung\r\n2024 2023 absolut in %\r\nTVBZ deutsche Tatverdächtige\r\n*) Tatverdächtige insg. (ohne Kinder unter 8 Jahren) → 1.878 1.953 -75 -3,8\r\nmännlich → 2.781 2.894 -113 -3,9\r\nweiblich → 1.024 1.063 -39 -3,7\r\ntatverdächtige Kinder (8 bis unter 14 J.) ↘ 1.500 1.582 -82 -5,2\r\nmännlich → 2.002 2.023 -21 -1,0\r\nweiblich ↓ 973 1.119 -146 -13,1\r\ntatverdächtige Jugendliche ↘ 4.692 5.146 -454 -8,8\r\nmännlich ↘ 6.481 6.875 -394 -5,7\r\nweiblich ↓ 2.812 3.329 -517 -15,5\r\ntatverdächtige Heranwachsende ↓ 4.318 4.958 -640 -12,9\r\nmännlich ↓ 6.342 7.346 -1004 -13,7\r\nweiblich ↓ 2.203 2.462 -259 -10,5\r\ntatverdächtige Erwachsene → 1.688 1.724 -36 -2,1\r\nmännlich → 2.523 2.594 -71 -2,7\r\nweiblich → 910 915 -5 -0,5\r\nTVBZ nichtdeutsche Tatverdächtige\r\n*) Tatverdächtige insg. (ohne Kinder unter 8 Jahren) → 5.091 5.344 -253 -4,7\r\nmännlich ↘ 7.495 7.922 -427 -5,4\r\nweiblich → 2.441 2.547 -106 -4,2\r\ntatverdächtige Kinder (8 bis unter 14 J.) → 3.650 3.714 -64 -1,7\r\nmännlich → 4.899 4.875 24 0,5\r\nweiblich ↘ 2.304 2.469 -165 -6,7\r\ntatverdächtige Jugendliche → 10.811 11.310 -499 -4,4\r\nmännlich → 14.958 15.657 -699 -4,5\r\nweiblich ↘ 5.789 6.306 -517 -8,2\r\ntatverdächtige Heranwachsende ↓ 9.721 10.887 -1166 -10,7\r\nmännlich ↓ 13.851 15.987 -2136 -13,4\r\nweiblich ↓ 4.308 4.887 -579 -11,8\r\ntatverdächtige Erwachsene ↘ 4.741 4.993 -252 -5,0\r\nmännlich ↘ 7.036 7.478 -443 -5,9\r\nweiblich → 2.234 2.309 -75 -3,2" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "52 PKS 2024\r\nV1.0\r\n7.4– T03\r\n*) Inhaltliche Schlüsseländerung wegen der Teillegalisierung des Besitzes und Anbaus von Cannabis und dessen \r\nZubereitungen ab dem 01.04.2024. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist nicht gegeben. \r\nDer Vergleich der Belastungszahlen für deutsche und nichtdeutsche Tatverdächtige zeigt: \r\nDer Anteil der Personen, die im Berichtsjahr 2024 als Tatverdächtige polizeilich erfasst wurden, ist \r\nbei männlichen Nichtdeutschen deutlich höher. Bei der Interpretation dieser unterschiedlichen \r\nTatverdächtigenbelastung bei Deutschen und Nichtdeutschen müssen jedoch mindestens drei \r\nPunkte beachtet werden28:\r\n1. Die PKS erfasst nur Straftaten, von denen die Polizei Kenntnis erlangt hat. Unterschiede in der \r\nBelastungszahl deutscher und nichtdeutscher Tatverdächtiger sind daher nicht unmittelbar mit \r\neiner tatsächlich unterschiedlichen Kriminalitätsbelastung dieser Bevölkerungsgruppen \r\ngleichzusetzen. Insbesondere die Anzeigequote kann hier eine Rolle spielen: Wenn etwa \r\nStraftaten unter Beteiligung nichtdeutscher Tatverdächtiger mit einer höheren \r\nWahrscheinlichkeit zur Anzeige gebracht werden als Straftaten mit deutschen Tatverdächtigen, \r\nkann dies ebenfalls zu höheren Belastungszahlen in der PKS führen. Tatsächlich gibt es \r\nForschungsbefunde, die zeigen, dass Straftaten, an denen Personen beteiligt sind, die als \r\n„migrantisch“ oder „fremd“ wahrgenommenen werden (u.a. Nichtdeutsche), merklich häufiger \r\nzur angezeigt werden.\r\n2. Eine erhöhte Kriminalitätsbelastung von Nichtdeutschen bzw. von Menschen mit \r\nMigrationsgeschichte findet sich zum Teil auch in Dunkelfeldstudien. Dabei handelt es sich um \r\nBefragungen in denen die Teilnehmenden Auskunft über Straftaten geben, an denen sie \r\nbeteiligt waren – unabhängig davon, ob diese zur Anzeige gebracht wurden. Die höhere \r\nKriminalitätsbelastung ist durchaus plausibel, da bekannt ist, dass Personen mit \r\nMigrationshintergrund tendenziell stärker von Risikofaktoren betroffen sind, die eine \r\nBegehung bestimmter Straftaten (bspw. Gewalt- und Eigentumsdelikte) herkunftsunabhängig \r\nwahrscheinlicher machen. Dazu zählen neben einer nachteiligen räumlichen und \r\nökonomischen Lebenssituation auch psychische Belastungen, eigene Gewalterfahrungen in der \r\n28 Befunde und weitergehende Erläuterungen zu den nachstehenden Punkten finden sich bspw. bei: Dreißigacker, L., Schröder, C. P., \r\nKrieg, Y., Becher, L., Hahnemann, A., & Gröneweg, M. (2023). Jugendliche in Niedersachsen. Ergebnisse des Niedersachsensurveys 2022. \r\nHannover: KfN; Walburg, C. (2023). Expertise Jugenddelinquenz in der Einwanderungsgesellschaft: Ursachen und neuere \r\nEntwicklungen. Mediendienst Integration. https://mediendienst￾integration.de/fileadmin/Dateien/Expertise_MEDIENDIENST_Jugenddelinquenz.pdf\r\nTatverdächtige\r\n2024\r\nTVBZ deutsche TV TVBZ nichtdeutsche TV\r\n*) Tatverdächtige insg. (ohne Kinder unter 8 Jahren) 1.878 5.091\r\nmännlich 2.781 7.495\r\nweiblich 1.024 2.441\r\ntatverdächtige Kinder (8 bis unter 14 J.) 1.500 3.650\r\nmännlich 2.002 4.899\r\nweiblich 973 2.304\r\ntatverdächtige Jugendliche 4.692 10.811\r\nmännlich 6.481 14.958\r\nweiblich 2.812 5.789\r\ntatverdächtige Heranwachsende 4.318 9.721\r\nmännlich 6.342 13.851\r\nweiblich 2.203 4.308\r\ntatverdächtige Erwachsene 1.688 4.741\r\nmännlich 2.523 7.036\r\nweiblich 910 2.234" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 53\r\nKindheit sowie positive Einstellungen gegenüber Gewalt (Ellis et al. 2019; Kilchmann 2015; \r\nNaplava 2023; Wallburg 2014). \r\n3. Herkunftsunabhängig ist die Kriminalitätsbelastung bei jungen Menschen und bei Männern \r\ndeutlich überdurchschnittlich. Das zeigt sich auch bei den Nichtdeutschen und bedeutet: Je \r\nhöher der Anteil der Männer und je höher der Anteil jüngerer Menschen in einer \r\nBevölkerungsgruppe ist, desto höher fällt alleine dadurch die Kriminalitätsbelastung dieser \r\nGruppe aus.\r\nAuch die beiden erstgenannten Faktoren wirken grundsätzlich herkunftsunabhängig, wobei sich \r\njedoch festhalten lässt: Unterschiede in den Sozialisationsbedingungen zwischen Menschen \r\nunterschiedlicher Herkunft sind möglich. Das gilt besonders für Menschen, die als Kinder- und \r\nJugendliche Gewalt, kriegerische Konflikte und Fluchterfahrungen durchlebt haben, was den \r\nAufbau psychischer Ressourcen (bspw. Resilienz) erheblich erschweren kann.\r\n7.5 Nichtdeutsche Tatverdächtige nach Staatsangehörigkeit\r\nDie 913.196 nichtdeutschen Tatverdächtigen (41,8 Prozent an allen Tatverdächtigen) hatten \r\nfolgende Staatsangehörigkeiten:\r\n7.5 – T01\r\nStaatsangehörigkeit Tatverdächtigen\r\nAnzahl\r\nAnteil an den \r\nnichtdeutschen \r\nTatverdächtigen\r\nin Prozent\r\nNichtdeutsche Tatverdächtige \r\ninsgesamt 913.196\r\ndarunter:\r\nSyrien 114.889 12,6\r\nTürkei 93.253 10,2\r\nRumänien 65.041 7,1\r\nUkraine 55.669 6,1\r\nAfghanistan 49.427 5,4\r\nPolen 47.771 5,2\r\nBulgarien 27.940 3,1\r\nIrak 23.185 2,5\r\nSerbien 22.072 2,4\r\nItalien 19.353 2,1\r\nKosovo 16.187 1,8\r\nGeorgien 15.751 1,7\r\nRussische Föderation 14.901 1,6\r\nIran 14.699 1,6\r\nAlbanien 13.806 1,5\r\nMarokko 13.100 1,4\r\nAlgerien 11.143 1,2\r\nKroatien 10.753 1,2\r\nNordmazedonien 10.171 1,1\r\nMoldau 9.941 1,1\r\nTunesien 9.666 1,1\r\nBosnien und Herzegowina 9.557 1,0\r\nIndien 9.552 1,0\r\nSomalia 9.333 1,0\r\nNigeria 9.266 1,0\r\n*) Sonstige 216.770 23,7\r\n*) einschließlich ungeklärter Staatsangehörigkeiten sowie Staatenlose." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "54 PKS 2024\r\nV1.0\r\n8 Opfer\r\n8.1 Überblick Opfer\r\n8.1– T01\r\nStraftaten\r\ninsgesamt mit \r\nOpfererfassung\r\nAnzahl Opfer \r\ninsgesamt Veränderung\r\nAnzahl Opfer\r\nmännlich weiblich\r\n2024 2023 absolut in % 2024 2023 2024 2023\r\nvollendet 1.246.967 1.165.979 80.988 6,9 724.120 687.194 522.847 478.785\r\nversucht 80.450 83.350 -2.900 -3,5 52.761 54.208 27.689 29.142\r\ninsgesamt 1.327.417 1.249.329 78.088 6,3 776.881 741.402 550.536 507.927\r\n8.1 – T02\r\nStraftaten\r\ninsgesamt mit \r\nOpfererfassung\r\nKinder Jugendliche Heranwachsende Erwachsene\r\n< 14 14 < 18 18 < 21 ab 21\r\n2024 2023 2024 2023 2024 2023 2024 2023\r\nvollendet 100.660 92.979 107.755 99.303 83.609 79.787 954.943 893.910\r\nversucht 5.792 6.113 6.869 7.051 5.115 5.348 62.674 64.838\r\ninsgesamt 106.452 99.092 114.624 106.354 88.724 85.135 1.017.617 958.748\r\n8.1– T03\r\nStraftaten \r\ninsgesamt mit \r\nOpfererfassung\r\nDeutsche Opfer Nichtdeutsche Opfer\r\nNichtdeutsche Opfer\r\nmit Aufenthaltsanlass \r\n„Zuwanderer“\r\n2024 2023 VÄ29 in % 2024 2023 VÄ in % 2024 2023 VÄ in %\r\nvollendet 927.637 878.040 5,6 319.330 287.939 10,9 65.747 62.167 5,8\r\nversucht 57.569 61.194 -5,9 22.881 22.156 3,3 4.304 4.419 -2,6\r\ninsgesamt 985.206 939.234 4,9 342.211 310.095 10,4 70.051 66.586 5,2\r\nIm Berichtsjahr 2024 wurden im Zusammenhang mit Straftaten, bei denen eine Opfererfassung \r\nvorgesehen ist, insgesamt 1.327.417 Opfer erfasst, davon 985.206 deutsche und 342.211\r\nnichtdeutsche Opfer. Unter den Opfern mit ausländischer Staatsangehörigkeit waren 70.051\r\nZuwanderinnen und Zuwanderer.\r\nAb Berichtsjahr 2024 werden auch zu den Delikten Verletzung des höchstpersönlichen \r\nLebensbereiches und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen sowie Beleidigung, üble \r\nNachrede und Verleumdung – jeweils auf sexueller Grundlage – Daten zu Opfern erfasst. Der Anteil \r\nder zu diesen Delikten erfassten Opfer nimmt einen Anteil von 3,4 Prozent an allen in der PKS \r\nerfassten Opfer ein (45.227 Opfer insgesamt, davon 17.026 männlich und 28.201 weiblich). Somit \r\nsind die Daten zu den Opfern insgesamt nicht mit denen der Vorjahre vergleichbar.\r\n29 VÄ=Veränderungen" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 55\r\n8.2 Altersstruktur und Geschlecht der Opfer\r\n8.2 – T01a\r\nSchlüssel ausgewählte Straftaten/-gruppen\r\nOpfer \r\ninsgesamt\r\nAnteil an allen Opfern in Prozent\r\nGeschlecht Altersgruppe\r\nAnzahl männ￾lich\r\nweib￾lich Kinder Jugend￾liche\r\nHeran--\r\nwachsende\r\nErwachsene \r\nab 21\r\n------\r\nStraftaten insgesamt \r\nmit Opfererfassung\r\nvollendet 1.246.967 58,1 41,9 8,1 8,6 6,7 76,6\r\nversucht 80.450 65,6 34,4 7,2 8,5 6,4 77,9\r\ninsgesamt 1.327.417 58,5 41,5 8,0 8,6 6,7 76,7\r\n892500 Mord, Totschlag und \r\nTötung auf Verlangen\r\nvollendet 668 55,2 44,8 7,9 2,1 3,7 86,2\r\nversucht 2.154 75,0 25,0 4,0 5,3 7,0 83,7\r\ninsgesamt 2.822 70,3 29,7 4,9 4,6 6,2 84,3\r\n110000\r\nStraftaten gg. die sexuelle \r\nSelbstbestimmung \r\n§§174, 174a, 174b, 174c, \r\n177, 178, 184i 184j StGB\r\nvollendet 40.845 8,8 91,2 6,2 25,6 15,3 52,9\r\nversucht 1.969 7,6 92,4 4,1 17,1 12,0 66,9\r\ninsgesamt 42.814 8,7 91,3 6,1 25,2 15,2 53,6\r\n210000 Raubdelikte\r\nvollendet 39.678 77,4 22,6 5,7 13,0 9,0 72,3\r\nversucht 9.902 75,9 24,1 10,7 15,0 8,7 65,6\r\ninsgesamt 49.580 77,1 22,9 6,7 13,4 9,0 70,9\r\n220000 Körperverletzung\r\nvollendet 638.890 61,4 38,6 8,7 9,6 7,5 74,1\r\nversucht 59.211 67,3 32,7 5,6 7,1 5,9 81,3\r\ninsgesamt 698.101 61,9 38,1 8,5 9,4 7,3 74,8\r\n230000 Straftaten gegen die \r\npersönliche Freiheit\r\nvollendet 344.736 55,6 44,4 5,6 6,9 5,7 81,8\r\nversucht 6.137 53,8 46,2 8,0 6,8 5,7 79,6\r\ninsgesamt 350.873 55,5 44,5 5,7 6,9 5,7 81,7\r\n8.2– T01b\r\nSchlüssel ausgewählte Straftaten/-gruppen\r\nAnteil an allen Opfern in Prozent\r\nErwachsene ab 21\r\n21\r\n< 25\r\n25\r\n< 30\r\n30\r\n< 40\r\n40\r\n< 50\r\n50\r\n< 60\r\n60\r\n< 70\r\n70\r\n< 80\r\n80 und \r\nälter\r\n------\r\nStraftaten insgesamt \r\nmit Opfererfassung\r\nvollendet 10,4 12,7 21,8 14,5 9,7 4,9 1,7 0,9\r\nversucht 8,9 10,8 21,8 15,3 11,5 6,1 2,1 1,3\r\ninsgesamt 10,3 12,6 21,8 14,6 9,8 5,0 1,7 0,9\r\n892500 Mord, Totschlag und Tötung auf \r\nVerlangen\r\nvollendet 6,1 5,1 17,5 14,7 12,6 10,0 7,2 13,0\r\nversucht 11,7 12,0 22,2 15,6 11,2 6,0 2,3 2,6\r\ninsgesamt 10,3 10,4 21,1 15,3 11,6 7,0 3,5 5,1\r\n110000\r\nStraftaten gg. die sexuelle \r\nSelbstbestimmung \r\n§§174, 174a, 174b, 174c, 177, \r\n178, 184i 184j StGB\r\nvollendet 13,5 11,1 14,3 7,5 3,7 1,5 0,6 0,8\r\nversucht 13,6 12,8 20,3 11,4 4,4 2,3 0,7 1,4\r\ninsgesamt 13,5 11,1 14,6 7,7 3,7 1,5 0,6 0,8\r\n210000 Raubdelikte\r\nvollendet 10,2 10,6 19,1 13,6 10,1 4,9 1,9 2,0\r\nversucht 8,4 9,3 16,4 11,7 9,8 5,7 2,4 1,8\r\ninsgesamt 9,8 10,3 18,6 13,2 10,0 5,1 2,0 1,9\r\n220000 Körperverletzung\r\nvollendet 9,7 11,3 21,6 14,8 9,2 4,7 1,7 1,0\r\nversucht 8,9 11,3 22,9 16,5 12,1 6,3 2,1 1,2\r\ninsgesamt 9,7 11,3 21,7 15,0 9,5 4,8 1,8 1,0\r\n230000 Straftaten gegen die\r\npersönliche Freiheit\r\nvollendet 8,5 10,5 22,4 17,2 12,9 7,1 2,3 0,8\r\nversucht 8,0 9,3 24,6 13,8 13,2 7,2 2,5 1,0\r\ninsgesamt 8,4 10,5 22,5 17,1 12,9 7,1 2,3 0,9" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "56 PKS 2024\r\nV1.0\r\n8.3 Nichtdeutsche Opfer nach Staatsangehörigkeit\r\nDie 342.211 nichtdeutschen Opfer (25,8 Prozent an allen Opfern) hatten folgende \r\nStaatsangehörigkeiten:\r\n8.3– T01\r\nStaatsangehörigkeit Opfer\r\nAnzahl\r\nAnteil an den \r\nnichtdeutschen \r\nOpfern\r\nin Prozent\r\nNichtdeutsche Opfer insgesamt 342.211\r\ndarunter:\r\nSyrien 40.552 11,8\r\nTürkei 34.245 10,0\r\nUkraine 23.108 6,8\r\nPolen 20.906 6,1\r\nAfghanistan 19.674 5,7\r\nRumänien 18.367 5,4\r\nBulgarien 12.049 3,5\r\nIrak 11.690 3,4\r\nItalien 9.420 2,8\r\nSerbien 8.272 2,4\r\nIran 7.052 2,1\r\nKosovo 5.878 1,7\r\nRussische Föderation 5.807 1,7\r\nMarokko 5.275 1,5\r\nKroatien 4.899 1,4\r\nGriechenland 4.815 1,4\r\nBosnien und Herzegowina 4.051 1,2\r\nTunesien 3.905 1,1\r\nSomalia 3.793 1,1\r\nNordmazedonien 3.580 1,0\r\nNigeria 3.239 0,9\r\nAlgerien 3.160 0,9\r\nUngarn 2.836 0,8\r\nSpanien 2.834 0,8\r\nLibanon 2.451 0,7\r\n*) Sonstige 80.353 23,5\r\n*) einschließlich ungeklärter Staatsangehörigkeiten sowie Staatenlose." }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "PKS 2024 57\r\n8.4 Vollstreckungsbeamtinnen und -beamte sowie \r\nPolizeivollzugsbeamtinnen und -beamte (PVB) als Opfer\r\n8.4– T01\r\nSchlüssel ausgewählte Straftaten/-\r\ngruppen\r\nOpfer\r\ninsgesamt\r\nAnzahl\r\nVollstreckungsbeamte *)/Rettungsdienst-/Feuerwehrkräfte\r\ninsgesamt männlich weiblich\r\ndarunter:\r\nVollstreckungs￾beamte*\r\ndarunter:\r\nPVB\r\n------\r\nStraftaten \r\ninsgesamt mit \r\nOpfererfassung\r\nvollendet 1.246.967 121.464 92.490 28.974 117.548 109.545\r\nversucht 80.450 2.544 1.971 573 2.255 1.951\r\ninsgesamt 1.327.417 124.008 94.461 29.547 119.803 111.496\r\n010000 Mord\r\nvollendet 285 1 1 0 1 1\r\nversucht 692 18 17 1 16 13\r\ninsgesamt 977 19 18 1 17 14\r\n020010 Totschlag\r\nvollendet 371 0 0 0 0 0\r\nversucht 1.459 43 33 10 39 39\r\ninsgesamt 1.830 43 33 10 39 39\r\n210000\r\nRaub, \r\nräuberische \r\nErpressung\r\nund räuberischer \r\nAngriff auf\r\nKraftfahrer\r\nvollendet 39.678 83 60 23 81 67\r\nversucht 9.902 45 36 9 45 36\r\ninsgesamt 49.580 128 96 32 126 103\r\n222000\r\ngefährliche und \r\nschwere\r\nKörperverletzung\r\nvollendet 165.827 1.555 1.204 351 1.429 1.279\r\nversucht 28.263 1.483 1.162 321 1.348 1.241\r\ninsgesamt 194.090 3.038 2.366 672 2.777 2.520\r\n224000\r\nvorsätzliche \r\neinfache\r\nKörperverletzung\r\nvollendet 439.610 2.137 1.564 573 1.732 1.439\r\nversucht 30.883 560 424 136 441 382\r\ninsgesamt 470.493 2.697 1.988 709 2.173 1.821\r\n**) 232300 Bedrohung vollendet 236.546 10.000 7.582 2.418 9.249 8.123\r\n***) 621110 Widerstand vollendet 59.685 58.437 45.388 13.049 58.089 54.752\r\n***) 621120 tätlicher Angriff vollendet 42.902 42.276 32.124 10.152 40.497 38.210\r\n*) Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen im Sinne der §§ 113, 114 StGB sowie Vollstreckungsbeamten \r\ngleichstehende Personen gemäß § 115 StGB mit Ausnahme der Rettungsdienste\r\n**) Keine Versuchsstrafbarkeit bei Bedrohung, Widerstand und tätlichem Angriff.\r\n***) 621110 Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 113, 115 StGB\r\n621120 tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 114, 115 StGB\r\nIm Vergleich zum Vorjahr wurden bei der Gruppe der PVB insgesamt 111.496 Opfer registriert. Dies \r\nbedeutet einen Anstieg um 5.200 Opfer oder 4,9 Prozent gegenüber 2023 (106.296).\r\n109.545 PVB wurden Opfer vollendeter Taten. Dies ist ein Anstieg um 5.365 Opfer oder 5,1 Prozent\r\ngegenüber 2023 (104.180).\r\nFür das Berichtjahr 2024 wurden 111.496 PVB als Opfer registriert. Gut drei Viertel (85.080; \r\n76,3 Prozent) der Opfer sind männlich, knapp ein Viertel (26.416; 23,7 Prozent) ist weiblich. Bei rund \r\neinem Prozent der registrierten Opfer PVB (1.119) war der Verletzungsgrad unbekannt, 81,4 Prozent\r\n(90.733) wurden nicht verletzt, 17,5 Prozent (19.542) wurden leicht verletzt. " }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "" }, { "type": "text", "text": "58 PKS 2024\r\nV1.0\r\nSchwere bzw. tödliche Verletzungen erlitten 0,1 Prozent (102) der PVB.\r\n30 Hinsichtlich der Anteile \r\nder registrierten Verletzungsgrade lassen sich keine Unterschiede zwischen männlichen und \r\nweiblichen PVB feststellen.\r\nMit 54.752 Opfern (49,1 Prozent) werden PVB anteilig an allen Straftaten am häufigsten Opfer von \r\nWiderstand gegen Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ 113, 115 StGB, 47.538 \r\n(86,8 Prozent) dieser registrierten PVB bleiben dabei unverletzt und 6.792 (12,4 Prozent) erleiden \r\nleichte Verletzungen.\r\n55,4 Prozent (10.835) aller leicht verletzten PVB und 56,6 Prozent (56) aller schwer verletzten PVB \r\nwurden Opfer eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen §§ \r\n114, 115 StGB. \r\nSchwerste Gewaltdelikte wie „Mord“, „Totschlag“ oder „Raub“ machen weiterhin nur einen sehr \r\ngeringen Anteil bei der Opfergruppe PVB aus. Bei den übrigen Straftatengruppen waren hier \r\nfolgende Veränderungen zu verzeichnen:\r\ngefährliche und schwere Körperverletzung +4,8 Prozent (2023: 2.404)\r\nBedrohung +2,4 Prozent (2023: 7.929)\r\nWiderstand gegen Polizeivollzugsbeamte +1,3 Prozent (2023: 54.028)\r\ntätlicher Angriff +0,8 Prozent (2023: 37.888)\r\nvorsätzliche einfache Körperverletzung -0,8 Prozent (2023: 1.835)\r\nEine Veranstaltung (Ereignis) wurde bei 8,8 Prozent der Fälle, bei denen PVB als Opfer betroffen waren, \r\nerfasst. Bei 3,4 Prozent (1.685 Fälle) handelte es sich um eine Demonstration/Versammlung, gefolgt von \r\nFußballspielen mit 1,9 Prozent (920 Fälle). \r\nBei einer differenzierteren Betrachtung zeigt sich, dass Fälle der gefährlichen und schweren \r\nKörperverletzung gegen PVB in 12,6 Prozent (159) bei Fußballspielen begangen wurden und 9,8 Prozent \r\n(123) bei Demonstrationen/Versammlungen. Bei Widerstand und tätlichem Angriff wurden in 3,2 \r\nProzent (693) bzw. 2,7 Prozent (477) Demonstrationen erfasst, Fußballspiele bei 1,0 Prozent (225) bzw. \r\n2,5 Prozent (447) und Volksfeste/Jahrmärkte bei 1,0 Prozent (223) bzw. 2,5 Prozent (198).\r\n30 Bei einem der tödlich verletzten PVB handelt es sich um den Polizisten, der am 31.05.2024 im Rahmen eines islamistisch motivierten \r\nMordes in Mannheim Opfer eines Messerangriffs wurde. Ein weiterer PVB wurde bei einem Einsatz am 27.04.2024 in Thüringen tödlich \r\nverletzt.\r\nDes Weiteren ist unter den o.g. 102 Verletzungsgraden eine Fehlerfassung mit dem Verletzungsgrad tödlich verletzt zu verzeichnen.PKS 2024 59\r\n9 Erläuterungen zu den Tabellen\r\nAuf der BKA-Homepage sind die veröffentlichten Tabellen (zur PKS-Inland) über folgende \r\nMöglichkeiten erschließbar:\r\nRäumliche Gliederung\r\nDie Tabellen werden nach den räumlichen Ordnungskriterien Bund, Länder, Kreise und \r\nStädte strukturiert und innerhalb eines Ordnungskriteriums nach Fall, Tatverdächtige und \r\nOpfer sortiert. Innerhalb eines Ordnungskriteriums sind Erweiterungen/Kürzungen \r\nmöglich.\r\nDateiformat: Excel\r\nThematische Gliederung\r\nDie Tabellen werden nach den thematischen Ordnungskriterien Fall, Tatverdächtige, Opfer \r\nund Belastungszahlen strukturiert und innerhalb eines Ordnungskriteriums nach Bund, \r\nLänder, Kreise und Städte sortiert. Innerhalb eines Ordnungskriteriums sind \r\nErweiterungen/Kürzungen möglich.\r\nDateiformat: Excel\r\nZeitreihen\r\nÜber einen längeren Zeitraum werden die jeweiligen Werte zu den einzelnen Straftaten/-\r\ngruppen für die Bereiche Fälle, Tatverdächtige, Opfer und Belastungszahlen aufgelistet.\r\nDateiformat: Excel\r\nBevölkerungszahlen\r\nIn diesem Abschnitt werden die vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellten \r\nBevölkerungsdaten veröffentlicht, wie sie für die Berechnung der Belastungszahlen genutzt \r\nwerden (z.B. Wohnbevölkerung insgesamt nach Alter, Deutsche Wohnbevölkerung nach \r\nAlter).\r\nDateiformate: Excel, PDF\r\nWeiterhin stehen ab Berichtsjahr 2024 auch Tabellen zur PKS-Ausland zu Verfügung:\r\nPKS-Ausland\r\nHier sind die Tabellen der PSK-Ausland zu Fällen und Tatverdächtigen veröffentlicht.\r\nDateiformat: Excel\r\nAlle Tabellen im Excel-Format tragen einen Tabellennamen, ein Erstellungsdatum sowie eine \r\nVersionsnummer. Sofern ein Austausch erforderlich ist, wird dieser in einem Änderungsnachweis \r\ndokumentiert. Die „Ersatz“-Tabelle erhält eine neue Versionsnummer.60 PKS 2024\r\nV1.0\r\n10 Glossar und Abkürzungsverzeichnis\r\n10.1 Glossar\r\nDie nachfolgenden Erläuterungen basieren auf den für die PKS-Erfassung geltenden Vorschriften, \r\nstellen jedoch nur einen Auszug aus den im Zusammenhang mit der PKS benutzten \r\nBegrifflichkeiten dar. Eine vollständige Information hierzu ist in den „Richtlinien zur Führung der \r\nPolizeilichen Kriminalstatistik“ (PKS Richtlinien) bzw. im dazugehörigen Definitionskatalog \r\nenthalten. Siehe BKA-Homepage (Aktuelle Informationen/Statistiken und Lagebilder/PKS 2022).\r\nAltersgruppen\r\nsind wie folgt definiert:\r\nKinder (unter 14 Jahre), Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre), Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) \r\nund Erwachsene (ab 21 Jahre). Die Altersgruppe der Erwachsenen wird zusätzlich unterteilt in \r\nJungerwachsene (21 bis unter 25 Jahre), Erwachsene ab 25 bis unter 30 Jahre, Erwachsene zwischen \r\n30 und 80 Jahren in Altersstufen von 10 Jahren sowie Erwachsene ab 80 Jahren.\r\nAufgeklärter Fall\r\nSiehe Fall\r\nAufklärungsquote (AQ)\r\nSiehe Kriminalitätsquotienten\r\nAusländerrechtliche Verstöße\r\nBezeichnung wird als Kurzform für „Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asyl- und das \r\nFreizügigkeitsgesetz/EU“ verwendet.\r\nBekannt gewordener Fall\r\nSiehe Fall\r\nBevölkerung/Bevölkerungszahlen\r\nBezeichnung für alle in Deutschland gemeldeten (in amtlichen Melderegistern erfassten) Personen. \r\nDazu zählen sowohl deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger als auch Personen, die nicht die \r\ndeutsche Staatsbürgerschaft haben, sofern sie nach Bundesmeldegesetz meldepflichtig sind und \r\ndieser Pflicht auch nachgekommen sind (siehe auch Bundesmeldegesetz).\r\nNicht erfasst sind Stationierungsstreitkräfte und deren Angehörige, Pendlerinnen und Pendler, \r\nDurchreisende, Touristinnen und Touristen, Personen, die sich kürzer als drei Monate in \r\nDeutschland aufhalten, sowie Personen, die sich unerlaubt in Deutschland aufhalten.\r\nDie im Zusammenhang mit der PKS verwendeten Bevölkerungszahlen werden vom Statistischen \r\nBundesamt zur Verfügung gestellt.\r\nInformationen zu Bevölkerungszahlen sind auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes \r\n(www.destatis.de) veröffentlicht.\r\ndarunter\r\nSiehe Statistikbegriffe\r\ndavon\r\nSiehe Statistikbegriffe\r\nFall\r\nIn der PKS werden nur Fälle erfasst, die hinreichend konkretisiert sind:\r\nDazu müssen überprüfte Anhaltspunkte zu\r\n• dem Tatbestand (Erfüllung aller Tatbestandsmerkmale einer Strafrechtsnorm),\r\n• dem Tatort und\r\n• der Tatzeit / dem Tatzeitraum (mindestens das Jahr) \r\nvorliegen.PKS 2024 61\r\nVage, nicht überprüfbare Angaben allein – insbesondere über die Zahl begangener (Straf-) Taten –\r\nreichen nicht aus, um als Fall in die PKS aufgenommen zu werden.\r\nBei Großverfahren (z. B. Betrug) sind entsprechend den Erfassungsregeln nur durchermittelte \r\nVorgänge gemäß der Anzahl der unmittelbar Betroffenen (nicht nur anhand von Kundenkarteien) \r\nfür die PKS zu erfassen.\r\nBekannt gewordener Fall\r\nist jede im Katalog aufgeführte rechtswidrige (Straf-) Tat einschließlich der mit Strafe \r\nbedrohten Versuche, denen eine (kriminal-) polizeilich bearbeitete Anzeige zugrunde liegt.\r\nAufgeklärter Fall\r\nist die Straftat, die nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis mindestens eine \r\nTatverdächtige oder ein Tatverdächtiger begangen hat, von dem grundsätzlich die \r\nrechtmäßigen Personalien (z.B. mittels Ausweisdokument, erkennungsdienstliche \r\nBehandlung etc.) bekannt sind.\r\nHäufigkeitszahl (HZ)\r\nSiehe Kriminalitätsquotienten\r\nHandlungsort\r\nsiehe Tatort\r\nKriminalitätsquotienten \r\nsind die aus absoluten Zahlen zur vergleichenden Beurteilung der Kriminalität errechneten Werte.\r\nAufklärungsquote (AQ)\r\nbezeichnet in Hundertteilen das Verhältnis von aufgeklärten zu bekannt gewordenen Fällen \r\nim Berichtszeitraum.\r\nAQ =\r\naufgeklärte Fälle x 100\r\n─────────────────────\r\nbekannt gewordene Fälle\r\nHäufigkeitszahl (HZ)\r\nist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle insgesamt oder innerhalb einzelner Deliktsarten, \r\nerrechnet auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner (Stichtag ist jeweils der 31.12. des \r\nVorjahres zum Berichtsjahr, ersatzweise der zuletzt verfügbare, der dann besonders benannt \r\nist). Sie drückt die durch die Kriminalität verursachte Gefährdung aus.\r\nHZ =\r\nStraftaten x 100.000\r\n─────────────────────\r\nEinwohnerzahl\r\nHinweis:\r\nDie Aussagekraft der Häufigkeitszahl wird dadurch beeinträchtigt, dass nur ein Teil der \r\nbegangenen Straftaten der Polizei bekannt wird, und dass u.a. Stationierungsstreitkräfte, \r\nausländische Durchreisende, Touristinnen und Touristen, Besucherinnen und Besucher \r\nund grenzüberschreitende Berufspendlerinnen und Berufspendler sowie Nichtdeutsche, die \r\nsich unerlaubt im Bundesgebiet aufhalten, in der Einwohnerzahl der Bundesrepublik \r\nDeutschland nicht enthalten sind. Straftaten, die von diesem Personenkreis begangen \r\nwurden, werden aber in der Polizeilichen Kriminalstatistik gezählt.62 PKS 2024\r\nV1.0\r\nSteigerungsrate (SR)\r\ngibt die prozentuale Veränderung von z.B. Fällen oder Häufigkeitszahlen für die \r\nGesamtkriminalität oder einzelner Deliktsarten zwischen verschiedenen \r\nBerichtszeiträumen an. Eine positive Steigerungsrate bedeutet einen Zuwachs, eine negative \r\nSteigerungsrate eine Abnahme bei z.B. Fällen bzw. Häufigkeitszahlen.\r\nSR =\r\n(Berichtsjahr - Vorjahr) x 100\r\n─────────────────────\r\nVorjahr\r\nTatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ)\r\nist die Zahl der ermittelten ansässigen Tatverdächtigen, errechnet auf 100.000 \r\nEinwohnerinnen und Einwohner des entsprechenden Bevölkerungsanteils, jeweils ohne \r\nKinder unter 8 Jahren. (Stichtag ist grundsätzlich der 01.01. des Berichtsjahres.)\r\nTVBZ =\r\nAnsässige Tatverdächtige ab 8 Jahre x 100.000\r\n─────────────────────\r\nEinwohnerzahl ab 8 Jahre\r\n• TV mit Wohnsitz in der Tatortgemeinde\r\n• TV mit Wohnsitz im Landkreis der Tatortgemeinde\r\n• TV mit Wohnsitz im Bundesland der Tatortgemeinde\r\n• TV mit Wohnsitz im übrigen Bundesgebiet\r\nStationierungskräfte sind in der PKS enthalten, in der Bevölkerungsstatistik aber nicht.\r\nEs wird die „echte“ Tatverdächtigenzählung angewendet. \r\nOberschlüssel\r\nSiehe Schlüssel\r\nOpfer\r\nsind natürliche Personen, gegen die sich die mit Strafe bedrohte Handlung unmittelbar richtete.\r\nOpfer sind Geschädigte/unmittelbar Betroffene speziell definierter Delikte gegen \r\nhöchstpersönliche Rechtsgüter (Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre, sexuelle \r\nSelbstbestimmung) und Widerstandsdelikte, soweit diese im Straftatenkatalog zur Opfererfassung \r\n(„O“) gekennzeichnet sind.\r\nPhänomene\r\n• Abofalle: Im Rahmen einer zusammenhangsfremden Handlung (z.B. Teilnahme an einem \r\nGewinnspiel oder Download einer Datei) wird dem Geschädigten ein Abonnement \r\nuntergeschoben, ohne dass diesem der Vertragsabschluss bewusst sein konnte.\r\n• Enkeltrick: Unter Vorspiegelung vorhandener Verwandtschaftsverhältnisse wird der \r\nGeschädigte dazu veranlasst, einen bestimmten Geldbetrag an den Tatverdächtigen zu zahlen.\r\n• Falscher Amtsträger: Wenn die Täterin / der Täter sich als falsche Amtsträgerin / falscher \r\nAmtsträger ausgibt - ohne als falsche Polizistin / falscher Polizist aufzutreten.\r\n• Falscher PVB: Wenn die Täterin / der Täter sich als falsche Polizeivollzugsbeamtin / falscher \r\nPolizeivollzugsbeamter ausgibt; falsche Polizistin / falscher Polizist; falsche Schutzpolizistin / \r\nfalscher Schutzpolizist; falsche Kriminalbeamtin / falscher Kriminalbeamter (Vorrang \r\ngegenüber \"falscher Amtsträger (ohne PVB)\").\r\n• Gewinnbenachrichtigung: Dem Geschädigten wird ein Gewinn in Aussicht gestellt. Um diesen \r\nzu erhalten, wird er aufgefordert, im Vorfeld eine Zahlung zu leisten. Der Gewinn wird nie \r\nausgezahlt.PKS 2024 63\r\n• Ladungsdiebstahl umfasst auch den Transportgutdiebstahl im Güterkraftverkehr gem. § 1 \r\nGüKG, im Werkverkehr und im Güterverkehr auf der Schiene gem. § 18 EBO sowie im Schiffs￾und Luftverkehr.\r\n• Sammlungs-/Spendenbetrug: Unter Vortäuschung eines bestimmten Sammel-\r\n/Spendenzwecks oder einer Bedürftigkeit werden Geldsummen eingesammelt/erbettelt und im \r\nAnschluss für private Zwecke genutzt.\r\n• Schockanrufe: Unter Vorspiegelung eines Unfalls / einer Notsituation einer nahestehenden \r\nPerson wird der Geschädigte dazu veranlasst, einen bestimmten Geldbetrag an den \r\nTatverdächtigen zu zahlen.\r\n• Trickdiebstahl liegt vor, wenn der Täter durch Täuschung/Irrtumserregung ein (kurzfristiges) \r\nVertrauensverhältnis zum Geschädigten aufbaut (z.B. durch Vorgabe einer Dienstleister-, \r\nBehörden- oder Amtseigenschaft) oder durch Ablenkung (z.B. durch Anrempeln, Beschmutzen \r\nder Kleidung) die verminderte Wahrnehmungs- bzw. Reaktionsfähigkeit des Geschädigten \r\nnutzt, um (zunächst unbemerkt) den Gewahrsam über eine fremde Sache zu erlangen.\r\nPolitisch motivierte Kriminalität (PMK)\r\nStaatsschutzdelikte gem. §§ 80a–83, 84–86a, 87–91, 94–100a, 102, 104, 105–108e, 109–109h, 129a–b, \r\n130, 192a, 234a und 241a StGB sowie Tatbestände des Völkerstrafgesetzbuches (VStGB) werden in \r\nder PKS nicht erfasst. Delikte der allgemeinen Kriminalität, die dem Definitionssystem politisch \r\nmotivierte Kriminalität zuzuordnen sind, sind jedoch auch in der allgemeinen Polizeilichen \r\nKriminalstatistik zu erfassen.\r\nSchlüssel\r\nEindeutige Kennzeichnung einer Straftat bzw. einer Straftatengruppe gemäß PKS￾Straftatenkatalog. Die in der PKS verwendeten Schlüssel sind sechsstellig. Die Bezeichnung einer\r\nStraftat gemäß PKS orientiert sich nicht ausschließlich an der Rechtsnorm, sondern kann \r\nzusätzliche Merkmale (z.B. Tatörtlichkeit, erstrebtes/erlangtes Gut) enthalten (z.B. 371000 einfacher \r\nDiebstahl von Betäubungsmitteln aus Apotheken).\r\nOberschlüssel\r\nZusammenfassung mehrerer Schlüssel zu einer Straftatengruppe gemäß Hierarchie der \r\neinzelnen Straftaten (der Schlüssel 211000 fasst beispielsweise alle Raubdelikte zusammen).\r\nSummenschlüssel\r\nZusammenfassung mehrerer Schlüssel zu einer Straftatengruppe gemäß fachlich definierter \r\nAnforderung. Eine Übersicht über alle Summenschlüssel ist auf der BKA-Homepage \r\nabrufbar.\r\nSchusswaffe\r\nAls Schusswaffe im Sinne von „geschossen“ und „mitgeführt“ gelten nur Schusswaffen gemäß § 1 \r\nWaffengesetz. Nicht zu erfassen ist das „Mitführen“ von Schusswaffen bei solchen Personen, die \r\ndazu bei rechtmäßiger Dienstausübung ermächtigt sind und gegen die Anzeige als Folge der \r\nDienstausübung erstattet wurde.\r\nMit einer Schusswaffe „gedroht“ ist dann zu erfassen, wenn wenigstens ein Opfer sich subjektiv \r\nbedroht fühlt (hier z.B. auch durch eine Spielzeugpistole).\r\nEin Mitführen von Schusswaffen ist dann zu registrieren, wenn die bzw. der Tatverdächtige die \r\nSchusswaffe bei der Tatausführung bei sich hatte. Der Vorsatz, die Schusswaffe zu verwenden, ist \r\nnicht erforderlich.\r\nStatistikbegriffe\r\nGemäß DIN 55 301 „Gestaltung statistischer Tabellen“ wird bei der Aufteilung einer Gesamtheit\r\nunterschieden zwischen Aufgliederung (dargestellt durch den Begriff „davon“), Ausgliederung \r\n(dargestellt durch den Begriff „darunter“) und Zergliederung (dargestellt durch den Begriff „und \r\nzwar“). Bezogen auf die PKS bedeutet dies:64 PKS 2024\r\nV1.0\r\ndavon\r\nSämtliche dem Oberschlüssel/Summenschlüssel zugeordnete Schlüssel sind aufgeführt. Die \r\nAddition der zu den Schlüsseln gehörenden Zahlenwerte ergibt in Summe den Wert des \r\nOberschlüssels/Summenschlüssels.\r\nDiese Aussage gilt analog auch bei Tatverdächtigen und Opfern.\r\ndarunter\r\nNur eine Auswahl (Teilmenge) der dem Oberschlüssel/Summenschlüssel zugeordneten \r\nSchlüssel ist aufgeführt. Die Addition der zu den Schlüsseln gehörenden Zahlenwerte ergibt \r\nnicht in Summe den Wert des Oberschlüssels/Summenschlüssels.\r\nDiese Aussage gilt analog auch bei Tatverdächtigen und Opfern.\r\nund zwar\r\nDie aufgeführten Schlüssel stammen aus unterschiedlichen Gliederungsbereichen und \r\nwerden neu zusammengefügt.\r\nDiese Aussage gilt analog auch bei Tatverdächtigen und Opfern.\r\nDiese Aussagen gelten bei Fällen und bei Opfern. Bei Tatverdächtigen müssen zusätzlich die Regeln \r\nder „Echttatverdächtigenzählung“ berücksichtigt werden (siehe Tatverdächtigenzählung auf \r\nBundesebene).\r\nDie Begriffe „davon“, „darunter“ bzw. „und zwar“ sind entbehrlich, wenn die Aussage auch ohne sie \r\neindeutig ist.\r\nSteigerungsrate (SR)\r\nSiehe Kriminalitätsquotienten bzw. Veränderung\r\nStraftatenkatalog\r\nKatalogisierte Auflistung der für die Erfassung und Ausgabe zulässigen Straftatenschlüssel\r\n(hierarchisch geordnet).\r\nSummenschlüssel\r\nSiehe Schlüssel\r\nTatort\r\nist die politische Gemeinde in der Bundesrepublik Deutschland, in der die rechtswidrige (Straf-) \r\nTat begangen wurde. In der polizeilichen Kriminalstatistik ist der Tatort grundsätzlich der Ort, an \r\ndem die bzw. der Tatverdächtige gehandelt hat (Handlungsort).\r\nTatverdächtige, Tatverdächtiger\r\nist jede Person, die nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis aufgrund zureichender \r\ntatsächlicher Anhaltspunkte verdächtig ist, eine rechtswidrige (Straf-)Tat begangen zu haben. Dazu \r\nzählen auch Mittäterinnen und Mittäter, Anstifterinnen und Anstifter sowie Gehilfinnen und \r\nGehilfen.\r\nZu beachten ist ferner, dass Schuldausschließungsgründe oder mangelnde Deliktsfähigkeit bei der \r\nTatverdächtigenerfassung für die Polizeiliche Kriminalstatistik nicht berücksichtigt werden. So sind \r\nin der Gesamtzahl z.B. auch die strafunmündigen Kinder unter 14 Jahren enthalten. Als \r\ntatverdächtig wird auch erfasst, wer wegen Tod, Krankheit oder Flucht nicht verurteilt werden \r\nkann.\r\nTatverdächtige (nichtdeutsche)\r\nsind Personen ausländischer Staatsangehörigkeit, Staatenlose und Personen, bei denen die \r\nStaatsangehörigkeit ungeklärt ist oder keine Angaben zur Staatsangehörigkeit vorliegen. Personen, \r\ndie sowohl die deutsche als auch eine andere Staatsangehörigkeit besitzen, sind Deutsche.\r\nTatverdächtige Zuwanderinnen und Zuwanderer\r\nsind Personen mit Aufenthaltsanlass „Asylbewerber“, „Schutz- und Asylberechtigte, \r\nKontingentflüchtlinge“, „Duldung“, oder „unerlaubter Aufenthalt“.\r\nTatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ)PKS 2024 65\r\nSiehe Kriminalitätsquotienten\r\nTatverdächtigenzählung auf Bundesebene\r\nDie im Jahr 2009 auf Bundesebene eingeführte „echte“ Tatverdächtigenzählung bedeutet, dass eine \r\nPerson, die in mehreren Bundesländern registriert wurde, in den Tatverdächtigenzahlen der PKS \r\nnicht mehrfach, sondern nur als eine Tatverdächtige/ein Tatverdächtiger ausgewiesen wird. Die \r\nUmstellung auf diese Zählweise erlaubt keinen Vergleich der Tatverdächtigenzahlen mit den \r\nJahren vor 2009.\r\nWerden einer Tatverdächtigen/einem Tatverdächtigen im Berichtszeitraum mehrere Fälle \r\nverschiedener Straftatenschlüssel zugeordnet, wird sie oder er für jede Gruppe gesondert, für die \r\nentsprechenden übergeordneten Straftatengruppen bzw. für die Gesamtzahl der Straftaten \r\nhingegen nur einmal gezählt. Die Tatverdächtigen bei den einzelnen Straftaten/-gruppen lassen \r\nsich daher nicht zur Gesamtzahl der Tatverdächtigen addieren.\r\nWird dieselbe/derselbe Tatverdächtige innerhalb eines Berichtszeitraumes mit unterschiedlicher \r\nStaatsangehörigkeit ermittelt, so wird sie oder er zu dem aktuellsten Merkmal gezählt. Analog wird \r\nbeim Aufenthaltsanlass nichtdeutscher Tatverdächtiger verfahren.\r\nTatzeit\r\nist der Zeitpunkt, zu dem die Straftat begangen wurde. Bei Straftaten, die sich über Zeiträume \r\nerstrecken oder innerhalb von Zeiträumen begangen wurden, gilt das Ende des Zeitraumes als \r\nTatzeit. Wenn nicht mindestens das Jahr bestimmbar ist, gilt die Tatzeit als unbekannt.\r\nund zwar\r\nSiehe Statistikbegriffe\r\nVeränderung\r\ngibt die absolute und/oder die prozentuale Veränderung von z.B. Fällen oder Häufigkeitszahlen für \r\ndie Gesamtkriminalität oder einzelner Deliktsarten zwischen verschiedenen Berichtszeiträumen \r\nan. Siehe auch Steigerungsrate.66 PKS 2024\r\nV1.0\r\n10.2 Abkürzungsverzeichnis\r\nA\r\nAbs. Absatz\r\nAQ Aufklärungsquote, siehe Glossar\r\nAufenthG Aufenthaltsgesetz\r\nausl. ausländerrechtlich\r\nB\r\nBKA Bundeskriminalamt\r\nbspw. beispielsweise\r\nbzw. beziehungsweise\r\nD\r\nDSA Digital Services Act\r\nE\r\neinschl. einschließlich\r\nF\r\nG\r\nggf. gegebenenfalls\r\nH\r\nHZ Häufigkeitszahl, siehe Glossar\r\nI\r\ni. Z. m. im Zusammenhang mit\r\ninkl. inklusive\r\ninsg. insgesamt\r\nJ\r\nK\r\nL\r\nM\r\nN\r\nNPS Neue psychoaktive Stoffe\r\nNr. Nummer\r\nO\r\nP\r\nPDF Das Portable Document Format (kurz PDF; deutsch: (trans)portables \r\nDokumentenformat) ist ein plattformunabhängiges Dateiformat für Dateien.\r\nPKS Polizeiliche Kriminalstatistik\r\nQ\r\nR\r\nrechtsw. rechtswidrig\r\nS\r\ns. o. siehe oben\r\nSR Steigerungsrate, siehe Glossar\r\nStGB StrafgesetzbuchPKS 2024 67\r\nStVG Straßenverkehrsgesetz\r\nSCH\r\nT\r\nTV Tatverdächtige, Tatverdächtiger, Tatverdächtige (Plural), abhängig vom \r\nTVBZ Kontext Tatverdächtigenbelastungszahl\r\nU\r\nV\r\nVÄ Veränderung\r\nW\r\nX\r\nY\r\nZ\r\nz. B. zum Beispiel\r\nz. T. zum Teil68 PKS 2024\r\nV1.0\r\nImpressum\r\nHerausgeber\r\nBundesministerium des Innern und für Heimat, 11014 Berlin\r\nInternet: www.bmi.bund.de\r\nStand\r\nApril 2025\r\nArtikelnummer\r\nBMI25028\r\nWeitere Publikationen der Bundesregierung zum Herunterladen und zum Bestellen finden Sie \r\nunter: \r\nwww.publikationen-bundesregierung.de\r\nDiese Publikation wird von der Bundesregierung im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit \r\nherausgegeben. Die Publikation wird kostenlos abgegeben und ist nicht zum Verkauf bestimmt. Sie \r\ndarf weder von Parteien noch von Wahlwerbern oder Wahlhelfern während eines Wahlkampfes \r\nzum Zwecke der Wahlwerbung verwendet werden. Dies gilt für Bundestags-, Landtags- und \r\nKommunalwahlen sowie für Wahlen zum Europäischen Parlament.PKS 2024 69" }, { "type": "text", "text": "" } ], "has_more": false, "next_page": null }